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SPD bestimmt Dr. Carolin Wagner zur Direktkandidatin für den Wahlkreis Regensburg

2 Minuten Lesezeit (454 Worte)
Regensburg/Lappersdorf. 41 Delegierte nahmen am Samstag an der SPD-Bundeswahlkreiskonferenz Regensburg teil, die wegen der Corona-Pandemie als Hybrid-Veranstaltung, einer Mischung aus Präsenz und digital, durchgeführt wurde. Die meisten nutzen die Möglichkeit, sich online zur Konferenz zuzuschalten, etwa 14 Personen kamen ins Aurelium, um die Übertragung live zu verfolgen. 

Als Kandidatin für die Bundestagswahl hatte der Unterbezirksvorstand bereits im Herbst Dr. Carolin Wagner einstimmig vorgeschlagen – mit 90 % wurde die 38-Jährige aus Lappersdorf nun zur SPD-Kandidatin für den Bundeswahlkreis 233 Regensburg gewählt.

In seiner Begrüßungsrede verwies SPD-Bezirksvorsitzender Franz Schindler auf die Erfolge der SPD in der auch von ihm ungeliebten großen Koalition. Und das trotz dieser schwierigen Zeit. „Wir haben die Grundrente eingeführt und wir haben bei der Abschaffung des Solis dafür gesorgt, dass er für die reichsten 10 Prozent bestehen bleibt. Das ist gerechte Politik, wie sie die SPD verfolgt", so Schindler. "Auch sind wir die einzige Partei, die schon immer gegen „Rechts" war."

 Da ebenfalls am Samstag der Schwandorfer Altlandrat Hans Schuierer seinen 90. Geburtstag feierte, verband Schindler seine Rede mit einem Glückwunschgruß. „Dein Widerstand gegen die WAA, deine bürgernahe Art, war damals für viele Menschen Anlass, SPD-Mitglied zu werden. Du warst der richtige Landrat zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Herzlichen Glückwunsch, lieber Hans".

Der Unterbezirksvorsitzende Sebastian Koch schlug anschließend Wagner als Bundestagskandidatin vor. „Sie ist eine überzeugte Kämpferin für soziale Gerechtigkeit, seit vielen Jahren engagiert sie sich in der SPD und hat sich bis in die Landesspitze hinein einen Namen gemacht", so Koch.

In ihrer Bewerbungsrede ging Wagner, die neben Franz Schindler der Oberpfalz-SPD vorsitzt, auf die Themen ein, die sie im Bundestagswahlkampf vorrangig verfolgen möchte. „Gute Arbeit, auch wenn Maschinen immer mehr Aufgaben übernehmen. Umverteilung durch gerechte Steuern, weil starke Schultern mehr tragen müssen als schwache. Und die Energiewende und den Klimaschutz endlich anpacken, denn wir haben keinen Planeten B", so Wagner. 

Neben einer 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich und einer Vermögens- und Robotersteuer nannte Wagner ein klimaneutrales Deutschland bis möglichst 2035 als Ziel. Hierfür müsse laut der SPD-Bundestagskandidatin massiv in den Schienenausbau investiert, ein Tempolimit auf Autobahnen, eine schärfere Düngemittelverordnung eingeführt und die Windenergie deutlich ausgebaut werden. 

Anschließend wurde die Abstimmung über die Online-Abstimmungsplattform votesUP durchgeführt, die 37 Ja-Stimmen, drei Nein-Stimmen und eine Enthaltung brachte. Im Nachgang zur Konferenz muss dieses Ergebnis von den Delegierten noch über eine Briefwahl rechtsverbindlich bestätigt werden.


„Eine starke Vorstellungsrede von einer starken Kandidatin", so die Regensburger Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, die als Delegierte ins Aurelium gekommen war. Auch die Landtagsabgeordnete Margit Wild, die die Konferenz digital verfolgte, gratulierte Wagner zu ihrer Wahl. „Sie ist eine tolle junge Frau, die engagiert für die Menschen kämpft und für eine gerechte Gesellschaft. Ich werde sie unterstützen, wo ich nur kann", so Wild.

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