Reisen ohne Risiko - Gefahr einer Thrombose erkennen

Reisen ohne Risiko - Gefahr einer Thrombose erkennen

2 Minuten Lesezeit (405 Worte)

Mallorca, Portugal oder gleich in die Karibik: in den Sommerferien steigen wieder tausende Deutsche in den Flieger, um ein paar schöne Urlaubstage zu verbringen. Vor der entspannten Zeit am Strand steht aber erst einmal eine anstrengende Anreise – vor allem für unsere Venen.

Angeschwollene und schmerzende Beine nach stundenlangem Sitzen kennen wahrscheinlich die meisten. „Durch das Abwinkeln der Beine werden die Venen im Kniebereich geknickt und das Blut kann nur noch langsam fließen“, sagt Dr. Gary Haller, Sektionsleiter der Gefäßchirurgie an der Asklepios Klinik im Städtedreieck. Das sei zwar unangenehm, aber allein noch nicht gefährlich. Durch den niedrigen Luftdruck und die trockene Luft im Flugzeug dehnen sich die Gefäße jedoch aus. Das Blut wird dicker und fließt noch langsamer. Die Gefahr einer Thrombose steigt: dabei gerinnt das Blut, es bildet sich ein Blutpfropf, der die Gefäße verstopft. Im schlimmsten Fall kann er sich lösen, zur Lunge wandern und dort eine Lungenembolie verursachen. „Das kommt aber nur sehr selten vor“, beruhigt Dr. Haller. 

In Bewegung bleiben 

Um einer Thrombose vorzubeugen, hilft ein einfaches Mittel: Bewegung. Ist der Flug ruhig, sollten Reisende aufstehen und ein paar Schritte gehen. Aber auch angeschnallt im Sitzen kann man etwas für die Venen tun. Eine leichte Massage von den Knöcheln Richtung Knie oder pumpende Bewegung mit den Füßen regen den Blutfluss an. Durch die Arbeit der Beinmuskulatur wird das Blut in den benachbarten Venen nach oben zum Herzen gedrückt. „Neben den Übungen ist es wichtig, viel zu trinken; am besten Mineralwasser oder Fruchtsäfte“, rät der Sektionsleiter. Alkohol dagegen erweitert die Gefäße und fördert so das Thromboserisiko. Nicht jeder, der in ein Flugzeug steigt, ist allerdings gleich stark gefährdet. „Ältere Menschen, Schwangere, Raucher, frisch Operierte und Frauen, die die Anti-Baby-Pille nehmen, haben ein erhöhtes Risiko.“ 

Rat vom Facharzt 

Besonders aufpassen müssen Menschen, die bereits eine Thrombose hatten oder unter starken Krampfadern leiden. Ihnen empfiehlt Dr. Haller, vor einer längeren Flugreise einen Facharzt aufzusuchen. Der entscheidet, ob Hilfsmittel wie Stützstrümpfe oder Medikamente nötig sind. Die notwendigen Untersuchungen sind auch an der Asklepios Klinik im Städtedreieck möglich. Mit einer eigenen Abteilung für Gefäßchirurgie hat man sich dort auf akute und chronische Gefäßerkrankungen spezialisiert. Neben der Therapie von Thrombosen und Krampfadern gehören auch die Behandlung von Gefäßverschlüssen sowie Port- und Katheterimplantationen zum Spektrum. Den Ärzten stehen dafür verschiedene diagnostische Verfahren zur Verfügung. Ist eine Operation nötig, nutzen die Experten wenn möglich minimalinvasive Methoden mit kleinen Schnitten. So kommen die Patienten schnell wieder auf die Beine.


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