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Pappeln und eine Linde fielen

Pappeln und eine Linde fielen

2 Minuten Lesezeit (371 Worte)

Das ging wirklich Ratz-Fatz. Die Entscheidung des Bauausschusses in Steinberg am See wurde sofort in die Tat umgesetzt. Damit ist die Pappel-Allee an der Zufahrt zur Segelschule im Ortsteil Oder Geschichte. Als am vergangenen Wochenende zahlreiche Fußgänger und Radfahrer am Steinberger See unterwegs waren, hatte sich so mancher wohl gefragt, warum das nötig war? Auch eine 100 Jahre alte Linde beim Pfarrheim erlebte den Frühling nicht mehr.

 

In der Verlängerung der heutigen Seestraße zog sich einst eine prächtige Pappel-Allee bis nach Oder. Nach der Auskohlung des Tagebaus Oder blieb ein Rest bis zum Anwesen Sieß stehen. Die noch gut zwei Dutzend Pappeln fielen jetzt der Motorsäge zum Opfer. Der Bauausschuss, unter dem Vorsitz von Bürgermeister Harald Bemmerl, hatte sich gleich nach den Osterfeiertagen auf den Weg gemacht und die Allee in Augenschein genommen. Im Vorfeld hatte ein Gutachter darauf hingewiesen, dass durch herabfällende Äste eine Unfallgefahr bestehe.

Angeblich hätten die stattlichen Bäume nur noch eine Lebensdauer von drei bis fünf Jahren gehabt, nachdem sie durch die Verlegung der Wasser- und Abwasserleitungen beschädigt worden seien, so das Argument des Holzfachmannes. „Im Namen der Sicherheit“ beschloss daraufhin das Gremium, die Pappeln fällen zu lassen. Unmittelbar danach rückten die Holzfäller an und legten die bis zu 20 Meter hohen Laubbäume um. Jahrzehntelang hatten sie die einstige Schwandorfer Straße geziert.

  • Keine Gnade wollte der Bauausschuss mit der alten Dorflinde am Pfarrheim walten lassen.

 

Das gleiche Schicksal ereilte auch eine über 100 Jahre alte Linde, die am Vorplatz des Pfarrheimes stand. Hier gab der Bauausschuss schön vor längerem grünes Licht. Beantragt hatte die Fällung die Kirche. Doch damit waren nicht alle Steinberger einverstanden. Insbesondere der Nachbar Daniel Graf hatte sich für den Erhalt der mächtigen Linde ausgesprochen. Eine fachmännische Sanierung wäre möglich und gleichzeitig hatte Graf angeboten für die Entsorgung des Laubes im Herbst zu sorgen. Damit wäre auch keine Aufwand nötig gewesen, weder für Kirche noch Gemeinde, so das Gegenargument des Nachbarn.

Dem wollte der Bauausschuss aber nicht näher treten, da bereits die Pflasterung rund um den Stamm angehoben wurde und ein Gebäudeschaden nicht auszuschließen ist. Jetzt herrscht erst mal gähnende Leere vor dem Pfarrheim. Eine Ersatzpflanzung soll aber laut Bürgermeister Bemmerl erfolgen, die vermutlich in ferner Zukunft das gleiche Schicksal ereilen wird.

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