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Interview mit Isabella Hübner – „Beatrice Hofer“ aus „Sturm der Liebe“.

Interview mit Isabella Hübner – „Beatrice Hofer“ aus „Sturm der Liebe“.

4 Minuten Lesezeit (879 Worte)

Unsere Fan-Star Reporter Sandra und Peter Gattaut aus Windischeschenbach besuchen jährlich die Dreharbeiten der erfolgreichsten Telenovela „Sturm der Liebe“ (ARD). Rechtzeitig zum Staffelwechsel konnten sie ein Telefoninterview mit Beatrice Hofer (Isabella Hübner) ergattern.

Die 50-jährige Isabella Hübner absolvierte ihre Schauspielausbildung zwischen 1993-1995 an der Schauspielschule Gmelin in München. Ihr erstes Engagement erhielt sie danach am Theater Heilbronn. Dort wurde ihr auch 1998 der „Kilianspreis“ der Stadt Heilbronn als beste Schauspielerin verliehen. Es folgten viele weitere Engagements an verschieden Theatern in ganz Deutschland. Den Durchbruch als TV-Schauspielerin schaffte sie 2004 als Dr. Lisa Busch in der Fernsehserie „Marienhof“. 8 Jahre verkörperte sie die Figur und übernahm nebenher Gastrollen in anderen TV-Produktionen wie u.a. „Die Fallers“, „Tatort“ oder „Hubert und Staller“.

2012 übernahm die gebürtige Münchnerin die Rolle der Jana Keller in der BR-Serie „Dahoam is Dahoam“, bevor sie im Juni 2015 als intrigante Beatrice Hofer den Cast der ARD-Telenovela „Sturm der Liebe“ bereicherte. Privat besitzt Isabella Hübner ein großes Herz für Tiere. Die bekennende Tierschützerin genießt nicht nur ihre knappe Freizeit gerne mit ihren beiden Hunden Sam und Tyson, sondern engagiert sich für Organisationen wie Animals United und für das Tierheim München. Damit nicht genug – Isabella Hübner ist auch als Künstlerin aktiv und hatte bereits mehrere Ausstellungen mit ihrer Serie „KÖRPERSPRACHE“ in der sie menschliche Emotionen, sowie abstrakte Körper in großen Wandreliefs darstellt (weitere Infos unter www.bellawiedl.com). Für den OK nahm sich Isabella spontan Zeit für ein Interview. 

Gattaut: Du kamst ja relativ spät zur Schauspielerei. War es schon immer dein Traum, vor der Kamera zu stehen?

Isabella Hübner: Nein, ich hatte lange Zeit mit diesem Beruf absolut nichts im Sinn. Erst als ich meinen ersten Ehemann öfters zu Theateraufführungen begleitete, entdeckte ich meine Leidenschaft für die Bühne und ich entschloss mich, eine Schauspielausbildung zu absolvieren. Dass es dann noch vor Abschluss meines Studiums mit einem Engagement am Theater in Heilbronn geklappt hat, verdanke ich dem damaligen Intendanten Klaus Wagner, der an mich geglaubt hat und als Mentor prägend für meine Theater- und spätere Schauspielkarriere wurde. 

Gattaut: Was für ein Typ Mensch ist deine Rolle der Beatrice Hofer bei „Sturm der Liebe“?

Isabella Hübner: Ich sehe Beatrice gar nicht nur als abgrundtief bösen Menschen. Sie hatte eine komplizierte Kindheit, ist ohne Liebe aufgewachsen und hat in ihrem Leben schon so manchen Rückschlag verkraften müssen. Natürlich entschuldigt das nicht ihre Intrigen, aber es macht ihr Handeln und Denken erklärbar. Ist sie überhaupt fähig zu lieben? Ich glaube ja - eben in Ihren Möglichkeiten. Sie ist auf jeden Fall eine in sich selbst verliebte Frau mit massiven Verlustängsten. Sie hat es nicht anders gelernt, als nach materiellen Werten zu streben, um Macht zu erlangen und Anerkennung zu bekommen. Natürlich ist Beatrice eine erfundene Figur - manche Eigenschaften findet man auch im realen Leben bei einigen Menschen wieder, aber einen ähnlich vielschichtigen Menschen wie Beatrice gibt es wohl nur in der Serie. Und das ist auch gut so. 

Gattaut: Du bist auch in der 12. „Sturm der Liebe“-Staffel wieder mit dabei. Wie sieht ein ganz normaler Drehtag bei Dir aus?

Isabella Hübner: Der Tag beginnt für mich oft sehr früh und endet erst sehr spät. Es ist ja nicht nur der Drehtag, der schon mal 10 Stunden dauern kann, sondern nach dem Feierabend müssen noch viele Textseiten zu Hause gelernt werden. Da ich meinen Beruf sehr liebe und mit meinen Kollegen und der gesamten Crew ein sehr gutes Verhältnis habe, sehe ich das aber eher als positiven Stress an. Ein besonderes Lob möchte ich an dieser Stelle an Dr. Peter Süß aussprechen - Chefdramaturg und sozusagen das „Gehirn“ der Serie. Er lässt mir bei der Interpretation meiner Rolle viele Freiheiten, das wiederum gibt mir die Möglichkeit meine schauspielerische Kreativität auszuleben, zumal diese Figur mit mir privat so gut wie nichts zu tun hat. 

Gattaut: Was bringt Dich auf die Palme, über was kannst Du dich so richtig ärgern?

Isabella Hübner: Die Dummheit und Ignoranz von Menschen. Besonders beim Umgang mit Tieren – da sehe ich öfters Rot und kann auch richtig unverschämt und ungehalten werden. Gottseidank gibt es aber auch Menschen, die Skandale und Missstände im Tierschutz aufdecken und somit auch dafür sorgen, dass Tierschutz uns alle angeht. 

Gattaut: Wann bist Du einfach nur noch sprachlos?

Isabella Hübner: Wenn ich wieder Informationen und Bilder von Tiermisshandlungen sehe und grausame Hintergrundinformationen darüber bekomme. Ich kann da nichts mehr sagen, sondern nur noch vor Wut heulen. Tiere fühlen genauso wie Menschen, aber nur wenige Menschen haben dafür ein Bewusstsein. 

Gattaut: Schoko-Sahne Torte mit frischen Himbeeren ist deine Leibspeise. Wie schwer ist es da, deine tolle Figur zu halten?

Isabella Hübner: Die Figur zu halten war noch nie mein Problem. Ich habe die Anlage - bedingt durch einen hohen Stoffwechsel - dass ich nicht so leicht zunehme. Ich gehöre wohl zu den wenigen Frauen, die sich wünschen, mehr Pfunde auf den Rippen zu haben. Ich bin halt ein unfreiwilliger „Spargel“ (lacht). 

Gattaut: Welches Lebensmotto oder welchen Ratschlag würdest Du gerne unseren Lesern mit auf den Weg geben?

Isabella Hübner: Seid achtsam und überlegt bewusst, was euer Denken und Handeln auslösen könnte! Wir müssen uns gerade jetzt auf die Menschlichkeit besinnen und uns nicht in Aggressionen verlieren. Und bitte vergesst nie: Tiere sind fühlende Wesen wie wir - und so sollten wir sie auch behandeln!

 

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