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Schwieriges Stück: "Der Zug" in Bruck

Schwieriges Stück: "Der Zug" in Bruck

3 Minuten Lesezeit (507 Worte)

Landrat Thomas Ebeling hatte die Schirmherrschaft für den Brucker Marktspielsommer 2016 übernommen. In diesem Jahr spielen die Mitglieder des Kultur- und Festspielvereins Bruck auch im Herbst ein Stück. Es geht dabei in eine ganz andere Richtung als im Sommer. Amüsierten sich hier die Gäste köstlich bei „Eine ganz heiße Nummer“, so werden sie im Oktober zum Nachdenken angeregt werden. Auch der Aufführungsort ist ein anderer. Wurde im Sommer beim Freizeitzentrum gespielt, so wird dieses Stück im Heimat- und Bauernmuseum in Mappach aufgeführt.

„Der Zug“ von Carl Slotboom erzählt die Geschichte eines Paares, das sich im Zug nach Amsterdam befindet. Wegen eines Technischen Defektes bleibt der Zug aber auf freier Strecke stehen. Langsam kommen bei dem Paar die Erinnerung an eine Zeit hoch, die sie gerne aus dem Gedächtnis streichen möchten, dies aber nicht können. Sie erinnern sich, dass sie so eine Situation schon einmal erlebt haben. Damals saßen sie aber in einem Viehwaggon und hatten einen gelben Stern auf der Brust.

Da Landrat Ebeling leider zu den Aufführungen wegen der China-Reise einer Landkreisdelegation nicht kommen kann, war er vor einigen Tagen bei einer Probe zu Gast. Begrüßt wurde er vom Vorsitzenden des Kultur- und Festspielvereins Robert Feuerer und den beiden Vorsitzenden des Heimat- und Bauernmuseums Inge Gleixner und Anton Baier. Christa Steiner und Aegid Windl spielten dann eine kurze Szene aus dem Stück, das den Holocaust wieder ins Gedächtnis zurückruft. Regisseurin Karin Michl erzählte den Anwesenden kurz den Inhalt des Stückes, das mit nur vier Darstellern auskommt. Über einigen Szenen, so Michl, habe man lange gebrütet, man habe versucht sich in die Charaktere hinein zu versetzten um zu verstehen, wie dieser bei bestimmen Szenen wohl reagiert hatte. Auch der Ausgang des Stückes bleibt offen, es könne sich jeder seine eigenen Gedanken dazu machen, so Michl.

Vor dem Stück wird auch der Brucker Heimatforscher und Museumsleiter Dr. Alois Wittmann den Zuschauern die Zeit um 1945 in Bruck näher bringen. Einen ähnlichen Vortrag habe er bereits vor kurzem hier im Museum gehalten und der Besuch war überwältigend. Der Landrat zeigte sich überzeugt davon, dass die Brucker diese schwierige Aufgabe meistern werden. Ein ernstes Stück zu spielen, sei sicherlich eine große Herausforderung. „Aber ich traue dem Bruckern auf jeden Fall zu, dass sie auch solch schwierige Stücke hervorragend umsetzten“, so Ebeling. Sehr gut gefällt ihm auch die Kulisse, das Heimat-und Bauernmuseum in Mappach. Der Anbau sei der ideale Raum, um hier im kleinen Rahmen Theater zu spielen. Er freute sich, dass die Zusammenarbeit verschiedener Vereine in Bruck hervorragend zu klappen scheint.

Vor allem für Schulen, so der Landrat, sei dieses Stück bestens geeignet, was auch die Regisseurin bestätigte. Man habe auch verschiedene Schulen angeschrieben, um sie auf dieses Stück aufmerksam zu machen. Abschließend wünschte Landrat und Schirmherr Thomas Ebeling noch viel Erfolg und freute sich schon auf den kommenden Marktspielsommer.

 Der Kartenvorverkauf läuft bereits. Die Karten können über okticket gekauft werden. Der Eintritt kostet 8 Euro für Erwachsene und 5 Euro für Kinder. Gespielt wird vom 14. bis 16 Oktober jeweils um 20 Uhr im Heimat- und Bauernmuseum in Mappach.

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