OTH-Regensburg_Fairtrade-University Prof. Dr. Wolfgang Baier, Präsident der OTH Regensburg (links), freut sich gemeinsam mit der Steuerungsgruppe Fairtrade über die Auszeichnung als Fairtrade-University (von links): Julia Poppe, Simon Schwarzmann, Kanzler Peter Endres, Alice Werther, Eva Denk, Dr. Alexander Flierl und Katharina Schryro. Bild: © OTH Regensburg/Etienne Roser

Starkes Zeichen für soziale Gerechtigkeit und nachhaltiges Handeln

2 Minuten Lesezeit (424 Worte)

Regensburg. Zertifizierung erfolgreich abgeschlossen: Die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) darf sich jetzt offiziell Fairtrade-University nennen. „Damit wollen wir ein starkes Zeichen setzen für soziale Gerechtigkeit und nachhaltiges Handeln", sagt Peter Endres, Kanzler der OTH Regensburg sowie Leiter der Steuerungsgruppe Fairtrade.

Die Auszeichnung als Fairtrade-University wird verliehen von TransFair e.V. – Verein zur Förderung des Fairen Handels in der Einen Welt. Voraussetzung für eine Auszeichnung ist die aktive Auseinandersetzung mit dem Thema an der Hochschule. Zum Nachweis musste die OTH Regensburg fünf Kriterien erfüllen, die das Engagement für fairen Handel auf verschiedenen Ebenen nachweisen.

„Die Zertifizierung ist ein bedeutender Schritt in Richtung Nachhaltigkeit an unserer Hochschule. Sie signalisiert die Notwendigkeit des Themas und zeigt, wie wichtig es im Hochschulkontext ist, fairen Handel als Teil einer ganzheitlichen Nachhaltigkeitsstrategie zu adressieren. Die OTH Regensburg positioniert sich mit dieser Auszeichnung als verantwortungsbewusste Hochschule, die Produkte aus fairem Handel am Campus einsetzt", sagt Prof. Dr. Wolfgang Baier, Präsident der OTH Regensburg.

Die Auswirkungen dieser Zertifizierung auf das Hochschulleben sind weitreichend. Zum einen wird der Fokus verstärkt auf fair gehandelte Produkte gelegt, wie zum Beispiel fairen Kaffee oder faire Schokolade. Darüber hinaus soll der Diskurs über Themen wie soziale Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und natürlich fairer Handel weiter angeregt werden. Dazu beitragen sollen regelmäßige Veranstaltungen und Aktionen zur Sensibilisierung und Information der Hochschulgemeinschaft.

Maßgeblich für die erfolgreiche Zertifizierung waren der flächendeckende Verkauf von Fairtrade-Kaffe und anderen fair gehandelten-Produkten in allen Cafeterien sowie das Angebot von Produkten aus fairem Handel bei regelmäßigen Sitzungen und größeren Veranstaltungen der OTH Regensburg.

Hinzu kamen während der Corona Pandemie unter anderem zwei vom GreenOffice und der Arbeitsgruppe Fairtrade initiierte Aktionen. In Zusammenarbeit mit dem Studentenwerk Niederbayern-Oberpfalz gestaltete das Team des GreenOffice Plakate, um auf die fair gehandelten Produkte aufmerksam zu machen, die an der OTH Regensburg erhältlich sind. Fairer Kaffee, faire Schokolade und fair gehandelter Tee sind in den Cafeterien sowie den Automaten des Studentenwerks erhältlich. Mithilfe der Plakate und einer Social Media-Aktion informierte das GreenOffice zudem über die zwei großen Fair-Handels-Siegel, Fair Trade und GEPA.

Im April schließlich veranstaltete Fairtrade Deutschland an der OTH Regensburg eine Aktionswoche mit dem Titel „Fashion Revolution". Der Verein erinnerte an den Einsturz des Textilfabrikgebäudes „Rana Plaza" in Bangladesch im Jahr 2013, um über fairen Handel in der Modebranche ins Gespräch zu kommen. Eine Woche lang wurden in Zoom-Gesprächen und Instagram-Live-Talks unter anderem die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Textilbranche sowie Visionen für eine gerechtere Modeindustrie thematisiert. Die OTH Regensburg beteiligte sich an einem der Live-Talks und ging der Frage nach, ob Mode als verderbliche Ware eingestuft werden müsste.

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