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Neues Kinderhaus soll nördlich des Sportzentrums gebaut werden

Neues Kinderhaus soll nördlich des Sportzentrums gebaut werden

4 Minuten Lesezeit (831 Worte)

Die drei Kindergärten im Gemeindegebiet Lappersdorf stehen vor ihrer Kapazitätsgrenze. Daher ist ein zusätzliches Kinderhaus dringend erforderlich. Nachdem die Einrichtung einer neuen Kinderbetreuungsstätte im Januar beschlossen wurde, musste nun der Standort für das neue Kinderhaus gefunden werden. Geplant ist ein zweistöckiges auch später erweiterbares Haus für zwei Kindergarten,- und zwei Kinderkrippengruppen. Sieben mögliche Standorte wurden untersucht und mit einem Punktesystem bewertet. Der Grünstreifen nördlich des Sportzentrums setzte sich gegenüber der Keltenstraße durch.

Einige Markträte lehnten die Keltenstraße kategorisch ab. Nach kurzer Diskussion wurde beschlossen, das Gelände nördlich des Sportzentrums zu favorisieren, wenn man sich mit dem Eigentümer über einen angemessenen Preis einigen kann. Sollte der Kauf nicht gelingen, soll das Kinderhaus auf dem Parkplatz nördlich vom Nettomarkt unterhalb des Sportzentrums realisiert werden.

"Keine Gefährdung für Spaziergänger"

Sind Spaziergänger oder Pilzsammler durch Rüstungsaltlasten gefährdet, wenn sie im Bereich des ehemaligen Sprengplatzes Hainsacker spazieren gehen? Von Diplomgeologen Joachim Beyer kam ein klares Nein. Er ist in seinem Gutachten zur Gefährdungsabschätzung der Kampfmittelbelastung zu dem Ergebnis gekommen, dass Spaziergänger, Radfahrer oder Wanderer bzw. bei Forstarbeiten ohne Großgeräten wie Havester etc., wenn hier keine Bodeneingriffe erfolgen, keine auf Kampfmittel basierende Gefährdung ausgeht.

Da bei Forstarbeiten mit Großgeräten bzw. dem Befahren der Forstflächen mit Maschinen eine Gefährdung nicht vollständig auszuschließen ist, wurde beschlossen, sechs Testfelder mit einer Fläche von jeweils 500 Quadratmetern durch eine Fachfirma technisch erkunden zu lassen. Größere Munitionsteile können hier bis zu vier bis fünf Metern Tiefe noch geortet werden. Dann kann Beyer die Gefährdungsabschätzung des Kampfmittelverdachts neu und wohl endgültig bewerten. Die Kosten überschlug Beyer mit der Abarbeitung von zwei Testfeldern pro Tag bei einem Tagessatz von ca. 850 Euro auf rund zweieinhalbtausend Euro, wobei Anfahrtspauschalen die Summe noch erhöhen können.

Bis zu den endgültigen Ergebnissen möchte Beyer die Forstflächen nichtmehr mit Großgeräten befahren lassen. Hierzu werden weitere Warnschilder aufgestellt. Weiterhin sollen die örtlichen Feuerwehren über die Gegebenheiten des Geländes nochmal eingewiesen werden. Grundstückseigentümer müssen mit den weiteren Maßnahmen einverstanden sein und sollen bei den Untersuchungen mit eingebunden werden. In der Diskussion der Markträte wurde klar, dass die Grundstückseigentümer schwer an einer finanziellen Beteiligung an den Vorsorgeuntersuchungen beteiligt werden können, beim Antreffen von Munitionsteilen jedoch in die Pflicht genommen werden sollen.

Der Sportboden der Gemeindehalle ist in einem schlechten Zustand und wird im Sommer erneuert. Daher soll die Halle für allgemeine Veranstaltungen nicht mehr genutzt werden und solche Veranstaltungen künftig ausschließlich im Aurelium stattfinden, das am 15. April in Betrieb geht. Ein geeigneter Schutzbelag (Matten oder Teppiche) würde mit 20 000 bis 40 000 Euro zu Buche schlagen. Für den Auf,- bzw. Abbau sind acht Mannstunden notwendig. Aus dem Gremium kam der Einwand, dass Organisationen wie die Hobbykünstler oder der Bund der Selbstständigen die Gebühren im Aurelium nicht schultern können, jedoch seit vielen Jahren sich in der Gemeindehalle etabliert haben. Aktuell kostet ein Drittel Anteil der Halle 25 Euro pro Stunde. Nach kurzer Diskussion wurde beschlossen, künftig nur noch sportliche Veranstaltungen in der Gemeindehalle zuzulassen. Bürgermeister Christian Hauner war sich sicher, dass man über Sonderkonditionen sich mit den Hobbykünstlern sicherlich über den Verbleib der Veranstaltungen in Lappersdorf einigen werde.

Sanierung Grundschule Hainsacker

Die Grundschule Hainsacker muss dringend saniert bzw. umgebaut werden – Kostenschätzung 3,44 Millionen Euro. Inzwischen wurde von der Regierung der Oberpfalz für den Umbau und die Erweiterung eine Förderung von 1,08 Millionen Euro genehmigt, Auszahlung jedoch erst 2017. Der Markt muss die Summe daher vorfinanzieren. Somit kann durch die Regierung der vorzeitige Baubeginn genehmigt werden. Der derzeit aktuelle Flächennutzungsplan stammt aus dem Jahre 1995 und wurde in Teilbereichen bereits acht Mal geändert, bzw. redaktionell angepasst.

Um die Gemeinde bei künftigen Entscheidungen bzw. Investitionen gut aufzustellen, wurde beschlossen, den Flächennutzungsplan neu aufzustellen. Der Marktrat wird von dem beauftragten Büro in den Verfahrensablauf eingebunden. In zwei Jahren sollte der Plan fertig sein, die Kosten werden auf rund 200 000 Euro geschätzt. Wolfgang Wegmann vom Klimabeirat des Marktes berichtete von den Ergebnissen des aktuellsten Klimavertrages der 195 Staaten aus Paris und der Nutzung von Solarstromanlagen in Lappersdorf seit dem Jahr 2000. Wegmann zeigte Beispiele von Verbrauchsdaten bei Wärme und Strom sowie Einsparmöglichkeiten gemeindlicher Gebäude wie dem Rathaus, Bauhof oder der Schulen auf. Bis Ende letzten Jahres wurden durch 592 PV-Anlagen satte 6343 Megawatt auf den Dachflächen gemeindlicher Gebäude erwirtschaftet. Dem standen ein Strom- und Wärmeverbrauch alleine durch das Rathaus im Jahr 2014 von 249 000 Kilowattstunden gegenüber.

Jede Woche muss der Landkreis 50 neue Asylbewerber unterbringen. In Lappersdorf sind aktuell 85 Flüchtlinge dezentral untergebracht. Geht man von zwei Prozent der Einwohner aus, müsste Lappersdorf 270 Asylbewerber unterbringen. Das Problem: Wohnungen sind nicht bezahlbar und Lappersdorf ist aufgrund seiner herausragenden Busanbindung an die Stadt sehr begehrt. Christian Hauner appelliert an Hausbesitzer, die Wohnungen frei haben, Flüchtlinge aufzunehmen. Hannelore Rumpf sieht das Problem, dass viele alleinstehende Männer ein Zuhause brauchen, es für Familien vielleicht einfacher wäre, adäquaten Wohnraum zu finden, da diese eher akzeptiert werden. Hauner möchte hier am Ball bleiben und in jeder Sitzung den aktuellen Stand kurz besprechen.

Am 1. März wird das neue Elektroauto übergeben. Das Auto kann von der Bevölkerung ausgeliehen werden.

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