Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg beteiligte sich am 24-Stunden-Blitzmarathon

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Am Mittwoch (19.04.2017) beteiligte sich auch die Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg im Rahmen des bayerischen Verkehrssicherheitsprogramms 2020 „Bayern mobil - Sicher ans Ziel“ an dem bayernweit angekündigten 24-Stunden-Blitzmarathon, Teil eines von TISPOL (Traffic Information System Police) organisierten europaweiten „Speed-Marathons“. Dazu hatten die Ordnungshüter, auch mit Unterstützung von jungen Beamtinnen und Beamten der Bereitschaftspolizei aus Nürnberg, auf der Staatsstraße 2164 im Gemeindebereich Illschwang bei Pesensricht eine Mess- und Kontrollstelle eingerichtet.

Ziel dieser Kontrollaktion war es unter anderem, bei den Bürgern eine nachhaltige Verhaltensänderung im Hinblick auf die Einhaltung bestehender Geschwindigkeitsregeln zu erreichen. Langfristig soll damit das Geschwindigkeitsniveau insbesondere auf Landstraßen gesenkt werden.
Nach wie vor zählt die Geschwindigkeit zu den Hauptunfallursachen bei folgenschweren Verkehrsunfällen, wie die erst jüngst veröffentlichte Verkehrsunfallstatistik deutlich belegt. 

So mussten während der vierstündigen Kontrollaktion am Vormittag insgesamt fünf Fahrzeugführer, neben Autofahrern auch zwei Lastwagenfahrer, wegen Geschwindigkeitsverstößen beanstandet werden. Die höchstgemessene Geschwindigkeit erzielte gegen 09:40 Uhr ein Firmen-Pkw aus dem benachbarten Landkreis Neumarkt. Er war laut Lasermessung mit 139 km/h bei einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h auf der Staatsstraße unterwegs, knapp „vorbeigerauscht“ an einem Fahrverbot. Nur in einem Fall konnten es die Ordnungshüter bei der Aussprache einer gebührenpflichtigen Verwarnung in Höhe von 30 Euro belassen, auf die Übrigen kommen Bußgeldverfahren mit Ahndungssätzen zwischen 70 und 120 Euro zu, zuzüglich auch Punkte im Fahreignungsregister.

Bei der knapp zweistündigen Kontrollaktion am Nachmittag gerieten an gleicher Stelle zwei Lkw-Fahrer mit jeweils knapp 90 Stundenkilometern in den Focus der Ordnungshüter, ein spanischer Berufskraftfahrer musste vor der Weiterfahrt eine Sicherheitsleistung in Höhe von 123,50 Euro hinterlegen. 

Während der Kontrollen suchten die Beamten das Gespräch mit den Kraftfahrern. Dabei wurden insbesondere die aus einem Fehlverhalten resultierenden Risiken mit den betroffenen Kraftfahrzeugführern erörtert. Und so galt diese Verkehrsüberwachungsmaßnahme nicht einem erkennbaren Unfallbrennpunkt, sondern der Generalprävention. Schwere Unfälle häufen sich nämlich nicht nur an bestimmten Stellen, sondern verteilen sich über das gesamte Straßennetz - auch das belegen die Erkenntnisse aus der Verkehrsunfallstatistik.

Ein Lob sei an dieser Stelle auch den mehreren Hundert Autofahrern ausgesprochen, die in dieser Zeit die Mess- und Kontrollstellen passierten, ohne beanstandet werden zu müssen. Unter den Beanstandeten war erfreulicherweise auch kein Bewohner des Landkreises Amberg-Sulzbach.                                    

Auch zukünftig wird die Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg weiterhin Geschwindigkeitskontrollen in ihrem Schutzbereich durchführen, auch unangekündigte.