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Raubüberfall in Sinzing: Fahndungserfolg der Polizei

Raubüberfall in Sinzing: Fahndungserfolg der Polizei

2 Minuten Lesezeit (490 Worte)

Im Zusammenhang mit dem Raubüberfall Mitte September auf ein Ehepaar in Sinzing hat die Polizei Regensburg nun vier Tatverdächtige festgenommen. Die Männer im Alter zwischen 24 und 28 Jahren stammen aus den Landkreisen Deggendorf und Dingolfing-Landau. Bei einer Pressekonferenz wurden außerdem neue Details zum Tathergang bekannt gegeben.

Mit Stolz verkündeten die Beamten der Kriminalpolizei Regensburg am Mittwoch bei einer Pressekonferenz ihren Fahndungserfolg: Vier Männer wurden im Zusammenhang mit dem Raubüberfall Mitte September auf ein Ehepaar in Sinzing festgenommen. Der Zugriff fand schon am 9. November statt.

Die Männer waren zwischen 24 und 28 Jahre alt und wohnhaft in den Landkreisen Deggendorf und Dingolfing-Landau. Ermittelt wurden die Männer durch die intensive Recherche der Sonderermittlungsgruppe „EG Fliederweg“.

Einer der Männer ist gebürtiger Niederbayer, die anderen stammen aus den ehemaligen Ostblock-Staaten. Die Männer waren polizeilich bekannt, jedoch noch nie in einen so schwerwiegenden Fall verwickelt, wie den des Sinzinger Ehepaares.

Die Tatverdächtigen hatten sich widerstandlos in ihren Wohnungen festnehmen lassen und zeigten sich bei den Ermittlungen kooperativ. Sie befinden sich derzeit in vier verschiedenen Justizvollzugsanstalten.

Zunächst war man von drei Tätern ausgegangen. Der vierte war, nach Angaben der Polizei, der Fahrer des Fluchtwagens.

Bei der Durchsuchung der Wohnungen fanden die Beamten unter anderem eine Pistole und mehrere, sogenannte „Anonymous Masken“. Diese hatten die Täter, nach Beschreibung des Ehepaars, bei dem Überfall getragen.

Auch Hinweise aus der Bevölkerung waren ausschlaggebend für den Erfolg der Ermittlungen, betonte Franz Schimpel, Leiter der Kripo Regensburg. Insgesamt neun Hinweise halfen den Ermittlern, wobei zwei von diesen besonders für die Fahndung nach dem Fluchtfahrzeug der Täter hilfreich waren.

 

Schimpel rief die Bevölkerung auf, sich mehr an Ermittlungen zu beteiligen. Auch kleine Hinweise seien hilfreich. „Nur so kann es gelingen, solche Taten zu klären“, betonte Schimpel und forderte im gleichen Atemzug: „Wir brauchen die Vorratsdatenspeicherung“.

Die vier Tatverdächtigen erwartet nun wohl, wegen schweren Raubs und mittlerer Körperverletzung, eine Haftstrafe zwischen fünf und 15 Jahren.

Die Ausgangslage: Am 16. September 2016 wurde in Sinzing bei Regensburg ein Ehepaar im eigenen Haus überfallen. Der 39-jährige Ehemann hatte nach dem Läuten der Klingel die Türe geöffnet. Vor der Türe erwarteten ihn allerdings keine Nachbarn, sondern zwei maskierte Männer und hielten ihm eine Pistole ins Gesicht.

Während die beiden Unbekannten den Mann in Schach hielten, bedrohte ein weiterer Täter die 38-jährige Ehefrau.

Die drei Männer zwangen nach neuen Erkenntnissen die Ehefrau unter Androhung von Gewalt dazu den Safe zu öffnen. Dabei erbeuteten sie Bargeld im Wert von ca. 35.000 Euro, sowie Gold und Schmuck. Anschließend wurde das Ehepaar gefesselt und im Haus zurückgelassen.

Die Täter flüchteten mit dem Auto des Ehepaares, ließen dieses aber ca. 500m vom Haus entfernt stehen. Sie wechselten hier in das Fluchtfahrzeug, welches schließlich zum Fahndungserfolg führte.

Das Ehepaar konnte sich in dieser Zeit selbst von den Fesseln befreien und verständigte die Polizei. Die sofort eingeleitete Großfahndung blieb vorerst ohne Ergebnis.

Nach Angaben des Ehepaares waren die drei Täter maskiert und dunkel gekleidet. Die Männer sprachen nur gebrochen deutsch.

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