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Plädoyer für umsteigefreie Anbindung der Regensburger Stadtbahn ans Umland

3 Minuten Lesezeit (503 Worte)
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Burglengenfeld/Regensburg. Aus Sicht der bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) besteht zusätzlicher Bedarf an Verbindungen von Burglengenfeld über Maxhütte-Haidhof und den Landkreis Regensburg nach Regensburg. Dies teilt Jan Maschek, Vorstand der IG historische Straßenbahn Regensburg e.V., am Donnerstag mit und bezieht sich auf eine Sitzung des Schwandorfer Kreisausschusses.


Entgegen bisherigen Annahmen, dass das Regensburger Umland zu zersiedelt sei, um die Stadtbahn umsteigefrei ans Umland anzubinden, erkenne die BEG nun einen zusätzlichen Bedarf auf den nach Regensburg zulaufenden Bahnstrecken, hier aktuell auf der Bahnstrecke nach Burglengenfeld.

Der Kreisausschuss des Landkreises Schwandorf empfahl am Montag dem Kreistag auf Grundlage des BEG-Gutachtens, welches einen zusätzlichen Bedarf und Nutzen auf den Gleisen von Burglengenfeld über Maxhütte-Haidhof durch den Landkreis Regensburg bis zur Stadt Regensburg klar herausarbeitet, nun diese Reaktivierungsbemühungen zwischen Burgelengenfeld und Regensburg weiter voranzutreiben.

"Für uns ist das ein ganz wichtiges Projekt", hatte zuvor Landrat Thomas Ebeling (CSU) gesagt. Das könne ein Beitrag sein, um die Autobahn und den Bahnhof Maxhütte zu entlasten.


Tipps und Trends für Sie

Im Komobile-Gutachten für die Stadtbahn Regensburg wird ebenfalls eine umsteigefreie Anbindung der Stadtbahn an das DB-Netz empfohlen: 

1.) Im tabellarischen Vergleich werden bei einer Regionalstadtbahn keinerlei Nachteile benannt (Gutachten Seite 30)

2.) Im Schlusswort heißt es, dass langfristig eine Regionalstadtbahn möglich sei

Jan Mascheck, 1. Vorsitzender der IG Historische Straßenbahn, freut sich sehr und empfiehlt: „Wenn man also jetzt die Erkenntnis der BEG hat, dass ein zusätzlicher Bedarf auf den Umlandschienenstrecken in Richtung Regensburg vorhanden ist, möchte man in 20 Jahren nicht die ganze Stadtbahn wieder aufreißen und dann alles auf Regionalstadtbahn umbauen. Das bedeutet, man muss Spurweite, Schienenprofile, Lichtraumprofile, Bahnsteighöhen und Längen gleich so mit planen, dass sie auch EBO-Ansprüchen genügen, was im Übrigen die Investition nicht verteuert, man bekommt es quasi ‚geschenkt', wohingegen ein nachträglicher Umbau in 20 Jahren extrem teuer wäre."


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Viele Kreisräte im Landkreis Regensburg und im Landkreis Schwandorf sowie viele Stadträte der Stadt Regensburg unterstützen laut Maschek dieses Unterfangen. Auch das.Stadtwerk Mobilität (SMO) stehe einer solchen umsteigefreien Anbindung des Umlandes an die Stadtbahn Regensburg positiv gegenüber.

Robert Wittek-Brix von der Verkehrsplanungsagentur LTE GmbH in Heidelberg fügt hinzu: „Es gibt mittlerweile günstige Hybridfahrzeuge, die sowohl auf Straßenbahngleisen als auch auf Eisenbahngleisen mit oder ohne Oberleitung fahren können in Serie, wie man in Chemnitz oder Kassel sehr gut sehen kann. Gerade haben sich auch eine Vielzahl an Städten zu einem Konsortium zusammengeschlossen und eine gemeinsame Ausschreibung eben solcher Hybrid-Leichttriebwagen in Auftrag gegeben, um die Einkaufspreise solcher Fahrzeuge weiter zu senken, sie sind mittlerweile zu fast den gleichen Kosten wie Stadtbahnfahrzeuge zu haben und wesentlich billiger, leichter und umweltfreundlicher als Vollbahnfahrzeuge, die von der Eisenbahn auf den Eisenbahngleisen eingesetzt werden.

Die Vorteile liegen auf der Hand: a.) die Fahrzeuge sind nicht teurer, b.) das Umland kann so angebunden werden, dass in Regensburg der Stau verschwindet, c.) die BEG hat den Bedarf und die Förderfähigkeit bestätigt, d.) die Berücksichtigung von EBO-Merkmalen (Eisenbahnbetriebsordnung) bei der Planung und dem Bau der Stadtbahn ist nicht teurer, kostenneutral wie die Planung ohne EBO und e.) ein späterer Umbau in der Stadt Regensburg ist nur zu horrenden Kosten nachträglich möglich."

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