Spannende Perspektive für Bürgerservice-Zentrum in Bodenwöhr

Spannende Perspektive für Bürgerservice-Zentrum in Bodenwöhr

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Für die Gemeinde Bodenwöhr tut sich am Horizont eine neue, vielversprechende Perspektive auf, um das seit Jahren drängende Problem „Rathaus/Bürgerzentrum“ zu lösen, und um damit eine Stagnation zu verhindern.

 

Der jetzige Standort der Verwaltung an der Schwandorfer Straße ist bekanntlich nur ein Provisorium mit Leichtbau-Trennwänden, das jetzt aber schon Jahrzehnte lang in Betrieb ist.

Regelungen des Arbeitsschutzes, barrierefreie Zugänge, vernünftige Wärmedämmung und viele andere an sich selbstverständliche Anforderungen – auch eine Möglichkeit für vertrauliche Bürgergespräche – fehlen.

Als die ursprünglich geplante Sanierung und Erweiterung des „Alten Rathauses“ an der Hauptstraße im Gemeinderat gescheitert war (eigener Artikel), wurde das Weinzierl-Haus daneben von privater Hand an ein Versicherungsbüro verkauft. Damit war die Möglichkeit, das Alte Rathaus zu einem modernen Bürgerservice-Zentrum auszubauen, gestorben. Raum-Entwicklung, ausreichende Parkflächen usw. sind am alten Standort – jenseits aller Fragen zur Qualität der Bausubstanz - nicht mehr möglich.

Das neue Rathaus oder Bürgerservice-Zentrum müsse aber nicht an der Stelle des immer stärker verfallenden Alten Rathauses gebaut werden, heißt es seit Wochen im Flüsterton in der Gemeinde. Wer nach Alternativen fragt, landet schnell beim ehemaligen Forstmaschinenbetrieb in der Ludwigsheide, den jüngst die Raiffeisenbank Bruck erworben hatte und den sie wohl wieder vermarkten möchte. Raiffeisen-Direktor Franz Schießl war für eine Stellungnahme am Freitagnachmittag nicht zu erreichen, gilt als "gebürtiger" Bodenwöhrer allgemein aber als großer Verfechter der Entwicklung Bodenwöhrs.

Der Standort an der Ludwigsheide - bzw eine ca. 5000 qm große Teilfläche davon - böte großen Freiraum in der Entwicklung, ausreichend Parkmöglichkeiten und ist noch dazu sehr zentral gelegen. An der Stelle der verfallenen Hallen ließe sich ein moderner, attraktiver und funktionaler Bau errichten, der auch die wichtigen Gemeinde-Angebote Bücherei und Tourismusbüro wieder mit dem Rest der Verwaltung zusammenführen würde. Rund 40 Parkplätze könnten nach OK-Informationen entstehen. Durch die Möglichkeit, frei nach Bedarf zu bauen, würde auch ein Generationentreff möglich, ein Haus als Herzkammer des Gemeinwesens. Dem Vernehmen nach liegt den Gemeinderäten ein entsprechendes Gesamtkonzept bereits zur Prüfung vor.

Diese „Spekulation“ wollte Bürgermeister Richard Stabl (auf Wallfahrt) gegenüber dem OK nicht kommentieren. Ins Blaue denken dürfe man aber natürlich, sagte er auf Nachfrage. Am Standort des ehemaligen Schulhauses / alten Rathauses an der Hauptstraße könne in Zukunft auch eine andere öffentliche Einrichtung entstehen, wie das Eisenwerks-Museum, das seiner Meinung nach schon lange überfällig sei, um an die 700-jährige Verhüttungstradition in Bodenwöhr zu erinnern.

Vor allem angesichts der niedrigen Zinsen und des derzeit relativ normalen bis milden Klimas im Gemeinderat dürfte eine Rückkehr des Rathauses in den Ortskern – oder in dessen direkte Nachbarschaft unter vernünftigen baulichen Voraussetzungen - noch in dieser Legislaturperiode also durchaus möglich sein. Der Gemeinderat befindet sich nach OK-Informationen bereits im Entscheidungsprozess.

 


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