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Sicherheitsgespräch bei der Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg

Sicherheitsgespräch bei der Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg

3 Minuten Lesezeit (570 Worte)

Zum mittlerweile traditionellen Sicherheitsgespräch für die fünf Umlandgemeinden des westlichen Dienstbereichs hatte die Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg am Donnerstag (21.04.2016) die Bürgermeister Brigitte Bachmann (Birgland), Dieter Dehling (Illschwang), Winfried Franz (Neukirchen), Roman Berr (Etzelwang) und Reiner Pickel (Weigendorf) eingeladen.

 

Der Inspektionsleiter, Erster Polizeihauptkommissar Klaus Erras, und sein Stellvertreter, Polizeihauptkommissar Michael Kernebeck, stellten den Bürgermeistern die Kriminalstatistik für das abgelaufene Jahr 2015 für ihre jeweiligen Gemeindebereiche vor.

Zuerst wandte man sich der Gemeinde Neukirchen zu. Im Vergleich zum Vorjahr gingen hier die Straftaten von 66 auf 60 zurück. Ein Teil der registrierten Straftaten, beispielsweise das Erschleichen von Leistungen, gingen auch auf die Eigenschaft Neukirchens als Eisenbahnknotenpunkt zurück, an dem die Identität säumiger Bahnfahrer polizeilich festgestellt und die Taten statistisch registriert werden, so die Beamten.

In der Gemeinde Etzelwang bescherte alleine eine im März des Vorjahres aus dem Ruder gelaufene Party junger Leute in einem Gasthaus am Rande der Ortschaft einen leichten Anstieg der Fallzahlen von insgesamt 29 auf 33. 17 Straftaten, Körperverletzungs-, Diebstahls- und Sachbeschädigungsdelikte waren allein hier aufzunehmen und liefen in die polizeiliche Kriminalstatistik ein. Auch von 2 Wohnungseinbruchdiebstählen durch bislang unbekannte Täter blieb die Gemeinde nicht verschont, wenn auch die Beute in einem Fall nicht üppig ausfiel und im anderen Fall die Tat im Versuch stecken blieb.

In Weigendorf, das mit 9 Straftaten insgesamt die niedrigste Kriminalitätsbelastung (Vergleich zum Vorjahr: 23 Straftaten) aufzuweisen hatte, beschäftigte im Jahr 2015 die Ermittler eine kleine Serie von Sachbeschädigungsdelikten im Ortsteil Haunritz. In insgesamt 5 Fällen wurden dabei Fahrzeuge beschädigt, eine Eingangstür zerkratzt und mehrere Bäume rechtswidrig gefällt. Die Taten konnten bislang nicht aufgeklärt werden.

Die Gemeinde Illschwang hingegen nimmt mit 134 registrierten Taten die Spitzenreiterrolle im Betrachtungsgebiet (Vergleich zum Vorjahr: 103 Fälle) ein. Dazu merkte Inspektionsleiter Erras allerdings an, dass die für eine Kleingemeinde relativ hohen Fallzahlen im Zusammenhang mit dem Vorhandensein der Autobahn-Rastanlage „Oberpfälzer Alb“ zu sehen seien. Allein 82 Straftaten (ohne Verkehrsdelikte), vom Tankbetrug über Urkundendelikte und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz bis hin zu ausländerrechtlichen Verstößen seien im Jahre 2015 dort registriert worden. Die Aufdeckung dieser Straftaten ginge vielfach auf das Engagement der schwerpunktmäßig auf der Autobahn arbeitenden Fahndungskontrollgruppe der Verkehrspolizeiinspektion Amberg zurück. Die Steigerungsrate hänge mit der Intensivierung der Kontrollmaßnahmen, nicht zuletzt auch im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität, zusammen.

Auch die für die Gemeinde Birgland registrierten 31 Straftaten (Vorjahr: 29) haben zum Teil einen Bezug zur Bundesautobahn A 6, schließlich fänden Kontrollen auch leicht abseits der Hauptverkehrsachsen statt, so der Polizeichef. Im Hinblick auf die Wohnungseinbruchskriminalität hatte die Gemeinde 2 Fälle zu verzeichnen. Im Sommer vergangenen Jahres wurde versucht, über eine Keller-Außentüre in ein Wohnhaus im Ortsteil Schwend einzubrechen, ein Einbruch in ein Wochenendhaus in der Ortschaft Kegelheim erbrachte geringen Sachschaden und einen zu vernachlässigenden Beuteschaden.

In den meisten der 5 Gemeinden lag die Aufklärungsquote knapp unter- oder oberhalb des bayernweiten Durchschnitts von 62,8 Prozent, die Kriminalitätsbelastungszahlen überwiegend weit unter dem Landesdurchschnitt von etwa 47 Straftaten pro 1000 Einwohner, somit nicht auffällig.

Von den zahlreichen öffentlichen Festivitäten in den Ortschaften berichtete Hauptkommissar Kernebeck aus polizeilicher Sicht. Diese waren alle friedfertig und ohne Auffälligkeiten verlaufen.

Abschließend konnte Erster Polizeihauptkommissar Klaus Erras den Bürgermeistern mit auf den Weg geben, dass ihre Gemeinden mit Blick auf das Sicherheitsgefüge ein gutes Bild abgeben. Ein Lob sprach er dabei auch den Bürgern der Umlandgemeinden aus, die nach dem Motto „Wachsamer Nachbar“ eine Vielzahl von verdächtigen Wahrnehmungen unverzüglich telefonisch mitgeteilt und der Polizei somit Anlass zu Überprüfungen gegeben hatten, beispielsweise um möglichen Wohnhauseinbruchdiebstählen vorzubeugen.

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