Polizeiauto_Ingo_Kramarek_pixabay Symbolbild: © Ingo Kramarek, pixabay

Steinberg am See/Wackersdorf. Erster Polizeihauptkommissar Armin Kott übermittelte den Sicherheitsbericht für die beiden Kommunen, coronabedingt schriftlich.


„Die Bürgermeister der beiden Städte wurden über die Entwicklungen in ihren jeweiligen Städten bereits ebenfalls schriftlich in Kenntnis gesetzt", informierte Armin Kott.

Die anhaltende Pandemielage hatte für das Jahr 2020 gravierende Auswirkungen. Dies betraf und betrifft unterschiedlichste Lebensbereiche, aber auch unsere polizeiliche Arbeit.

Im Ergebnis für das Jahr 2020 können wir sagen, dass die Pandemie mit ihren einhergehenden Einschränkungen des persönlichen und öffentlichen Lebens weitgehend für rückläufige Tendenzen bei der Kriminalitätsentwicklung gesorgt hat.

Die Gesamtzahl der in der Oberpfalz registrierten Straftaten (ohne Aufenthaltsrecht) ging im Jahr 2020

von 43.055 auf 40.763 zurück (- 5,3 %).

Mit einer Häufigkeitszahl von 3665 Fällen auf 100 000 Einwohner (minus 5,6 % entspricht 216 Fälle) und einer Aufklärungsquote von 70,3 % konnte die positive Entwicklung der letzten Jahre weitergeführt werden.

Die Entwicklung in den jeweiligen Städten stellt sich wie folgt dar:

Wackersdorf

Diese erfreulichen Ergebnisse gelten auch für das Gebiet der Gemeinde Wackersdorf. Die Gesamtstraftaten verringerten sich um rund 30 % von 189 auf nunmehr 131 Taten. Die Aufklärungsquote erreichte den sehr erfreulichen Spitzenwert im Mehrjahresvergleich von 77,1 % (Vorjahr 72,5 %).

Deutliche Rückgänge konnten wir im Bereich der Diebstahlskriminalität mit minus 51 % registrieren. Die Diebstahlsdelikte belaufen sich dabei auf 24 Fälle (Vorjahr 49). Einbrüche in Büros und Betriebsstätten, die im Jahr 2019 noch mit 13 Fällen zu Buche schlugen, waren nicht gegeben.

Diebstähle von oder an Fahrzeugen (Kfz und Fahrräder) waren im Gegensatz zum Vorjahr mit 13 nur noch mit 3 Fällen festzustellen.

Wohnungseinbruchdiebstähle waren nicht zu verzeichnen (2019: 2 Fälle).

Zu den Bereichen, die unsere besondere Aufmerksamkeit erfordern, zählt die Straßenkriminalität. Sie hat ihren Wirkungsbereich auf den öffentlichen Straßen und Plätzen und wird von den Bürgerinnen und Bürgern unmittelbar wahrgenommen. Auch hier war im Vergleich zum Vorjahr mit 27 Fällen ein sehr erfreulicher Rückgang auf lediglich 6 Straftaten (minus 78 %) gegeben.

Auffällig ist auch der merkbare Rückgang im Bereich der Sachbeschädigungen von 26 auf 10 Fälle. Zwei dieser Gesamtfälle waren Sachbeschädigungen an Kraftfahrzeugen (Vorjahr 11 Fälle).

Ein Blick auf das Verkehrsgeschehen im Gebiet der Gemeinde Wackersdorf zeigt, dass sich die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle praktisch nicht verändert hat (2020: 175 Verkehrsunfälle, 2019: 174 Verkehrsunfälle).

Glücklicherweise mussten wir keinen Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang bearbeiten. Klassische Unfallschwerpunkte im Stadtgebiet sind nicht auffällig geworden.

Alkohol und Drogen spielen auch bei uns im Straßenverkehr eine Rolle. Nur ein Alkoholunfall, keine Unfälle unter Drogeneinfluss, so lautet hier die erfreuliche Bilanz im Gemeindegebiet.

Besonders in diesem Bereich möchten wir den Kontrolldruck hoch halten. Im zurückliegenden Jahr führten Kontrollen zur Feststellung von 6 folgenlosen Trunkenheitsfahrten aufgrund Alkohol (Straftaten sowie Ordnungswidrigkeiten) und 5 Fahrten unter Betäubungsmitteleinfluss.

Steinberg am See

Erfreuliche Ergebnisse gelten auch für das Gebiet der Gemeinde Steinberg am See, wenn auch die gewohnt niedrigen Zahlen der festgestellten Straftaten in dieser Gemeinde nur bedingt aussagekräftige Rückschlüsse auf eine Kriminalitätsentwicklung zulassen. In der Gesamtschau 2020 wurden 47 Straftaten auf dem Gemeindegebiet Steinberg am See festgestellt. Diese Zahl erhöhte sich zum Vorjahr um lediglich 2 Fälle.

Die Aufklärungsquote erreichte den erfreulichen Wert von 72,3 % (Vorjahr 73,3 %).

Körperverletzungsdelikte mussten in lediglich 3 Fällen festgestellt werden. Auch die Diebstahlsdelikte nahmen zu den Vorjahren weiter ab (8 Straftaten). In diesem Deliktsbereich mussten beispielsweise im Jahr 2016 noch 32 Fälle polizeilich bearbeitet werden.

Straßenkriminalität (7 Fälle) und Gewaltkriminalität (1 Fall) verharrten zahlenmäßig auch 2020 auf niedrigem Niveau.

Ein Anstieg der Fallzahlen ist vor allem im Bereich der Vermögens-, Betrugs- und Fälschungsdelikte festzustellen. Leider finden sich auch 8 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung in der polizeilichen Kriminalstatistik wieder.

Ein Blick auf das Verkehrsgeschehen im Gebiet der Gemeinde Steinberg am See zeigt, dass sich die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle stark reduziert hat (2020: 69 Verkehrsunfälle, 2019: 89 Verkehrsunfälle).

Glücklicherweise mussten wir auch hier keinen Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang bearbeiten. Klassische Unfallschwerpunkte im Gemeindegebiet sind nicht auffällig geworden.

Alkohol und Drogen spielen grundsätzlich auch bei uns im Straßenverkehr eine Rolle. Im Gemeindebereich Steinberg am See verzeichneten wir hier im Jahr 2020 einen Alkoholunfall.

Im zurückliegenden Jahr führten Kontrollen zur Feststellung von einer folgenlosen Trunkenheitsfahrt aufgrund Alkohol (Straftaten sowie Ordnungswidrigkeiten) und 2 Fahrten unter Betäubungsmitteleinfluss.

Aus polizeilicher Sicht hat sich bestätigt, dass sich die Wackersdorfer und Steinberger Bürgerinnen und Bürger in ihren Gemeinden sicher fühlen können.