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Sicherheitsstatistik: Kreis Regensburgauf Platz 3

Sicherheitsstatistik: Kreis Regensburgauf Platz 3

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„Der Landkreis Regensburg nimmt in der Sicherheitsstatistik bayernweit den hervorragenden dritten Platz ein.“, so das Fazit von Polizeipräsident Gerold Mahlmeister beim diesjährigen Sicherheitsgespräch im Regensburger Landratsamt.

Landrätin Tanja Schweiger hatte die Führungsriege des Polizeipräsidiums Oberpfalz und die Leiter der Kriminal-, Verkehrs- und Polizeiinspektionen vor wenigen Tagen in den Kleinen Sitzungssaal eingeladen. Anhand vieler Kennzahlen wurde aufgezeigt, wie sich zum einen die Sicherheitslage im Landkreis insgesamt entwickelt hat – beispielsweise die Zahl der Gesamtstraftaten, die Aufklärungsquote oder die Deliktsverteilung. Zum anderen wurden auch die Tendenzen bei den einzelnen Deliktsbereichen im Detail dargestellt. Besonders hervorgehoben wurde dabei, dass der Landkreis Regensburg bei der sogenannten Häufigkeitszahl - also der Zahl, die das Verhältnis zwischen Einwohner und begangenen Straftaten, errechnet auf 100.000 Einwohner, ausdrückt - mit einem Wert von 2.434 den niedrigsten Stand seit 15 Jahren erreicht habe.

 

Neben der Landrätin und dem Polizeipräsidenten nahmen am Sicherheitsgespräch Polizeivizepräsident Michael Liegl sowie Erster Polizeihauptkommissar Werner Schüssel vom Präsidialbüro teil, des Weiteren Leitender Kriminaldirektor Franz Schimpel als Leiter der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg, Polizeidirektorin Ursula Fendl als Leiterin der Verkehrspolizeiinspektion Regensburg und die Leiter der vier Polizeiinspektionen (PI) im Landkreis; der erst vor kurzem neu bestellte Leiter der PI Neutraubling Thomas Rölz und dessen Stellvertreter Gerhard Keil, der Leiter der PI Regenstauf Klaus Baumer, der Leiter der PI Nittendorf Jakob Schels und der Leiter der PI Wörth/Donau Josef Schweiger. Vom Landratsamt nahmen teil Oberregierungsrat Stefan Stelzer als Leiter der Abteilung Öffentliche Sicherheit und Ordnung sowie Pressesprecher Hans Fichtl.

 

Polizeipräsident Gerold Mahlmeister und Polizeivizepräsident Michael Liegl gingen im einzelnen auf folgende Kennzahlen des Sicherheitsberichts 2016  ein:

Die Zahl der Gesamtstraftaten – also inklusive Aufenthaltsrecht – sank im Jahr 2016 um 147 auf nunmehr 4.610. Das bedeutet einen Rückgang von 3,1 Prozent.

Die Aufklärungsquote (inklusive Aufenthaltsrecht) stieg um 0,8 Prozentpunkte von 65,8 Prozent (2015) auf nunmehr 66,6 Prozent in 2016.

Die Häufigkeitszahl einschließlich Aufenthaltsrecht hat mit 2.434 den niedrigsten Stand seit 15 Jahren erreicht. Im Vergleich zum Vorjahr ging dieser Wert nochmals um 4,2 Prozentpunkte zurück.

Während im Landkreis bei der Gewaltkriminalität mit 129 (2015: 113) sowie bei gefährlicher und schwerer Körperverletzung mit 116 (2015: 92) ein Anstieg der Delikte zu beobachten war, nahmen die Fälle von Straßenkriminalität im Vergleich zu 2015 (734) auf nunmehr 701 ab.

Eine Zunahme gab es im Bereich der Wohnungseinbruchdiebstähle. Hier stieg die Zahl 2016 im Vergleich zum Vorjahr (72) um 42 auf nunmehr 114 an. Zu beachten ist jedoch, dass die Statistik auf den Zeitpunkt abstellt, wann die Polizei die Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft zuleitet. Geht man hingegen von der tatsächlichen Tatzeit aus, ergibt sich ein anderes Bild. Dann reduzierten sich oberpfalzweit die Fälle von 737 (2015) um 232 auf 505 (2016), was einem Rückgang von 31,5 Prozent entspricht.

Die Diebstahlskriminalität sank gegenüber 2015 (1.372) auf nunmehr 1.231, ebenso wie die Zahl der Sachbeschädigungen von 569 (2015) auf 544 (2016). Beide Kennzahlen bedeuten die jeweils niedrigsten Werte der vergangenen zehn Jahre.

Die Rauschgiftkriminalität im Landkreis ist um zwölf Fälle von 218 (2015) auf 230 gestiegen, was auch auf eine intensivierte Kontroll- und Ermittlungstätigkeit der Polizei zurückzuführen ist.

Die Zahl der Verkehrsunfälle hat im Vergleich zu 2015 (5.370) um 254 auf nunmehr 5.624 zugenommen. Dabei stieg die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden um 27 auf 730 (2016). Im Vergleich zum Jahr 2015 (991) erhöhte sich die Zahl der Verletzten bei Verkehrsunfällen um 62 auf nunmehr 1.053. Leider gab es 2016 19 Menschen, die bei Verkehrsunfällen starben. Das waren zehn mehr als im Jahr 2015.

-          Alkoholunfälle gab es im Jahr 2016 zehn mehr als im Vorjahr. Bei Alkoholunfällen gab es mit 41 exakt so viele Verletzte zu beklagen wie 2015; ein Mensch musste bei einem alkoholbedingten Verkehrsunfall sein Leben lassen (2015: 2).

-          Eine Zunahme gab es im Bereich der Geschwindigkeitsunfälle zu verzeichnen. Hier hat sich die Zahl von 146 (2015) auf 156 (2016) erhöht. Auch die Zahl der Verletzten hat zugenommen von 90 (2015) auf nunmehr 101. Den Tod fanden bei Geschwindigkeitsunfällen 2016 fünf Menschen (2015: 2).

-          2016 gab es drei Schulwegunfälle zu verzeichnen. Dies bedeutet fünf weniger als im Vorjahr. Bei Schulwegunfällen verletzten sich 2016 fünf Schüler. 2016 waren es noch 15 gewesen.

-          Eine Zunahme hat es bei Wildunfällen gegeben von 2001 (im Jahr 2015) auf 2026 (in 2016). Bei 5624 Gesamtunfällen entspricht dies einem Anteil von 36 %. Eine „besondere“ Ursache hierfür lässt sich nicht nennen, eher die generelle Tendenz zu einem deutlich veränderten Freizeitverhalten oder sonstigen Veränderungen, die dazu führen, dass die Ruheräume des Wildes kontinuierlich kleiner werden.

Appell des Polizeipräsidenten:

Insbesondere in Bezug auf Wohnungseinbruchdiebstähle, die das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung stark beeinträchtigten, appellierte Polizeipräsident Gerold Mahlmeister an die Bürgerinnen und Bürger, wachsam zu sein und verdächtige Personen oder Fahrzeuge über die Service- und Notrufnummer 110 der Polizei-Einsatzzentrale mitzuteilen, die unverzüglich die Einsatzdisposition zentral für die gesamte Oberpfalz übernimmt.

Dank der Landrätin an die Polizei

Landrätin Tanja Schweiger dankte den Vertretern der Polizei für die professionelle Zusammenarbeit in den unterschiedlichsten  Bereichen. Welch große Bedeutung die Sicherheitslage für die Bürgerinnen und Bürger habe, zeige sich regelmäßig bei Umfragen, wo dieses Kriterium zu den am häufigsten genannten zähle, wenn es um die Lebens- und Wohnqualität einer Region oder eben auch eines Landkreises gehe.

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