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Rettungsdienst_Mentoring_Kinder_Johanniter_Fabian_Kaiser Durch das Martinshorn, das flackernde Blaulicht oder auch die auffällige Uniform der Rettungssanitäter können vor allem jüngere Kinder schon mal verängstigt sein. Um „den Kleinen“ diese Angst zu nehmen haben die Johanniter in Ostbayern ein Rettungsdienst-Mentoring für Kindereinrichtungen gestartet. Bild: © Fabian Kaiser

Rettungsdienst-Mentoring für Kinder

2 Minuten Lesezeit (308 Worte)

Regensburg. Ein sehr lautes Martinshorn, nervös flackerndes Blaulicht und Menschen in auffälligen Uniformen und großen schwarzen Stiefeln, die zu Mama, Papa oder der Erzieherin laufen. Solch ein Szenario kann für Kinder im Vorschulalter oder jüngere Kinder schon mal beängstigend sein. Damit den Kindern diese Angst genommen wird, haben die Johanniter in Ostbayern ein Rettungsdienst-Mentoring für Kindereinrichtungen gestartet.

Vorab war ein grundlegendes und kindgerechtes Konzept für ein solches Rettungsdienst-Mentoring entwickelt und auch Urkunden und Geschenktüten für die Kleinen vorbereitet worden. In Absprache mit den pädagogischen Fachkräften haben die Johanniter dann einen passenden Termin in einer nahe gelegenen Johanniter-Kindereinrichtung gefunden.

Um zu sehen, wie die Kinder ein solches Mentoring annehmen und auch wie ein möglicher Ablauf aussehen könnte, sind die beiden Johanniter-Retter Ann-Katrin Fleißner und Martin Lehmann mit einem Rettungswagen zum Johanniter-Kinderhaus „Purzelbaum" in Regensburg gekommen. Die Kindergartenkinder durften dann, in zwei Gruppen aufgeteilt, einen umfangreichen Blick in das Einsatzfahrzeug werfen.

Gleichzeitig zeigten die beiden Retter den Kindern auch die verschiedenen Funktionen und Gerätschaften, die ein Rettungswagen dabei hat.

Außerdem gaben sie den Kindern Tipps, wie sie sich die Notfallnummer 112 gut merken können oder wie sich die Kinder verhalten sollen, wenn ein Rettungswagen im Notfall zur Hilfe kommt.

Besonders interessiert waren die Kinder an den Hilfsmitteln zur Intubation für Erwachsene und auch für Kinder – mit denen im Notfall mit einem teilinvasiven Eingriff freie Atemwege sichergestellt werden können.

Zum Abschluss bekam jedes Kind eine Urkunde und eine kleine Tüte mit ein paar Überraschungen von den Rettern überreicht.

„Es ist das eingetreten, was wir im Vorfeld gehofft hatten. Die Kinder sind ganz entspannt mit dieser neuen Situation umgegangen und haben auch super mitgemacht", resümierte Ann-Katrin Fleißner die Aktion als sehr gelungen.

Nach dem erfolgreichen Pilotversuch wollen die Johanniter an dem Programm festhalten. Künftig soll es dann regelmäßig ein Rettungsdienst-Mentoring für Kinder in Kindereinrichtungen geben und das nicht nur in Johanniter-Kitas.

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