RTG nun Schule ohne Rassismus

RTG nun Schule ohne Rassismus

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Das Regentalgymnasium hat sich zu Beginn des Schuljahres das Ziel gesetzt eine „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zu werden. Alle Voraussetzungen für diesen Titel wurden erfüllt. Am Freitag erfolgte die feierliche Ernennung im Beisein vieler Ehrengäste und der Schüler. Beim Unterhaltungsprogramm wurde noch einmal deutlich, wie wichtig dieses Bekenntnis gegen Gewalt und Diskriminierung ist.

Stellvertretender Schulleiter, Christian Schwab, sprach von einem wichtigen Tag für das RTG. „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, das sei eine Aussage, der man sich stellen wolle. Schwab zitierte Politiker mit ihren Aussagen rechter Gesinnung, sowie noch unter dem Eindruck des jüngsten Ereignisses in Nizza, bezog er klar Stellung gegen Gewalt und Hassparolen. Mit einer Unterschriftenaktion habe sich das RTG beworben für den Titel „Schule ohne Rassismus“. Voraussetzung für die Verleihung müssten sich mindestens 70 Prozent aller am Schulleben Beteiligter finden, die mit ihrer Unterschrift die Aktion unterstützen. Am RTG seien es sogar 81 Prozent gewesen, die ihre Selbstverpflichtungserklärung abgaben. Die Verleihung startete musikalisch. Zwischen 2013 und 2015 haben damalige Schüler im W-Seminar Musik und Geschichte in der Musik ihre Fahrt nach Auschwitz ihre Erfahrungen verarbeitet. Werke daraus präsentierten die ehemaligen Schüler Anna Heinrich, Max Müller, Christopher Trucks und Daniel Grill.

Die Schülersprecher Lea Butschbach, Michael Lößl und Valentin Mißlbeck meinten, dass sich der Aufwand gelohnt habe. Sie und Mitglieder der SMV sowie der Verbindungslehrer hatten das Projekt ins Leben gerufen und vorangetrieben. Mit dieser Auszeichnung allein sei es nicht getan. Jedes Jahr werde dazu ein Thema aufgegriffen und bearbeitet.  Die Selbstverpflichtung setze auf respektvollen Umgang, Gewaltfreiheit, Toleranz und Mut, füreinander einzustehen, keine Ausgrenzung. Nachhaltig werden in verschiedenen Projekten und Aktionen diese Themen weiterverfolgt. Bürgermeister Karl Bley meinte, dass die Verleihung die logische Schlussfolgerung des Handelns der letzten Jahre an der Schule sei. Auch freute er sich dabei über die Vernetzung der Schulen untereinander. Die Schülersprecher sagten, dass beim Rockkonzert am RTG 800 Euro erwirtschaftet wurde. Jeweils 400 Euro erhielt Barbara Vielberth-Baer für die Unterstützung des Rainbow-House of Hope in Uganda und Barb Trucks vom Helferkreis Asyl. Beide freuten sich sehr über den Geldsegen, der den beiden Organisationen zugutekommen werde.

Lisa Praßer, Vorsitzende des Bezirksjugendrings Oberpfalz, überbrachte die Auszeichnung. „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ sei ein europaweites Demokratie-Netzwerk und das größte Schulnetzwerk in Deutschland, betonte sie. Es existiere seit 1995, über 2.000 Schulen gehörten ihm an, in Bayern zirka 380 Schulen, in der Oberpfalz fast 70 Schulen. Seit Mai 2014 fungiere der Bayerische Jugendring als Träger der Landeskoordination Bayern. Die Regionalkoordinationsstellen seien nicht nur für Titelverleihungen zuständig, sondern organisieren auch Vernetzungstreffen. Der Bezirksjugendring Oberpfalz sei seit Herbst 2015 die Regionalkoordinierungsstelle für die Oberpfälzer Schulen. Jede Schule könne diesen Titel erwerben, wenn mindestens 70 Prozent aller Menschen, die in einer Schule lernen und arbeiten, unterschreiben und sich damit verpflichten, sich künftig gegen jede Form von Diskriminierung an ihrer Schule aktiv einzusetzen, bei Konflikten einzugreifen und regelmäßig Projekttage zum Thema durchzuführen. „Die Umsetzung des Titels ist eine andauernde Aufgabe“, so Praßer.

Vor kurzem fand ein Rockkonzert am RTG statt. Aus dem Erlös erhielten Lehrerin Barbara Vielberth-Baer und Barb Trucks vom Helferkreis Asyl jeweils den Betrag in Höhe von 400 Euro. (c) by Ingrid Schieder

Der Blaimer sagte, dass es eine große Ehre sei, als Pate fungieren zu dürfen. Er selber habe viele Jahre in einer Afro-Band gespielt und sei dabei immer wieder auf Rassismus gestoßen. „Informationen und Bildung seien der größte Feind des Rassismus“, betonte er. Als Geschenk überreichte er ein symbolträchtiges Transparent mit dem Titel „Hoamat“ und der Weltkugel drauf. Mit ihrem Titel „I mog’s bunt“, zog die Band das Publikum in seinen Bann. Schulleiterin Petra Weindl dankte allen für ihr Engagement.

 


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