Neunburg: Neujahrsempfang der Pfarrei

Neunburg: Neujahrsempfang der Pfarrei

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"Ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen." Mt 25,35 - dieser Text aus der Bibel stand auf der Einladung zum Neujahresempfang der Pfarrei St. Josef in Neunburg vorm Wald. Zahlreiche Gäste waren der Einladung durch Pfarrer Stefan Wagner und PGR-Sprecher Michael Hellmuth gefolgt und haben sich im Pfarheim versammelt.

 

Mit einem Musikstück stimmte das Bläserquintett der Stadtkapelle die Anwesenden auf den Abend ein, bevor Michael Hellmuth alle Gruppierungen, Helfer, Organisatoren, katholischen Vereine und Verbände, Verantwortliche der Schulen und Kindergärten, Vertreter des Islamischen Kulturverbandes und der evangelischen Kirche, Team vom Cafè International, Vertreter der Stadtverwaltung, VHS, EMMA-Kleiderladen und alle, die sich in besonderer Weise und in vielfältigen Bereichen für die Flüchtlinge und Asylbewerber engagieren, begrüßte.

In seiner Rede zum Neujahresempfang ging Pfarrer Stefan Wagner auf das vergangene Jahr 2015 ein. Er erwähnte, dass das Wort des Jahres 2015 "Flüchtlinge" ist, was wird wohl der Satz des Jahres 2015 werden? Ob des der Satz von Angela Merkel "Wir schaffen das", den auch bereits Barack Obama und Bob der Baumeister benutzten wird? Wir wissen es nicht. Tatsächlich haben aber die Flüchtlinge das Jahr 2015 geprägt. Ca. 1 Million Menschen haben während des vergangenen Jahres bei uns Sicherheit, Freiheit, Wohlstand und eine gute Zukunft gesucht. Im Frühjahr haben die ersten Bewohner ihr neues Quartier in der ehemaligen Kaserne in Neunburg bezogen. "Von Anfang an war klar: Da kommt keine Krise zu uns, sondern da kommen Menschen. Menschen, wie du und ich. Dies hat unser ganzes Engagement von Anfang an bestimmt," so Pfarrer Stefan Wagner. "Dieses Engagement ist vielfältig und beeindruckend."

Stellvertretend für alle Helfer bedankte sich Pfarrer Stefan Wagner bei Helga Reimer und Klara Wagner, die das Cafe International initiert haben und mit einem beeindruckenden Helferkreis auch ausserhalb des Cafes vieles geschafft und möglich gemacht haben. Auch bei Elke Reinhard und Ihren Mitstreitern bedankte sich Pfarrer Wagner für die Errichtung des EMMA-Kleiderladens, für die Initiative eine Anlaufstelle für die Asylbewerber und auch für die Neunburger zu schaffen. "Es wird schöne Momente geben, und solche bei denen uns das Herz weh tut. Vielleicht wird es in ein paar Jahren ganz anders sein als heute, aber das wird solange kein Problem sein, wie wir uns in allem was wir tun, an den Worten Jesu orientieren: ..Denn das was ihr für einen meiner geringsten Brüder und Schwestern getan habt, das habt ihr mir getan", beendete Pfarrer Stefan Wagner seine Rede.

Bürgermeister Martin Birner dankte allen Helfern, die bereit sind, sich mit der Thematik Flüchtlinge und Asylbewerber auseinanderzusetzen und ihr Engagement einzubringen: "Ihr habt Vielfältiges geleistet, dafür herzlichen Dank! Unsere Werte zu vermitteln, das ist der richtige Weg, und das schaffen wir nur gemeinsam. Gemeinsam in Schulen, in Vereinen und in Organisationen. Vieles ist uns gelungen, wir haben ein Netzwerk geschaffen."

Nach einem Musikstück des Bläserquintetts blickte Pfarrer Stefan Wagner auf das Kirchenjahr 2015 zurück. Nach Bekanntgabe der Zahlen der Kirchenstatistik richtete er ein Wort des Dankes an alle Helfer der Pfarrgemeinde: "Allen die auf vielfältige Weise den Weg der Pfarrei mitgestalten, im Hintergrund unschätzbare Dienste leisten, allen die einfach da sind, wenn man sie braucht, für die Verbundenheit mit der Pfarrei St. Josef sag ich ein herzliches Vergelts Gott!"

Nach einem Ausblick auf das Jahr 2016, in dem die Pfarrei zwei lang geplante Projekte beginnen möchte, die Verlegung der Tiefendrainage im Friedhof und die Innenrenovierung der Stadtpfarrkirche, bedankte sich Pfarrer Stefan Wagner und PGR-Sprecher Michael Hellmuth mit einem Geschenk bei Franz Beer, der sich seit Bestehen des Pfarrheimes darum gekümmert hat. Zum Ende des vergangenen Jahres hat Franz Beer seine Tätigkeit vertrauensvoll an Helga Reimer übertragen, diese wurde mit einem Blumenstrauß bedacht. Bei einer anschliessenden, äußerst beeindruckenden Bildershow zeigte Michael Hellmuth die Ereignisse des vergangenen Kirchenjahres, welche großen Zuspruch bei den anwesenden Gästen fand.

Mit einer Brotzeit und guten Gesprächen fand der Abend seinen Ausklang.

 


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