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Sanfter Tourismus als gemeinsames Ziel auserkoren

Sanfter Tourismus als gemeinsames Ziel auserkoren

3 Minuten Lesezeit (524 Worte)

ILE Vorderer Bayerischer Wald beschäftigte sich in einem Workshop mit Tourismus, Naherholung, Kultur und Freizeit.

Im Rahmen der Erstellung des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts für die ILE Vorderer Bayerischer Wald trafen sich die Mitglieder des Handlungsfeldes „Tourismus, Naherholung und Freizeit, Kultur“ zu einem intensiven Austausch im Gasthaus Wagner in Brennberg. Zu den Mitgliedern zählen auch die Gemeinden Wald, Zell, Falkenstein, Michelsneukirchen und Rettenbach.

Im Mittelpunkt der Diskussion standen dabei vor allem die verstärkte Entwicklung hin zu einer Region des „nachhaltigen Tourismus“, sowie eine intensivere interkommunale Zusammenarbeit in Bezug auf kulturelle Veranstaltungen. „Gemeinsam sind wir stärker“, lautet das offizielle Motto einer Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE). Sieben gemeinsame Handlungsfelder werden dabei von den zehn ILE-Kommunen derzeit in verschiedenen Workshops zur Erstellung eines Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts Vorderer Bayerischer Wald bearbeitet.

Die Gemeinde Brennberg leitet dabei das Handlungsfeld „Tourismus, Naherholung und Freizeit, Kultur“, zu dem Bürgermeisterin Irmgard Sauerer am Montag Vertreter aus den zehn ILE-Kommunen im Gasthaus Wagner begrüßen durfte. Moderiert wurde der Abend von Roswitha Schanzer vom Planungsbüro MKS Architekten und Ingenieure. Gemeinsame touristische Aktionen und die Stärkung der Region waren der Anlass für den Zusammenschluss zur Arbeitsgemeinschaft Vorderer Bayerischer Wald, die 2007 gegründet wurde. Obgleich schon viele gemeinsame interkommunale Projekte realisiert wurden, wie beispielsweise ein gemeinsames Gastgeberverzeichnis oder die Etablierung einiger regionaler Wanderwege, gibt es gerade in diesem Handlungsfeld noch viel Wünsche und Entwicklungsmöglichkeiten, auch im Hinblick von Inklusion und Barrierefreiheit.

Aufgrund der einzigartigen Natur und Kulturlandschaft im ILE Gebiet, waren sich die Workshop-Teilnehmer von Anfang an einig, dass die Stärken und das touristische Potential der Region definitiv in der Nische „Naturtourismus“ anzusiedeln seien. „Unsere Natur ist unser Kapital“, brachte Franz Löffl, der zweite Bürgermeister von Brennberg, diesen Nachhaltigkeitsaspekt auf den Punkt und betonte, dass dieses einzigartige Alleinstellungsmerkmal der Region nur durch eine nachhaltige und sanfte Tourismusausprägung langfristig in dieser Form erhalten bleiben könnte. Bei der Erstellung eines naturverträglichen Tourismuskonzepts soll der reine Profitgedanke daher nur eine untergeordnete Rolle einnehmen. Im Fokus steht dabei vielmehr der Gedanke, dass nicht durch Massen, sondern nur durch eine gezielte Entwicklung regionale Wertschöpfung generiert werden kann. Eine mögliche Maßnahme wäre dafür beispielsweise eine bewusste Besucherlenkung und die damit verbundene Entzerrung des touristischen Drucks an den bekanntesten Besuchermagneten der ILE-Region, wie beispielsweise dem stark frequentierten Naturschutzgebiet „Hölle“.

Ein weiterer Schwerpunkt des ILE-Workshops lag auf der Diskussion der verstärkten interkommunalen Zusammenarbeit im kulturellen Bereich. Durch das rege und aktive Vereinsleben in den ILE-Kommunen, kann jede Gemeinde für sich ein umfangreiches und breit aufgestelltes Kulturprogramm aufweisen. Das Verbesserungspotential sahen die Workshop-Teilnehmer einstimmig im derzeit bestehenden Informationsdefizit. Veranstaltungen, vor allem kultureller Art, werden dabei schon seit Jahren auf der gemeinsamen Homepage „Vorderer Bayerischer Wald“ dargestellt und würden dem Besucher einen umfassenden Einblick auf alle Veranstaltungen in den ILE-Kommunen geben. Neben der Entwicklung hin zu einer Region des Qualitätstourismus, war der abendlichen Runde ein Entgegenwirken des regionalen Wirtshaussterbens ein wichtiges Anliegen. Das Fortbestehen der lokalen Gastronomie trägt durch seine Rolle als zentraler Versammlungsort nicht nur maßgeblich zum gesellschaftlichen Leben bei, sondern sichert zudem stückweit auch den Erhalt des wertvollen bayerischen Kulturgutes. Aus diesem Grund soll dieser Aspekt in der späteren konkreten Zielsetzung einen hohen Stellenwert einnehmen. Ein weiterer Fokus der Diskussion lag im Ausbau des regionalen Nahverkehrs. 

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