Neuer BN-Vorstand plant Kunst-Natur-Garten

Neuer BN-Vorstand plant Kunst-Natur-Garten

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Veränderungen beim Bund Naturschutz in Regenstauf: Am Mittwoch, den 9.11.2016 lud der Ortsvorstand zu einer Mitgliederversammlung mit Neuwahl des Vorstandes in das Sport-Center Mielke ein. Einstimmig wurde Thomas Kapfhammer zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Auch die Schatzmeister- und Schriftführer-Positionen wurden neu besetzt. Beim Blick in die Zukunft standen neue Projekte wie ein Kunst-Natur-Garten neben der Vogelstation im Fokus.

Der 1. Vorsitzende, Hugbert Ley, eröffnete den Abend mit der Begrüßung der zahlreich erschienenen Gäste und mit einer Rückschau auf die Aktivitäten der letzten Jahre des Bund Naturschutz in Regenstauf.

In den vergangenen Jahren fanden etliche Aktionen statt, die von lokaler oder auch überregionaler Bedeutung waren. Der jährlich stattfindende Radlbasar etwa, bei dem man gebrauchte Fahrräder verkaufen oder kaufen kann. Oder der Stand auf dem Regenstaufer Weihnachtsbasar, zu welchem der Regenstaufer Bund Naturschutz alljährlich zu Kaffee und Kuchen und zum Kauf von ökologischen Produkten einlädt. Bei Kindern besonders großer Beliebtheit erfreuen sich das moderne Geocaching und auch der Bastelnachmittag, bei welchem Insektenhotels, Futterspender für Vögel oder Nistkästen unter fachlicher Anleitung gebaut werden.

Wichtigstes Anliegen des BN ist der Erhalt und der Schutz der Natur, allen voran die Natur in unserer unmittelbaren Umgebung. Kritisch wird bei der Gemeinde nachgefragt, wenn Bäume gefällt, neue Straßen gebaut oder neue Baugebiete ausgewiesen werden. Im Frühjahr werden Krötenzäune aufgestellt und betreut, um diese heimische Tierart zu schützen. Oder man genießt die herrliche Landschaft bei einer gemeinsamen Wanderung.

Überregional engagierte sich die Regenstaufer Ortsgruppe ebenso, beispielsweise durch die Teilnahme an einer Demonstration in Berlin gegen TTIP. Und auch Horst Seehofer machte bereits Bekanntschaft mit der Regenstaufer Ortsgruppe und diskutierte umweltpolitische Themen.

Die Liste der in der Vergangenheit durchgeführten Aktionen ließe sich noch lange fortsetzen, denn die Mitglieder, die den Bund Naturschutz hier in Regenstauf vor genau 30 Jahren gegründet hatten, waren sehr aktiv und haben viel bewegt. Einst war die Ortsgruppe Regenstauf als Widerstand gegen die atomare Wiederaufarbeitungsanlage in Wackersdorf geformt worden. Ihrem sowie dem Einsatz so vieler anderer Bürger haben wir es zu verdanken, dass die hiesigen Bürger eben keine riesige atomare Bedrohung unmittelbar vor ihrer Haustür haben. Besonders seit dem Unglück in Fukushima wissen wir, dass jedes Bedrohungsszenario leider irgendwann Realität werden kann.

Nach diesen Einblicken in vergangene Aktivitäten durch Herrn Hugbert Ley, würdigte Herr Bürgermeister Böhringer die engagierte Arbeit des Vorsitzenden des BN in Regenstauf. Die Zusammenarbeit der Gemeinde mit dem Bund Naturschutz reifte in den vielen Jahren heran und ist jetzt von Vertrauen und Offenheit geprägt. Sowohl die Gemeindeverwaltung mit all ihren Institutionen, als auch der BN setzen ihre Energien dafür ein, ein lebenswertes Regenstauf zu gestalten, in welchem sich die Bürger wohl fühlen und in einer gesunden Umwelt leben können. Herr Böhringer dankte ausdrücklich Herrn Ley für die vielen Jahre, in denen er und seine Frau sich für den Umweltschutz eingesetzt haben. Weil Herr Hugbert Ley an diesem Abend aus Altersgründen sein Amt als 1. Vorsitzender zur Verfügung stellte, wurde er wiederholt mit anhaltendem Applaus bedacht.

Die Mitgliederversammlung verabschiedete sich an diesem Abend nicht nur von ihrem langjährigen 1. Vorsitzenden, sondern ebenso von ihrem Schatzmeister Manfred Schade und der Schriftführerin Doris Kreuzer. Nach 10, bzw. 19 Jahren im Amt verabschiedeten sich auch diese beiden. Sie wurden für ihre hervorragend geleistete Arbeit gelobt und erhielten großen Applaus. Alle drei versprachen aber, auch in Zukunft dem Bund Naturschutz Regenstauf als Mitglieder erhalten zu bleiben und sich auch weiterhin mit Rat und Tat einzusetzen.

Da an diesem Abend eine neue Vorstandschaft gewählt wurde, waren auch weitere Gäste geladen. Der 1. Vorsitzende der Kreisgruppe Regensburg, Herr Raimund Schoberer dankte herzlich den scheidenden Vorständen für ihre Arbeit. Er blickte auf die Vergangenheit und das bereits Erreichte zurück, richtete den Blick aber schon auf die neuen Herausforderungen, die einen Schutz der Natur notwendig machen.

Viele Grüße aus Wenzenbach überbrachte auch der stellvertretende Vorsitzende der Kreisgruppe Regensburg und zugleich 1. Vorsitzende der Ortsgruppe Wenzenbach, Hans Lengdobler. Er hob hervor, wie gut die beiden Ortsgruppen Regenstauf und Wenzenbach stets zusammengearbeitet hatten. Er wünschte sich auch in Zukunft eine solche vertrauensvolle gegenseitige Unterstützung.

Viele Herausforderungen und Projekte warten auch in Zukunft auf den Bund Naturschutz. Daher war der bisherige Vorstand des BN Regenstauf sehr froh darüber, dass sich nun jüngere Mitglieder zur Wahl stellten, um verantwortungsvoll diese neuen Aufgaben zu übernehmen. Einstimmig wurde Thomas Kapfhammer zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Dieser bedankte sich bei seinem Vorgänger, Herrn Ley, und bei den Mitgliedern für das entgegengebrachte Vertrauen. Ebenfalls einstimmig wurden Hans Peter Hundshammer zum stellvertretenden Vorsitzenden, Johannes Zelzner zum neuen Kassier und  Claudia Kolbeck zur Schriftführerin gewählt. Die neue Vorstandschaft versprach, sich gerne auch mit neuen Ideen einzubringen und dabei Bewährtes beizubehalten.

Hans Peter Hundshammer stellte als nächstes ein Projekt vor, das zum 30-jährigen Jubiläum des Bund Naturschutz Regenstauf entstehen soll. Auf einem Wiesengrundstück neben der Vogelstation soll ein Kunst-Natur-Garten entstehen. Hundshammer, ein Maler, Grafiker und Bildhauer, wird aus dem lokal vorkommenden Kelheimer Kalkstein (den die Fa. Viehbacher kostengünstig zur Verfügung stellt) ein Bodenmosaik in Form des Logos des BN anfertigen, das auf diesem Grundstück verlegt werden soll. Die einzelnen Mosaikplatten werden Reliefs von Tieren, wie z.B. Weißstorch oder Eule darstellen. Ein „Offenes Naturzimmer“ aus Holz und mit Fensteröffnungen soll den Blick auf die Natur und Kunstwerke bieten und zugleich ein Ort zum Verweilen werden. Dieser Begegnungsraum soll neben dem Mosaik entstehen und ein Naturkunstwerk von Regenstaufer Bürgern für Regenstaufer Bürger sein.

Der Abend wurde abgerundet durch einen Vortrag von Karla Messaoudi, in welchem sie die Natur und Kultur Portugals in beeindruckenden Bildern vorstellte. Die Zuhörer begleiteten sie auf verschiedenen Wanderwegen durch traumhafte Landschaften mit Brunnen, Sanddünen und Pinienwäldern, vorbei an romantischen, teilweise noch intakten alten Lehmhäusern, die fernab vom Trubel der großen Städte stehen und Lust auf eine Reise in den warmen Süden machten.


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