Perspektiven für Frauen und Mädchen in Burkina Faso

Perspektiven für Frauen und Mädchen in Burkina Faso

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Runter von der Couch, rein in bequemes Schuhwerk: Der Spendenmarsch zugunsten von Burkina Faso entwickelt sich zu einer Traditionsveranstaltung. Zum wievielten Male er am Sonntag stattgefunden hatte? Vor dieser und weiteren elf Fragen sahen sich 26 Teilnehmer konfrontiert, waren Bestandteil eines Quiz, das Pfarrer Johann Trescher im Gepäck hatte.

 

 

2015 hatten sich die Teilnehmer zum ersten Mal aufgemacht, und so lautete die richtige Antwort: „zum vierten Mal“. Die weiteren Fragen bezogen sich auf das Missio-Hilfsprojekt, das die Pfarreiengemeinschaft mit vielen weiteren Aktionen unterstützt. Burkina Faso zählt zu den zehn ärmsten Ländern der Welt. Das Hilfswerk "Missio" hält mit verschiedenen Projekten dagegen. Regelmäßig leistet die Pfarreiengemeinschaft Bodenwöhr-Alten- und Neuenschwand mit Aktionen einen Beitrag dazu.

Blick auf Neuenschwand mit seiner Pfarrkirche

 

Derzeit konzentriert sich die Hilfe auf die Opfer von Ausbeutung und Zwangsverheiratung. In Bobo-Dioulasso, der zweitgrößten Stadt von Burkina Faso in Nordwest-Afrika befindet sich das „Haus der Hoffnung“. Diese Einrichtung   wird von den „Schwestern vom Guten Hirten“ geleitet. Dieses „Haus der Hoffnung“ ist ein Zentrum, in dem Mädchen und Frauen in schwierigen Lebenslagen Zuflucht und Schutz finden. Sie fliehen vor häuslicher Gewalt und sexueller Ausbeutung - oft in der eigenen Familie - oder vor einer drohenden Zwangsverheiratung mit einem wesentlich älteren Mann. Darüber hinaus werden die Mädchen und Frauen auch psychosozial betreut, um ihre erlebten Traumata zu bewältigen. Sie werden über ihre Rechte aufgeklärt, denn auch in Burkina Faso geIten Menschenhandel und Zwangsprostitution als Verbrechen. In Workshops werden sie zu Themen wie HIV/Aids sensibilisiert. Sie erhalten eine schulische Grundausbildung oder eine Einführung in handwerkliche Tätigkeiten wie Kochen und Backen, Nähen, Frisieren, Stoffe färben, Informatik oder der Herstellung von Seifen. So können sich die Frauen später ein eigenes kleines Einkommen verdienen.

Pro Jahr werden 40 Mädchen und Frauen von den „Schwestern vom Guten Hirten“ betreut. Die derzeit elf Mädchen und jungen Frauen, die im Frauenhaus wohnen, ·sind Opfer von Misshandlungen, Frauen mit ihren Kindern, die vom Vater nicht anerkannt werden, junge schwangere Mädchen, die von Zuhause verstoßen wurden und Mädchen, die vor Zwangsverheiratung geflohen sind. Mit einer Spende von 45 Euro kann der Unterhalt für ein Mädchen für einen Monat finanziert werden. „Auch wenn die Familie arm ist und Geld braucht - Frauen und Mädchen dürfen keine Handelsware sein“, sagt Schwester Yvonne C. Bambara, die Leiterin des Hauses.

Spannung beim Quiz

 

Dieser Spendenmarsch erbrachte insgesamt 995 Euro! Start war bei der Pfarrkirche in Neuenschwand. Über den Wasserweg, dem Wald und der Waldstraße ging es zurück zum Ausgangspunkt. Im Pfarrhaus lockten Kaffee und Kuchen sowie Erfrischungsgetränke die „Wanderer“ an. Und auch hin und wieder eine Wespe hatte sich dazugesellt und bot auch Gesprächsstoff über die derzeitigen Invasionen der Plagegeister.

Pfarrer Johann Trescher freute sich über die Unterstützung des Projekts und dankte allen Teilnehmern und Sponsoren.


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