Feuerwerk: Tipps von der Feuerwehr

Bild: (c) Jens Bredehorn, pixelio.de

Gut in das neue Jahr kommen und es einmal wortwörtlich „richtig krachen“ lassen. An Silvester wird das neue Jahr traditionell mit Böllern und Raketen gefeiert. Jedoch passieren jedes Jahr zahlreiche Unfälle. Insbesondere   Hände und Augen sind gefährdet. Feuerwerkskörper entfalten immer wieder Brände.  Schon beim Aufstellen der "Abschussrampen" für die Silvesterraketen werden oft verhängnisvolle Fehler gemacht.

Die dazu verwendeten Flaschen werden nicht fest genug im Boden verankert oder unbedacht gar so ausgerichtet, dass die abgeschossenen Raketen unweigerlich ein Gebäude treffen, in ein offenes Fenster fliegen oder in der Nähe von brennbaren Bauteilen zu Boden gehen und dort ein Feuer entfachen. Aber auch bei den sogenannten stationären Feuerwerkskörpern, die in der Nähe von brennbaren Gegenständen abgebrannt werden,
besteht höchste Brandgefahr. Vor allem Balkone, die etwa mit Möbeln oder ähnlichem vollgestellt sind, werden leicht zur ungewollten Zielscheibe der „Böllerei“.

Die Feuerwehr im Kreis Schwandorf appelliert: "Machen Sie alkoholisierte Personen auf die Gefahren aufmerksam oder hindern Sie sie daran, Feuerwerkskörper in gefährlicher Nähe zu brennbaren Stoffen bzw. zu Gebäuden zu zünden. Nehmen Sie bitte Rücksicht auf Tiere, die sehr unter dem lauten Knall explodierender Feuerwerkskörper leiden. Zünden Sie nicht gezündete Feuerwerkskörper (Blindgänger) niemals noch einmal. Stellen Sie auf keinen Fall Feuerwerkskörper selbst her. Bewahren Sie Feuerwerkskörper so auf, dass keine Selbstentzündung möglich ist. Tragen Sie Feuerwerk niemals am Körper, etwa in Jacken- oder Hosentaschen. Schützen Sie Ihre Wohnung in der Silvesternacht vor Brandgefahren. Entfernen Sie Möbel, Hausrat und andere brennbare Gegenstände von Balkonen und Terrassen. Halten Sie Fenster und Türen geschlossen".

Zur Dekoration: Nur nichtbrennbare oder wenigstens schwerentflammbar gemachte Dekorationen verwenden. "Achten Sie auf ausreichende Abstände zwischen Dekoration und Feuerstätten", so Pressesprecher Hans-Jürgen Schlosser. Bei elektrischen Leuchten ist ein Wärmestau durch Dekoration vermeiden. Auf ausreichende Flucht-, Rettungs- und Angriffswege und deren Kennzeichnung ist zu achten.

Ausreichende Löschmittel müssen vorhanden sein. Brennende Tabakreste u. ä. gehören nicht in Kunststoffeimer oder –abfallsäcke. Offenes Feuer (Feuerzeug, Streichholz) und offenes Licht (Kerzen) können bei Kostümen aus nicht schwerentflammbaren Kunststoffen zur Lebensgefahr werden! "Wählen Sie bei einem Brand oder Unfall sofort den Notruf 112. Nur eine schnelle Meldung bietet Gewähr für effektive Hilfe", so Pressesprecher Hans-Jürgen Schlosser.