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Neutraublinger Schüler setzten sich mit dem Thema „Heimat“ auseinander

2 Minuten Lesezeit (368 Worte)

Rund 120 Schülerinnen und Schüler des Förderzentrums, der Real- und der Mittelschule in Neutraubling beteiligten sich am Thementag „Meine Heimat“ im städtischen Jugendtreff Neutraubling. Der Thementag war zentraler Bestandteil des Jahresprojekts Heimat, das in Zusammenarbeit mit den Jugendsozialarbeiterinnen und –arbeitern der Schulen, der Integrationsstelle des Landratsamtes und dem Jugendtreff Neutraubling als Jahresthema in Neutraubling stattfindet. Neutraubling erschien den Projektteilnehmern als so genannte Vertriebenengemeinde ein guter Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung mit diesem Thema.

Christian Gillessen, Leiter des Jugendtreffs Neutraubling und Mitarbeiter im Verein für Jugendarbeit, nannte als Projektziel die niederschwellige Heranführung der Kinder und Jugendlichen an das Thema „Heimat“. Für sie seien Schlagwörter wie Integration oder Migration noch nicht relevant. Oder, wie Gillessen es ausdrückt: „Sie gehen noch unverkrampft mit dem Thema um.“

Die Schülerinnen und Schüler durchliefen am Thementag sechs Stationen, in denen sie sich unter anderem über ihre Wurzeln, ihr Verständnis von Heimat und unter welchen Umständen sie ihre Heimat verlassen würden, Gedanken machten. Schnell wurde klar, dass Heimat für jeden etwas anderes bedeutet, und dass viele Familien ihre Wurzeln in den unterschiedlichsten Teilen der Erde haben. Unter welchen Umständen sie ihre Heimat verlassen würden, darüber waren sich die Teilnehmer nicht immer einig. Zudem gab es Stationen, die die Themen Flucht und Vorurteile anhand einer Fluchtgeschichte näher beleuchteten. Die Jugendlichen konnten selbst eine Fluchtgeschichte „weiterschreiben“ und erkannten somit, dass gute Freunde für einen Geflüchteten sehr wichtig sein können. Zudem erfuhren sie, was Vorurteile sind, und woher sie kommen. Anhand von Bildern machten sie die Erfahrung, dass Charakter und Nationalität eines Menschen nicht an seinem Äußeren und seiner Kleidung erkennbar sind.

Das Projekt war sozusagen der thematische Auftakt für weitere schulische Veranstaltungen zum Thema Heimat. Hierfür haben die Sozialpädagoginnen und –pädagogen entsprechende Materialien für die Lehrkräfte in einer Methodensammlung zusammengestellt.

 

Kontakt:

Bei Fragen zum Projekt steht Ihnen Christian Gilleisen, Tel. 0176-62511200, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, gerne zur Verfügung.

 

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