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Neue Gewinner und alte Bekannte: Jury ermittelt die schönsten Orte im Landkreis Amberg-Sulzbach

Neue Gewinner und alte Bekannte: Jury ermittelt die schönsten Orte im Landkreis Amberg-Sulzbach

3 Minuten Lesezeit (599 Worte)

Nun stehen sie fest, die drei Kreissieger im diesjährigen Dorfwettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden": Ammerthal, Atzmannsricht und Ursensollen. Sie werden im kommenden Jahr den Landkreis Amberg-Sulzbach im Entscheid auf Oberpfalzebene vertreten. Und da die Landkreiskommission sehr beeindruckt war von der Eigeninitiative, die Bürger zur Verschönerung ihrer Ortschaften an den Tag legen, werden zudem zwei Sonderpreise „Wir packen an!" verliehen. Die Preisträger sind hier Hiltersdorf und Iber.

12 Ortschaften aus 10 Gemeinden hatten sich heuer für den Kreisentscheid des Bundeswettbewerbes angemeldet und stellten sich dem Urteil der fachkundigen Jury. Unter der Leitung von Kreisfachberaterin Michaela Basler, die den Kreisentscheid organisiert hatte, kamen Vertreter des Bauamtes des Landkreises, des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Amberg, der Obst- und Gartenbauvereine, der Siedlervereine und der Kreisheimatpfleger in der Kommission zusammen. Um das Dorf bei der Bewertung in seiner Ganzheit zu erfassen, hatte jedes Jurymitglied einen eigenen Bewertungspunkt zu beurteilen: Aktivitäten der Dorfgemeinschaft, Baugestaltung, Grüngestaltung, ökologische und wirtschaftliche Aspekte. Zusätzlich konnte jedes Kommissionsmitglied Punkte für die Eigeninitiative, die die Bürger für ihre Ortschaft leisten, vergeben.

Die Ortschaft Ammerthal konnte zum ersten Mal den Titel „Kreissieger" erreichen und überzeugte die Jury mit einer ausgezeichneten Infrastruktur, dem großen Angebot an verschiedenen Vereinen und den Ideen, die in absehbarer Zeit umgesetzt werden. So sollen künftig Baumbestattungen auf dem Friedhof ermöglicht werden und am Kirchensteig wird ein „Vater-Unser-Weg" errichtet. Herausragend sind auch die Nachbarschaftshilfe, die Ammerthaler Bürgern in allen Notlagen unbürokratische Hilfe bietet, und der Jugendaustausch mit Modiin in Israel.

Eine lange Tradition im Dorfwettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden" hat hingegen Atzmannsricht. Bereits 1969 nahm die Ortschaft erfolgreich am Wettbewerb teil. Die Dorfbewohner sind überzeugt davon, dass sie von dem, was früher investiert wurde, heute noch gut leben und möchten deshalb durch nun realisierte Projekte die Zukunft der Ortschaft fortschreiben. Aus diesem Grund wurde ein ehemaliges landwirtschaftliches Gebäude in ein Gemeinschaftshaus umgebaut, außerdem wird zurzeit

ein Badeweiher für die Bevölkerung gebaut, der die Attraktivität des Dorfes noch weiter steigern wird.

Auch Ursensollen ist ein zukunftsfähiger Ort und darf sich Kreissieger nennen. Die rund 1400 Einwohner profitieren von der guten Infrastruktur und dem hohen Vereinsangebot, das unterschiedlichste Aktivitäten bietet. Sehr positiv nahm die Jury auch die Tatsache auf, dass in jüngster Zeit eine große Anzahl an Bäumen gepflanzt wurde und in der Ortschaft auf öffentlichen Flächen bunte Blumenmischungen eingesät werden. Auch der Dorfplatz und das neu gestaltete ehemalige Bahnhofsgelände überzeugten die Kommission. Zudem wird auch hier die Nachbarschaftshilfe groß geschrieben und weitere Projekte wie der Bau eines Seniorenwohnheims sollen in nächster Zeit angegangen werden.

„Sehr beeindruckt waren die Mitglieder der Jury auch von dem hohen Grad an Eigeninitiative, die in vielen Ortschaften an den Tag gelegt wird", so Michaela Basler. „Hier werden neue Dorfanlagen verwirklicht, Jung und Alt in die Planungen einbezogen und Treffpunkte für die Gemeinschaft geschaffen. Diese Initiativen sind wahrlich beispielhaft." Um dieses hohe Engagement zu würdigen, vergibt die Jury deshalb zwei Sonderpreise „Wir packen an!". Ein Preisträger ist Hiltersdorf, dessen Bewohner unzählige Stunden in die Neuanlage ihres Dorfplatzes und die Renovierung der Kapelle gesteckt haben. Und auch Iber erhält einen Sonderpreis, der sich in der Aufwendung von unentgeltlichen Arbeitsstunden im Rahmen der Pflege öffentlicher Plätze und der Gestaltung eines attraktiven Ortsbildes niederschlägt.

Landrat Richard Reisinger bescheinigt allen teilnehmenden Ortschaften ein hohes Maß an Zukunftsfähigkeit. „Getragen wird der Wettbewerb vom Engagement der Bürgerinnen und Bürger, die sich aktiv für eine lebenswerte Zukunft unserer Kinder einsetzen", kommentiert Reisinger das Ergebnis des Entscheides.

Die Ehrung der Sieger und aller teilnehmenden Ortschaften wird am Freitag, 28. Oktober 2016, um 19.00 Uhr im Landgasthof Erras in Fichtenhof stattfinden.

 

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