Radler wallfahrten in Franken

Radler wallfahrten in Franken

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Eichstätt/Würzburg. Die traditionelle Radlerwallfahrt des DJK–Diözesanverbandes Eichstätt führte heuer zum Käppele nach Würzburg. Knapp 60 Teilnehmer aus der gesamten Diözese bewältigten den Weg von der Wallfahrtskapelle Käppele in Würzburg rein per Muskelkraft mit ihren Fahrrädern in der Gemeinschaft des Eichstätter Sportverbandes Deutsche Jugendkraft (DJK) zurück zum Rothsee-Bahnhof. Die circa 150 Kilometer lange - teilweise auch anspruchsvolle - Wegstrecke bewältigten die geübten Hobbyradler unfallfrei bei bester Stimmung und gutem Teamgeist.

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Trotz rechtzeitiger Abreise mittels Reisebus und Fahrradanhänger vom Bahnhof Allersberg/Rothsee war es aufgrund verkehrsbedingter Behinderungen eine Herausforderung, rechtzeitig in Würzburg anzukommen. Dennoch schafften es alle Wallfahrer, gerade noch pünktlich zum Gottesdienst um 9.30 Uhr in der malerisch eingebetteten Wallfahrtskapelle Käppele zu erscheinen. Nach der feierlichen Messe wurden die Räder startklar gemacht, dabei konnte Organisator Werner Mederer auch die 19 Neuzugänge herzlich willkommen heißen und auf die notwendige Disziplin und das verantwortungsvolle Verhalten während der Wallfahrt hinweisen.

Bei bestem Radlerwetter ging es nun steil ins idyllische Maintal hinab und auf dem Sebastian-Kneipp-Steg über den Main. Alle Radlerwallfahrer traten stramm in die Pedale, sodass mainaufwärts schon bald die Orte Ochsenfurt und Marktbreit erreicht wurden. War es bis hierher eine sehr leichte, ebene Radstrecke, so gestaltete sich die Etappe über Iffigheim zum Mittagsziel Bullenheim aufgrund der hügeligen Landschaft als durchaus anspruchsvoll. Eine Stärkung bei der Winzerfamilie Schmidt kam hier gerade recht.

Mit neuen Kräften radelte die Großgruppe weiter durch die unterfränkische Weinlandschaft über Ippesheim nach Reusch und Weigenheim nach Herbolzheim. Ab hier ging es über Feldwege zur „St. Michaels Kapelle“ auf einer Anhöhe bei Kaubenheim. Nikolaus Schmidt, Präsident des DJK Diözesanverbandes Eichstätt, begrüßte dort die eifrigen Radler und begleitete die Wallfahrtsgruppe zur Abendandacht, die Pfarrer Richard Herrmann als Geistlicher Beirat des Eichstätter Sportverbandes gestaltete. Im Anschluss referierte Kirchenpfleger Seemann über die Michaels-Kapelle und die Region um Ipsheim/Kaubenheim.

Nach circa zehn Minuten Weiterfahrt auf den Drahteseln wurde das Übernachtungsdomizil "Gasthaus Goldener Hirsch" im bekannten Weinort Ipsheim erreicht. Endlich war genügend Zeit, um sich zu erholen und zu stärken und einen gemütlichen Abend in der Atmosphäre der wohlvertrauten DJK-Gemeinschaft zu verbringen.

Die Weiterfahrt der Radlerwallfahrer zur Morgenandacht an der Weinbergkapelle im Ipsheimer Weinberg wurde am zweiten Tag leider etwas durch den einsetzenden Nieselregen erschwert. Zudem war nun auch die heftigste Steigung - steil hinauf zur Burg Hoheneck - zu überwinden. Die sonst herrliche Aussicht war durch das trübe Regenwetter sehr eingeschränkt, was aber die gute Stimmung der Radler nicht trüben konnte. Auf einem schmalen Wanderweg ging es weiter zur Aurachquelle - über einen idyllischen Mühlenweg wurde schon bald Wilhermsdorf und die hiesige Kirche "St. Michael" erreicht. Dort zelebrierte der Geistliche Beirat Pfarrer R. Herrmann mit der Radlergemeinschaft einen festlichen Gottesdienst. In der Predigt betrachtete Pfarrer R. Hermann das Fahrrad als Beispiel für eine christliche Gemeinschaft.

Nächstes Ziel war der Ort Oberreichenbach und das dortige Gasthaus Seefried. Nachdem alle Teilnehmer der Radlerwallfahrt gut gespeist hatten, wurde die Radtour über Ammerndorf, Roßtal und Buchschwabach fortgesetzt. Schon bald war nun der Heimatlandkreis vieler Teilnehmer - Landkreis Roth - erreicht, nachdem als nächstes Etappenziel die kreisfreie Stadt Schwabach von den Radlerfreunden angesteuert wurde. Teils verwinkelten Gässchen und Straßen folgend, wurde die Stadt Schwabach durchquert und Penzendorf erreicht. Hier ging es über die Rednitz zur Kaffeepause nach Schaftnach. Nachdem die Radlergruppe mit Kaffee und Kuchen in einem separaten Saal der Gaststätte Döllinger bestens bewirtet wurde, endete der offizielle Teil dieser - für viele Beteiligten unvergesslichen -Radlerwallfahrt.

Geistlicher Beirat Pfarrer Richard Hermann brachte abschließend Gedanken und Gebete zur Radlerwallfahrt ein und bedankte sich beim Organisationsteam und den vielen Helfern, ohne die eine solches Gemeinschaftserlebnis nicht möglich wäre. Abschließend sprach auch Organisationsleiter Werner Mederer allen Beteiligten Worte des Dankes aus und lobte den guten Gemeinschaftsgeist, der sich auch heuer erneut gezeigt hat.


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