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Schwarze Laber-Radweg soll ins Bayernnetz für Radler aufgenommen werden

Schwarze Laber-Radweg soll ins Bayernnetz für Radler aufgenommen werden

3 Minuten Lesezeit (671 Worte)

Sinzing. Das Tal der Schwarzen Laber zwischen Neumarkt und Sinzing ist unter Radl- und Wanderfans dank seiner landschaftlichen Vielfalt sehr beliebt. Um vor Ort und damit „aus erster Hand“ Informationen über Zustand und Qualität des Radweges zu erhalten und so Verbesserungsmöglichkeiten gleich auf kleinem Dienstweg erörtern und vereinbaren zu können, befahren die zuständigen Bürgermeister der Labertalgemeinden und die Tourismusfachleute der beiden Landkreise Neumarkt/OPf. und Regensburg einmal im Jahr Teilstücke dieses Radweges. „Wichtig ist uns beispielsweise, ob die Streckenführung verkehrssicher ist, ob die Beschilderung ausreichend und schlüssig ist oder ob die Strecke auch fahrtechnisch in einem guten Zustand ist“, so Susanne Kammerer, Tourismusreferentin am Landratsamt Regensburg.

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Wurde im  Sommer 2017 die Strecke von Neumarkt nach Beratzhausen inspiziert, machten sich heuer die Bürgermeister Adolf Wolf (Pilsach), Manfred Hauser (Lupburg), Konrad Meier (Beratzhausen), Hans Schmid (Laaber) und Patrick Grossmann (Sinzing) - sowie die Touristikerinnen Christine Riel (Landkreis Neumarkt), Susanne Kammerer (Landkreis Regensburg), Marlies Werth (Parsberg), Ursula Schmidt (Velburg) und Werner Thumann (Landschaftspflegeverband Neumarkt) auf den Weg, den Abschnitt von Beratzhausen nach Sinzing unter die Lupe zu nehmen.

Zielsetzung für 2019: Labertalradweg soll ins Bayernetz für Radler aufgenommen werden

Als Ergebnis der diesjährigen Befahrung und somit als die im jeweiligen Zuständigkeitsbereich zu erledigenden „Hausaufgaben“ verständigte sich die Runde unter anderem auf die Zielsetzung, den Schwarze Laber-Radweg im nächsten Jahr in das Bayernnetz für Radler des Freistaates Bayern aufnehmen zu lassen. Dazu wird im Landkreis Neumarkt die bestehende Beschilderung nach den Vorgaben des Bayernetzes optimiert, um so –wie im Landkreis Regensburg bereits geschehen- eine durchgängig einheitliche und nutzergerechte Beschilderung entlang des Radweges sicherzustellen. Weiter wurde vereinbart, die Wegequalität einzelner Abschnitte zwischen Hartlmühle und Münchsmühle zu verbessern sowie an der Wegetrasse durch das Gemeindegebiet Laaber weitere blaue Lesesteine (Dolomitsteine) als begleitende Elemente zur Unterstützung der Wegführung zu setzen. Desweiteren sollen an den fünf Pavillons Informationsschilder zu deren thematischer Ausrichtung (etwa zu Mühlen im Labertal, Allinger Bockerl) angebracht werden. Auch hat sich gezeigt, dass an den Pavillons ein Bedarf für weitere Radlständer besteht.

Sehr guter Standard jetzt schon erreicht

Ungeachtet des Anspruchs, den Radweg immer noch besser zu machen, so das Fazit der Teilnehmer, habe bereits jetzt schon ein sehr guter Standard erzielt werden können. Die Absicht, Erlebnis- und Genussradeln bei diesem landschaftlich schönen und abwechslungsreichen Schwarze-Laber-Radweg im Vordergrund zu lassen und eben keine Radautobahnen zu schaffen, sei erreicht worden. Die durchgängige Trassenführung, neu gebaute Abschnitte, regelmäßige Einkehrmöglichkeiten, die markanten Pavillons, die Beschilderung  - unterstützt durch die blauen Lesesteine - und auch die gute Anbindung an die Bahn sorgen für ein attraktives Gesamtangebot. Als Beispiel für eine vor kurzem umgesetzte Verbesserung nannte Bürgermeister Konrad Meier den neu geschaffenen Rastplatz bei Hardt sowie die Montage von Hinweisschildern ab dem Bahnhof Beratzhausen zum Radweg.

Bild: Neuer Rastplatz bei Hardt (Markt Beratzhausen) mit Beschilderung, (c) by Markt Beratzhausen

Hintergrund:

Vor 18 Jahren kam aus den Gemeinden des Landkreises Neumarkt der Impuls, hier einen durchgängigen Radweg von Neumarkt bis nach Sinzing zu schaffen, was Anrainergemeinden und –bürgermeister befürworteten. Besonders im Rahmen eines geförderten Leader-Kooperationsprojektes (2011 bis 2013) der beiden Landkreise Neumarkt und Regensburg und der Labertalgemeinden nahm der Radweg Gestalt an. Seit fünf Jahren ist dieser nun durchgängig beschildert und wird von den Touristikern der Landkreise Neumarkt und Regensburg sowie den Anrainergemeinden beworben.

Kostenlose Radkarten und Erlebnisführer zum Tal der Schwarzen Laber können bei den Tourismusbüros der Landkreise Neumarkt und Regensburg über die Prospektshops auf den websites www.tourismus-landkreis-neumarkt.de oder www.landkreis-regensburg.de (Freizeit und Tourismus) bestellt werden. Weitere Infos: www.schwarze-laber.de 

Die Landkreise, die sich federführend um die Beschilderung kümmern, sind begleitend bestrebt, den Schwarze-Laber-Radweg auch in das Bayernnetz für Radler aufzunehmen. Das Bayernnetz für Radler ist ein Premiumradroutennetz des Freistaats Bayern, mit dem alle Landesteile erschlossen werden. Es fungiert als Radroutenplaner sowie Informations- und Vermarktungsplattform mit insgesamt rund 9.000 km attraktiven und durchgängigen Radrouten.

Tipp:

Jedes Jahr gibt es einen Aktionstag Schwarze Laber. Der nächste findet am Sonntag, 23. September 2018 in Parsberg unter dem Motto „Im Zeichen zeitgenössischer Kunst“ statt. Eine Radtour führt dabei nach Klapfenberg und über Batzhausen und Seubersdorf zurück nach Parsberg. Treffpunkt: 13.00 Uhr Parsberg am Bahnhof.

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