Schottische Delegation besucht Partnerlandkreis Amberg-Sulzbach

Schottische Delegation besucht Partnerlandkreis Amberg-Sulzbach

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Erfolgreich wiederbelebt wurde die Partnerschaft des Landkreises Amberg-Sulzbach und des schottischen Districts Argyll & Bute, nach 20 Jahren, mit einem Besuch einer achtköpfigen politisch-wirtschaftlichen Delegation, aus dem schottischen Partnerlandkreis, unter der Leitung der politische Sprecherin für den Bereich nachhaltiges Wirtschaftswachstum im dortigen Kreistag Aileen Morton.

Die Interessenschwerpunkte der Schotten lagen auf den Themen Tourismus, ökologische Landwirtschaft mit Direktvermarktung, erneuerbare Energien, soziale Projekte sowie Entwicklung des ländlichen Raums – Themen, die das wohl geplante Programm des fünftägigen Aufenthalts durch Harald Herrle und Manfred Lehner prägten. Auch die Gestaltung des 50-jährigen Jubiläums der Landkreispartnerschaft im nächsten Jahr warf seine Schatten voraus.

Die Partnerschaft mit dem Landkreis Amberg-Sulzbach wurde unter Altlandrat Dr. Hans Raß im Jahr 1967 im Rahmen der europäischen Völkerverständigung und zur Vertiefung der menschlichen und kulturellen Beziehungen zwischen dem Landkreis Amberg(-Sulzbach) und der Grafschaft Argyll in Schottland während der britischen Freundschaftswoche in Schnaittenbach geschlossen. Ein erster symbolischer Jugendaustausch besiegelte noch 1967 diese Partnerschaft. Im Laufe des nun 49-jährigen Bestehens gab es einen regen Schüleraustausch und zahlreiche Begegnungen von Schulen, Musikkapellen und Vereinen sowie Round Table 69 Amberg und Mid Argyll Round Table. Auch an der Volkshochschule angesiedelte Arbeitsgemeinschaft bemühte sich um die Pflege der Partnerschaften. Wenn auch die offiziellen Kontakte und Besuche weniger wurden und zum Erliegen kamen, so bestanden doch weiterhin die persönlichen Kontakte und Freundschaften zu den Schotten im Partnerdistrikt, der trotz modernen urbanem Lebens noch vom Fischfang, Viehwirtschaft und Handel im ländlichen Raum geprägt ist. Hier lagen auch die Interessenschwerpunkte der Delegation.

Bei der Ankunft der Schotten am Münchner Flughafen wurden sie vom Beauftragten der Landkreispartnerschaft am Landratsamt Harald Herrle empfangen und zu ihrer Residenz in Sulzbach-Rosenberg begleitet. Tags darauf ging es in das Landratsamt nach Amberg zum offiziellen Empfang der Delegation durch Landrat Richard Reisinger. Er ließ wissen, dass sein erster Besuch in Schottland im Rahmen der Partnerschaft mit dem Spielmannszug St. Georg gewesen sei. Später hätte er sich als Lehrer für Englisch und Französisch am HCA in Sulzbach-Rosenberg für den Schüleraustausche mit Argyll & Bute stark gemacht. Landrat Reisinger zeigte sich wie die Schotten begeistert von der Absicht, die Partnerschaft der Landkreise wieder neu zu beleben. Aileen Morton trug sich stellvertretend für die gesamte Delegation in das Goldene Buch des Landkreises ein. Richard Reisinger ließ es sich auch nicht nehmen, die Delegation durch das Kurfürstliche Schloss zu führen und glänzte dabei mit seinen sehr guten Englischkenntnissen.

Das weitere Programm gestaltete sich dann ganz nach den unterschiedlichen Interessen der Besucher aus Schottland. Neben der Vorsitzenden des Councils of Argyll & Bute, Strategiechefin für nachhaltiges Wirtschaftswachstum im Council, Vorsitzende des Bündnisses für erneuerbare Energien, Mitglied des Wirtschaftsforums Aleen Morton war mit der Delegation auch ein Beauftragter für Wirtschaftswachstum, ein Leiter für wirtschaftliche Entwicklung und Verkehrsplanung; eine Leader Koordinatorin, ein Unternehmer in Sachen Systementwicklung für die biologische Herstellung von Algen, die Leiterin eines landwirtschaftlichen Unternehmens, ein leitender Forstwirtschaftsmanager und der Gründerin eines gemeinnützigen Dienstleistungsunternehmens angereist. Dementsprechend standen auf dem Besichtigungsprogramm beispielsweise die Kulturscheune Elbart, Schauraum des Projekts „Alt werden zu Hause“ bei der Firma Standecker in Hahnbach, der Freizeitpark Monte Kaolino in Hirschau, die Behindertenwerkstätten der Regens-Wagner Stiftung in Michelfeld, das Institut Frauenhofer UMSICHT in Sulzbach-Rosenberg sowie die dortige Synagoge, der Biohof Schaller in Hohenburg, das dortige Fledermaushaus und das Zentrum für erneuerbare Energien in Ensdorf.

Die Verantwortlichen des Landkreises Amberg-Sulzbach und die des schottischen Districts Argyll & Bute zeigten sich von der Wiederbelebung der Partnerschaft begeistert und werteten diese als fruchtbar und  gelungen. Einig war man sich, dass die Partnerschaft zum gegenseitigen Austausch und Befruchtung sowie zur Entwicklung gemeinsamer Projekte forciert werden solle. So wurde für das 50-jährige Jubiläum der Landkreispartnerschaft ein Wiedersehen im nächsten Jahr vereinbart.


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