Runder Tisch zum Schutz des Luchses

Runder Tisch zum Schutz des Luchses

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In den Jahren 2012, 2013 und zuletzt im Mai 2015 kam es im Bayerischen Wald zu drei Fällen der illegalen Tötung von Luchsen, bei denen insgesamt vier Tiere ihr Leben lassen mussten. Das Motiv der Täter liegt im Dunkeln, da die Fälle bisher noch nicht aufgeklärt werden konnten.

Der Luchs gehört zu den besonders streng geschützten Arten in Deutschland. Mit viel Mühe und Aufwand bemühen sich die Behörden und Institutionen für die Erhaltung und natürliche Ausbreitung des Luchses. 

 

Am Mittwoch, 30.09.2015 traf man sich auf Initiative des Polizeipräsidiums (PP) Oberpfalz in den Räumen des PP Oberpfalz zu einem „Runden Tisch“ zum Schutz des Luchses im Bayerischen Wald.

 

Einer Einladung waren Vertreter folgender Behörden und Institutionen gefolgt:  

-       Staatsanwaltschaften Regensburg und Deggendorf 

-       Polizeiinspektionen des Bayerischen Waldes

-       Bayerisches Landeskriminalamt München

-       Polizeipräsidium Niederbayern

-       Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald

-       Landesjagdverband Bayern e.V.

-       BUND Naturschutz in Bayern e.V.

-       Bund Bayrischer Berufsjäger e.V.

-       Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) e.V.

-       Landesamt für Umwelt

-       Landratsämter Regen, Cham, Freyung-Grafenau

-       Regierungen von Niederbayern und der Oberpfalz

 

Das Dialogforum moderierte Leitender Polizeidirektor Manfred Jahn, Leiter des Sachgebietes E 2 - Ordnungs- und Schutzaufgaben - beim PP Oberpfalz. Die behörden- und institutionsübergreifende Zusammenkunft diente dem gegenseitigen Informationsaustausch, der Erhebung von Handlungsfeldern zum Thema Luchs und illegalen Luchstötungen, der Identifizierung von Ermittlungsansätzen durch Synergieeffekte sowie der Vernetzung von Fachkompetenzen.

 

Alle Teilnehmer begrüßten die Möglichkeit eines gemeinsamen konstruktiven Gespräches und brachten ihr Fachwissen, ihre Erfahrungen und ihre Vorschläge insbesondere im Hinblick auf künftige Fälle dieser Art ein. Auch andere Formen krimineller Handlungen gegen Wildtiere, beispielsweise die Tötung von gesetzlich geschützten Vögeln, kamen zur Sprache. 

Die Verfolgung dieser Umweltdelikte erfordert zeitnahe und von Beginn an konsequente und umfassende polizeiliche Ermittlungen am Tat- oder Fundort und entsprechendes Fachwissen zum betroffenen Tier und dessen Lebensraum. Insbesondere der BUND Naturschutz, der Landesbund für Vogelschutz, die Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald und der Landesjagdverband Bayern e.V. boten ihre aktive Unterstützung durch Fachleute bei konkreten Ermittlungen aber auch für die Fortbildung von Polizeibeamten an.    

 

Einen besonderen fachlichen Beitrag im Rahmen des Dialoges lieferten Hr. Dr. Walter Joswig vom Landesamt für Umwelt, Hr. Dr. Marco Heurich, Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald und Hr. Regierungsrat Albert Schweiger von der Regierung von Niederbayern. Ihre informativen Vorträge und ihre kompetente Auskunft zu aufgeworfenen Fragen zum Luchs unterstützten die gemeinsame Erarbeitung der Themenfelder.  

 

Das Polizeipräsidium Oberpfalz wird die gesammelten Argumente und Anregungen analysieren und auf deren konzeptionelle Umsetzbarkeit hin prüfen.


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