Fahndung nach Tierquäler: Am Sonntag schoss ein Unbekannter offenbar aus unmittelbarer Nähe mit Armbrustpfeilen auf Wildschweine im Gehege beim Waldhaus in der Gemeinde Ursensollen. Die Tat wurde vermutlich zwischen 14.30 und 15.30 Uhr begangen, da sich die zwölf jungen und fünf erwachsenen Wildschweine in der Zeit direkt am Eingang des Areals am Futterhaus befanden. Ein junges Tier wurde von einem Pfeil getroffen. Der Wildschweine-Halter erschoss daraufhin das verletzte Tier. Mittlerweile wurden drei Pfeile mit einer Länge von etwa 16 Zentimetern im Gehege gefunden. Die Polizeiinspektion Amberg hat die Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz aufgenommen und bittet unter der Telefonnummer 09621 8900 um Hinweise zu der Tat. Um die Suche nach dem Täter zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung und Überführung des Tierquälers führen. Möglicherweise waren mehrere Personen an der Tat beteiligt. Zeugen, die sachdienliche Informationen beisteuern können, haben ebenfalls die Möglichkeit, sich telefonisch unter 01520 7373341 oder per Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an PETA zu wenden – auch anonym.

„Bitte helfen Sie mit, diese brutale Tat aufzuklären“, so Judith Pein im Namen von PETA Deutschland e.V. „Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Tiere müssen vor derartigen Übergriffen geschützt werden.“

Täglich werden Fälle von Tierquälerei in Deutschland aufgedeckt. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“

Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwälte, Richter, Polizeibeamte und Sozialarbeiter dient.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von Tierquälerei aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.