Pfarrhof erhielt kirchlichen Segen.

Pfarrhof erhielt kirchlichen Segen.

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Das Pfarrhaus steht nicht nur im Herzen von Bodenwöhr, sondern stand am Sonntag tatsächlich im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Pfarrer Johann Trescher wusste darum und lud am Nachmittag zum Tag der offenen Tür, bei dem die Bevölkerung Gelegenheit erhielt, die Räumlichkeiten in Augenschein zu nehmen. Einige nahmen zuvor an der kirchlichen Segnung teil.

Domvikar Andreas Albert und Pfarrer Johann Trescher zelebrierten den Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Barbara. Die musikalische Gestaltung erwies sich als sehr vielfältig, mit Beiträgen des Kirchenchores, Franz Stangl an der Orgel und Richard Hauser an der Posaune, unter der Gesamtleitung von Eva Blommer.

Domvikar Andreas Albert stellte einen Bezug her zwischen dem Tagesevangelium vom Feigenbaum, der keine Früchte trug, und der Segnung des Pfarrhauses und dem Bemühen der Pfarrgemeinde. Hegen und pflegen will der Gärtner diesen scheinbar nutzlosen Feigenbaum, damit er doch noch Früchte hervorbringen kann. So sorgsam soll die Pfarrgemeinde mit ihrem Glauben umgehen, damit auch er Früchte trage. Die Errichtung des Pfarrhauses sei in die Zukunft gerichtet. Mit ihren Anliegen können die Menschen zu ihrem Pfarrer kommen. „Wir gehören zusammen und miteinander schaffen wir das, wenn wir den Glauben etwas wert sein lassen.“ In Anbetracht der aktuellen Situation mit den Flüchtlingen mahnte er: „Wenn man die eigenen religiösen und kirchlichen Wurzeln nicht kennt wird man untergehen.“ Gerade die österliche Bußzeit könne dazu genutzt werden, sein Verhalten zu überdenken. Jeder kleine Beitrag, den Menschen leisten, trage zum Gelingen des gemeinsamen Miteinanders bei.

„Dieser Tag soll in erster Linie ein Tag des Feierns, des Dankes und der Begegnung sein. Mit dem neuen Pfarrhaus der Pfarrgemeinde St. Barbara können wir heute ein zukunftsweisendes Projekt für die Pfarrgemeinde und die Pfarreiengemeinschaft einweihen und seiner Bestimmung übergeben“, betonte Kirchenpfleger Karl. Zwerenz kurz vor der Segnung des Pfarrhauses. Nach knapp einjähriger Bauzeit sei es bis auf die Außenanlagen fertiggestellt. Pfarrer Johann Trescher ließ offen, wann er umzieht. Bislang lasse sein überquellender Terminkalender diesen Einzug noch nicht zu. „In den nächsten Wochen“, meinte er, und „so müssen mich halt die Schwandner noch ertragen“ scherzte er. Der Ortsgeistliche dankte seinen beiden Vorgängern, Pfarrer Josef Groß und Pfarrer Konrad Friedrich, die den finanziellen Grundstück für diesen Bau gebildet hatten. Vom alten Pfarrhof ist die Statue der Heiligen Barbara geblieben, die nun einen Ehrenplatz vor dem Eingang des neuen Domizils erhalten hat.

Bürgermeister Richard Stabl wies auf die Nachbarschaft hin, bedingt durch das in unmittelbarer Nähe gelegene Verwaltungsgebäude der Gemeinde und überreichte einer alten Tradition entsprechend Brot und Salz.

Architekt Andreas Hottner beschrieb das Pfarrhaus: Das halböffentliche Gebäude, zweigeschossig mit den Amtsräumen, dem Wohnbereich von Pfarrer und Haushälterin, füge sich gut in das Ortsbild ein. Am Nachmittag nutzten Pfarreiangehörige und Gäste von außerhalb die Gelegenheit, sich selber ein Bild von den Räumlichkeiten zu machen. Hottner übergab an Pfarrer Trescher den symbolischen Schlüssel für die offizielle Übergabe.

Anna Schafbauer und Rosa Braun vom Kirchenchor überraschten Pfarrer Trescher mit einem Präsent und zeigten so ihre Dankbarkeit für sein stets offenes Ohr für die Belange des Chores.

Domvikar Andreas Albert spendete der Statue der Heiligen Barbara und dem Pfarrhaus den kirchlichen Segen. Mit Weihwasser zeichnete er das Christus mansionem benedicat an die Haustüre, genauer „20 C + M + B 16“, das für das „Christus segne dieses Haus“ steht.

Nach dem Besichtigen der Räume am Nachmittag brauchte niemand auf seinen Sonntagskaffee mit Kuchen verzichten. Der Pfarrgemeinderat hatte im benachbarten Pfarrheim die Tische geschmackvoll eingedeckt und wartete mit einem reichhaltigen Kuchenbuffet auf.

 


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