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Preisträger beim Wettbewerb „Innovative Suchtprävention vor Ort“

Preisträger beim Wettbewerb „Innovative Suchtprävention vor Ort“

3 Minuten Lesezeit (690 Worte)

Einziger bayerischer Preisträger - Need NO Speed erreicht den 2. Platz beim 7. bundesweiten Wettbewerb „Innovative Suchtprävention vor Ort“.

Weiden/Berlin – Am 22.06.2016 nahmen die Landkreise Neustadt a. d. Waldnaab und Tirschenreuth sowie die Stadt Weiden mit der Initiative Need NO Speed an der Preisverleihung des 7. bundesweiten Wettbewerbs: „Innovative Suchtprävention vor Ort“ in Berlin teil. Need NO Speed erreichte den 2. Platz und nahm somit ein Preisgeld in Höhe von 6.000 € mit nach Hause. 

Die Initiative Need NO Speed nahm am 7. bundesweiten Wettbewerb „Innovative Suchtprävention vor Ort“ teil. Der Wettbewerb geht von der „Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung“ (BZgA) aus. 

Prämiert wurden vorbildliche Strategien kommunaler Suchtprävention. Mit dem Projekt „Need NO Speed“ bewarben sich die Landkreise Neustadt a. d. Waldnaab und Tirschenreuth sowie die Stadt Weiden hierfür gemeinsam. Der Aufwand hat sich gelohnt. Thomas Bauer, Leiter der Kriminalpolizeiinspektion Weiden, Gerhard Krones, ehem. Leiter der Caritas Fachambulanz für Suchtfragen, Theresa Sowa, Stadtjugendring Weiden, Jürgen Preisinger, Vors. Kreisjugendring Tirschenreuth in Vertretung für den Landkreis Tirschenreuth, Martin Neumann, Geschäftsführer Kreisjugendring Neustadt in Vertretung für den Landkreis Neustadt a. d. Waldnaab, Tobias Reichelt, in Vertretung für die Stadt Weiden und Claus Kallmeier, Angehöriger der Kriminalpolizeiinspektion Weiden nahmen am 22.06.2016 an der Preisverleihung in Berlin teil. 

Bundesweit gingen 68 Bewerbungen bei der BZgA ein, die dort in drei Kategorien aufgeteilt wurden. In der Kategorie Landkreise, in der 30 Projekte bewertet wurden, 12 davon aus Bayern, erreichte Need NO Speed den 2. Platz. 

Need NO Speed erfüllte viele wichtige Kriterien für den Wettbewerb.  

Begründung der Jury: Das Projekt fokussiert in vielfältiger Weise auf den bislang noch wenig einbezogenen Suchtstoff Crystal Meth und ist daher innovativ. Die Teilprojekte zeigen eine Mischung aus verbreiteten Ansätzen (Vorträge sowie Gespräche) und innovativen Ideen, wie die grenzüberschreitenden Aktivitäten, das Elternwochenende für suchtbetroffene Familien, die Einrichtung einer Präventionsstelle und Kinospots. 

Das Projekt besticht zudem durch ein umfängliches Einbeziehen verschiedener Akteure und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Neue Zugangswege zu den Zielgruppen werden u.a. durch Kooperationen, wie mit dem Projektpartner „Das Magische Projekt“ (Verknüpfung von Jugendkulturarbeit und Alltagsbegleitung in belastenden Lebenssituationen), mit der Ostbayerischen Technischen Hochschule (Filmprojekt des Studienganges Medientechnik), dem Landestheater Oberpfalz und dem Jugendmedienzentrum Oberpfalz Nord T1 (grenzüberschreitende Umsetzung medialer Ideen von Jugendlichen), beschritten. In der grenzüberschreitenden Kooperationsarbeit wie auch in einzelnen Veranstaltungen werden kultursensible Ansätze verfolgt, so wurden beispielsweise Informationsveranstaltungen gezielt für russischsprachige Eltern und Angehörige durchgeführt.

v.li: Dr. Heidrun M. Thaiss, Leiterin BZgA, Hermann Gröhe, Bundesminister für Gesundheit, Claus Kallmeier, Reiner Meier MdB, Martin Neumann, Thomas Bauer, Tobias Reichelt, Theresa Sowa, Gerhard Krones, Jürgen Preisinger, Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Dr. Monika Kücking, Abteilungsleiterin   © Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Köln

Gesundheit GKV‐Spitzenverband

Das Projekt schafft einen Spagat zwischen gemeinschaftlichem Handeln und Eigeninitiative der Partner, die wegen des gemeinsamen Ziels miteinander arbeiten wollen. Gleichzeitig wurde das Projekt nicht organisatorisch überfrachtet, entwickelte aber dennoch Verbindlichkeit unter den Partnern. Wichtig hierfür war das projektinterne Handbuch, das die gemeinsame Arbeit und die Verfahren im Team regelte. Zudem schafft ein gemeinsames Branding einen Wiedererkennungseffekt in der Öffentlichkeit. 

Preisgeld wird für weitere Projekte verwandt

Need NO Speed gewann den 2. Platz und somit ein Preisgeld von 6.000€. Das Preisgeld verwendet Need NO Speed für aktuelle Projekte, wie z.B. ein Theaterprojekt mit der Max‐Reger‐Schule Weiden und „Das Magische Projekt e. V.“. Des Weiteren sind langfristige Schulprojekte in Vorbereitung - z.B. mit der Realschule in Auerbach, aber natürlich auch mit Schulen aus der Region -  bei denen Need NO Speed die Schülerinnen und Schüler, Eltern und das Lehrerkollegium das gesamte Schuljahr über mit Angeboten zur Prävention mit dem Fokus Crystal Meth und Legal Highs berät und begleitet. Ebenso veranstaltet Need NO Speed auch in diesem Jahr wieder ein kostenloses Eltern‐ und Angehörigenwochenende für und mit Eltern drogenkonsumierender Kinder. 

Im Namen von Need NO Speed bedankte sich Thomas Bauer bei Andreas Meier, Landrat des Landkreises Neustadt a. d. Waldnaab, Wolfgang Lippert, Landrat des Landkreises Tirschenreuth und dem Oberbürgermeister der Stadt Weiden Kurt Seggewiß für das Vertrauen, Need NO Speed bei dem Wettbewerb ins Rennen geschickt zu haben.

Zudem bedankte er sich bei den politischen Verantwortungsträgern MdB Uli Grötsch, MdB Reiner Meier und MdB Albert Rupprecht, die Need NO Speed in den letzten Jahren tatkräftig unterstützt haben.

 

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