Jakob-Michael Drei Dinge muss ein Slammer beachten: Der Text muss selbst verfasst sein und darf nicht länger als sieben Minuten dauern. Und Hilfsmittel sind nicht erlaubt.

Schwandorf. Michael Jakob ist der Szenen-Star unter den bayerischen Profi-Slammern. Beim Auftritt in der Stadtbücherei bewies er sein Entertainer-Talent. Die Volkshochschule hatte den Theaterpädagogen aus Zirndorf für den ersten „Poetry Slam" in Schwandorf engagiert. Am Wettstreit der Autoren beteiligten sich acht „Slammer", darunter auch die Schwandorferin Nele von Glasow.

Die Volkshochschule richtete den „Poetry Slam" zusammen mit der Stadtbibliothek im Rahmen der „Literaturtage im Oberpfälzer Jura 2019" der Landkreise Regensburg, Neumarkt und Schwandorf aus. Michael Jakob ist Lehrbeauftragter für dieses Format an der Technischen Hochschule Nürnberg und der Hochschule Coburg. Er erklärte vorab die Spielregeln. Der Beitrag muss selbst verfasst sein und darf nicht länger als sieben Minuten dauern. Beim Vortrag sind keinerlei Hilfsmittel wie Bühnenbilder oder Instrumente erlaubt. Das Motto des Abends war: „Poesie statt Hetze".


Mit einer "Hass-Rede" auf das Papier gab Michael Jakob eine Kostprobe. Was wäre der Menschheit ohne das auf Papier geschriebene Wort doch erspart geblieben. Man stelle sich vor, das „Buch der Bücher" wäre nur mündlich überliefert worden. Wie leicht ließe sich das Postulat der Monogamie dann abändern,

Abwechslung war garantiert, denn jeder Autor widmete sich einem anderen Thema. Es ging um Hetze in den sozialen Medien und um Stress mit den Mitmenschen. Lokalmatador Nele von Glasow thematisierte zum Beispiel den Stress mit dem Fahrlehrer beim Einparken. Das Publikum vergab jeweils Punkte von eins bis zehn und stimmte damit über den Gesamtsieger ab.