Schreckliches Unglück an Bahnübergang

Schreckliches Unglück an Bahnübergang

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Am Donnerstagabend, 05.11.2015, gegen 22:00 Uhr, kollidierte auf der Bahnstrecke Nürnberg-Weiden im Ortsteil Freihungsand ein Regionalzug mit einem Tieflader mit einem US-Militärfahrzeug, der auf einem Bahnübergang stand. Zwei Personen wurden bei dem Unfall tödlich verletzt.

 

Ein Regionalexpress erfasste an dem beschrankten Bahnübergang die Zugmaschine des Sattelzuges, die im Bereich der Gleisanlagen zum Stehen kam. Der mutmaßliche Fahrer des Sattelzugs, ein Rumäne, wrude bei dem Zusammenstoß aus dem Fahrzeug geschleudert und verstarb.  Sein Beifahrer überlebte verletzt und stellt nun für die Polizei eine wichtige Informationsquelle dar.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde die Zugmaschine des Sattelschleppers vom Anhänger abgerissen und von dem Regionalzug, der aus zwei Wägen bestand, mehrere hundert Meter mitgeschleift. Beide Fahrzeuge gerieten in Brand. Die Lkw-Zugmaschine brannte vollständig aus und der Regionalzug brannte im Bereich des Lokführerstandes aus.

Aus dem Bereich des Führerstandes des Regionalzuges bargen Einsatzkräfte in den frühen Morgenstunden einen zweiten Leichnam. Hier wird davon ausgegangen, dass es sich um den 35-jährigen, aus der Region stammenden Zugführer handelt. Eine endgültige Identifizierung ist bislang nicht erfolgt.

Im Regionalzug befanden sich zum Unfallzeitpunkt etwa 40 Personen. Nach Auskunft des Rettungsdienstes vor Ort wurden 16 Zuginsassen ärztlich versorgt. Vier der Verletzten wurden stationär in Krankenhäusern aufgenommen. Bei diesen Personen besteht keine Lebensgefahr.

Die Zuginsassen fanden in einem nahe gelegenen Gewerbebetrieb eine erste Unterkunft, in der sie von den Rettungskräften betreut wurden. Auch Landrat Richard Reisinger war noch in der Nacht vor Ort.

Durch die über 270 Einsatzkräfte am Unfallort erfolgte auch eine Absuche des umliegenden Geländes nach möglichen Verletzten. Hierbei wurden keine Personen aufgefunden.

Zur Klärung des Unfallherganges und der Unfallursachen wurden auf Anordnung des am Unfallort anwesenden Staatsanwaltes der Staatsanwaltschaft Amberg unfallanalytische Gutachter hinzugezogen. Diese begannen noch in den Nachtstunden mit der Untersuchung der Unfallstelle und der beteiligten Fahrzeuge.

Auf dem Sattel-Auflieger des rumänischen Lkw befand sich zum Unfallzeitpunkt ein US-Militär-Lkw. Der abgerissene Auflieger stand nach dem Zusammenstoß samt Ladung nahezu unbewegt am Bahnübergang.

Es kann derzeit nicht ausgeschlossen werden, dass sich Zuginsassen unmittelbar nach dem Zusammenstoß und vor einer polizeilichen Registrierung von der Unfallstelle entfernt haben. Die mit der Sachbearbeitung betraute Polizeiinspektion Auerbach bittet nun solche Fahrgäste, sich dringend mit der Polizei unter der Rufnummer 09643/9204-0 in Verbindung zu setzen.

Im Zug befanden sich noch verschiedene, zurückgelassene Gegenstände, die von der Polizei gesichert wurden. Diese können bei der Polizeiinspektion Auerbach, Oberer Torplatz 7, 91275 Auerbach i.d.OPf., von Berechtigten abgeholt werden.

Personen, die sachdienliche Hinweise zum Unfallgeschehen oder einem Sattelzug im Bereich des Bahnüberganges machen können, werden ebenfalls gebeten, sich dringend mit der Polizeiinspektion Auerbach in Verbindung zu setzen.


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