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Neue Ausstellung im Museum Jagd und Wild auf Burg Falkenstein

Neue Ausstellung im Museum Jagd und Wild auf Burg Falkenstein

3 Minuten Lesezeit (674 Worte)

„Von der Kunst, mit Vögeln zu jagen“ - Neue Ausstellung im Museum Jagd und Wild auf Burg Falkenstein, Aktionen zum Internationalen Museumstag

Das Museum Jagd und Wild greift in dieser Saison ein Ausstellungsthema auf, das gut zur Burg Falkenstein und einem Schwerpunktthema des Museums passt: den Falken, weiteren Beizvögeln und der Falknerei, also der „Kunst, mit Vögeln zu jagen“. Im Mittelalter widmete ein Kaiser diesem Thema ein ganzes Buch. Es steht im Mittelpunkt der Sonderschau.

Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen (1194-1250) war der berühmteste Falkner des Mittelalters.

Sein Buch „De arte venandi cum avibus“ (Von der Kunst mit Vögeln zu jagen) gilt als Meilenstein in der Geschichte der Ornithologie und als unvergleichliches Handbuch der Falknerei.

Es flossen darin seine praktischen Erfahrungen auf diesem Gebiet der fürstlichen Jagdmethode ein, aber auch diejenigen seiner arabischen Falkner. Die Erkenntnisse des allgemein als „Falkenbuch“ bekannten Standardwerkes sind noch heute in ihren Grundzügen gültig. Friedrich II. empfand die Beizjagd als eine besondere Kunst und den idealen Falkner als „vollkommenen Menschen“. Das Buch ist nicht nur ein herausragendes Lehrbuch über die Haltung von Greifvögeln und die Beizjagd, es gilt auch als ältestes Lehrbuch der Ornithologie. Kenntnisse zu Anatomie, Nahrung und Lebensweise, Zug und Flug verschiedener Vogelarten werden darin zusammenfasst. Mit zahlreichen Bebilderungen veranschaulicht das Falkenbuch auch einen Qualitätssprung in der mittelalterlichen Buchillustration. Über Jahrhunderte hinweg war es in Vergessenheit geraten. Die Jagd mit Schusswaffen verdrängte nach und nach die Jagd mit Beizvögeln. Seit 2010 zählt die Falknerei zum immateriellen Welt-Kulturerbe.

Das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg hat dazu eine Wanderausstellung konzipiert. Für das Museum Jagd und Wild auf der Burg Falkenstein wurde diese angepasst . Die Sonderschau wird hier bereichert mit Exponaten aus dem eigenen Sammlungsbestand. Besucher haben hiermit die besondere Gelegenheit, das im Museum Jagd und Wild auf der Burg Falkenstein in der Dauerausstellung präsentierte Thema der Falknerei zu vertiefen.

Eröffnet wird die Ausstellung am Donnerstag, den 18. Mai 2017, um 19.30 Uhr durch Landrat und Bezirkstagspräsident Franz Löffler. Ein Experte aus der Region, der Falkner Dieter Betz, spricht in seiner Einführung von der historischen Bedeutung des Falkenbuchs und der Beizjagd. Er geht aber auch auf die aktuelle Situation der Falknerei ein. Nach Falkenstein wir er zur Beizjagd geeignete Vögel aus dem ihm geleiteten Greifvogelpark Grafenwiesen mitbringen.

Das Ensemble „… sed vivam!“ wird mit „Alter Musik“ durch den Abend begleiten. Die Musikerinnen und Musiker dieser Formation sind Spezialisten für historische Instrumente und Aufführungspraxis. Ihr breitgefächertes Repertoire spielen sie in vielseitigen und flexiblen Besetzungen und verfügen dabei vom mehrstimmigen a-cappella-Gesang bis hin zum imposanten Klangmix eines differenzierten Renaissance-Instrumentariums über alle Nuancen, um „Alte Musik“ authentisch zum Klingen zu bringen. Konzerte im In- und Ausland, Einspielungen für Hörfunk, Fernsehen oder CD dokumentieren das facettenreiche Spektrum des Ensembles. Sie machten es weit über ihren Stammort Regensburg hinaus bekannt.

Am Sonntag, 21. Mai, ist Internationaler Museumstag. Der Eintritt ins Museum und die neue Ausstellung ist an diesem Tag frei.

Um 14 Uhr wird eine kostenlose Führung durch die Burg Falkenstein mit Burgführer Adolf Brosch angeboten. Von 15.30 bis 17.00 Uhr bietet Manuela Schambeck eine Burgführung für Kinder an. Hierfür ist allerdings Anmeldung erforderlich im Tourismusbüro Falkenstein Tel. 09462/942220 bis Freitag 19.05., Der Treffpunkt für beide Führungen ist im äußeren Burghof.

Live-Bilder von der „Familiengründung“ der Turmfalken in der Burg Falkenstein sind über den Monitor im Eingangsbereich der Burg zu beobachten.

„Von der Kunst mit Vögeln zu jagen“. Das Falkenbuch Friedrichs II. – Kulturgeschichte und Ornithologie. Eine Wanderausstellung des Museums Natur und Mensch Oldenburg im

Museum Jagd und Wild auf Burg Falkenstein, 19. Mai bis 3. Oktober 2017, geöffnet Mai und Juni Do bis So 11 bis 18 Uhr, Juli bis 3. Oktober täglich 11 bis 18 Uhr,

Burgstr. 10-12, 93167 Falkenstein, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, www.markt-falkenstein.de

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