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Regensburg. Steigenden Inzidenzen zum Trotz musste die Polizei in der Nacht auf Sonntag zwei Corona-Partys auflösen. Einmal ging es dabei um Eichel, Herz, Schellen und Gras, einmal nur um Letzteres.

Am 13.03.2021 erhielt die Polizei gegen 22.30 Uhr einen Hinweis darauf, dass sich in einer öffentlichen Parkanlage im Stadtnorden eine unzulässig große Personengruppe zusammengerottet hatte, die zudem durch den Betrieb von überlauten Motorrollern störend auffiel. Als die PI Nord mit fünf Beamten sowie mit Unterstützung eines Hundeführers an die eng zusammenstehende Personengruppe herantrat, konnten drei Jugendliche kontrolliert werden, während weitere vier Personen zunächst in die Nacht hinaus fliehen konnten. 

Die Beamten nahmen die Spur der Flüchtigen auf und konnten sie am Flachlberg wieder antreffen. Dort flüchteten die vier Jugendlichen erneut, konnten jedoch alsbald von den Beamten in diversen Verstecken aufgestöbert werden. Weil ein besonders renitenter Jugendlicher erneut fliehen wollte, musste er festgehalten und zunächst am Boden fixiert werden. Alsbald ergaben sich Hinweise darauf, warum diese Gruppe die Flucht ergriffen hatte, denn in der Luft ihres vorherigen Treffpunktes waberte noch der Geruch von Marihuana. 

Insgesamt wurden vier männliche und drei weibliche Jugendliche im Alter zwischen 16 und 18 Jahren ermittelt, die allesamt eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz erwartet. Die deutschen und rumänischen Staatsangehörigen wohnen im ganzen Stadtgebiet Regensburg und im nördlichen Landkreis. Zu ihrem Pech hatten sie sich gerade diese Parkanlage im Stadtnorden für ihre illegale Raucherrunde ausgesucht. 

Bei einer Absuche ihres Fluchtweges mittels Rauschgifthund konnten zwar keine Drogen aufgefunden werden, jedoch wird auch der offensichtliche Drogenkonsum am Einsatzort eine rechtliche Würdigung finden. Auch die überlauten Motorroller werden sich die Kollegen noch genauer ansehen. Allen Betroffenen wurde ein Platzverweis erteilt und die Eltern der Minderjährigen wurden verständigt.

Gegen 1 Uhr erhielt die Polizei dann einen Hinweis darauf, dass sich in einem Garten in der Konradsiedlung eine unzulässig große Personengruppe vieler verschiedener Haushalte zusammengefunden habe und dort außerdem ungeniert Lärm verursache. Als die Polizei mit mehreren Beamten dem Hinweis nachging, konnten sie in einer privaten Gartenhütte mehrere Gruppen von Kartenspielern antreffen: Sechs männliche, bulgarische Staatsangehörige im Alter von 40 bis 60 Jahren, die aus sechs verschiedenen Haushalten aus Regensburg und dem nördlichen und südlichsten Oberpfälzer Umland stammten. Allen Betroffenen wurde ein Platzverweis erteilt. Alle sechs Männer erwartet eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz, die eine empfindliche Geldbuße beinhalten dürfte.