Heribert Braun sen. verstorben: Bodenwöhr verliert ein Urgestein

Heribert Braun senior ist am Samstag im Alter von 87 Jahren verstorben. Der charmante Redner, wort- und witzgewandte Chronist war einer der letzten und wichtigsten Zeitzeugen des Bodenwöhrer Hüttenwerks, das 1971 nach rund 700-jähriger Tradition geschlossen wurde. Sein jahrzehntelanges soziales Engagement, sei es als Knappschaftsältester, sei es in der Kirchenverwaltung, bei Kolping oder anderen Vereinen, entsprach seiner inneren Einstellung. Heribert Braun war ein immer hilfsbereiter, hochintelligenter und integrer Botschafter seiner Heimat, der Gemeinde Bodenwöhr. Er hinterlässt in seiner Familie, aber auch in der Hammersee-Gemeinde, eine schmerzhafte Lücke.

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Weissbierpate Sepp Hackl: 60 Jahre in der Brauerei

Beim Weissbierfest in Bodenwöhr wurde am Sonntag Sepp Hackl (Mitte) für seine 60-jährige Betriebszugehörigkeit zur Familienbrauerei Jacob in Bodenwöhr geehrt. Da packte der erste Braumeister von 1758, Peter Still (Stephan Brauvaricum Kalkbrenner) extra seine mittelalterliche Brauerei aus, um ein besonderes Steinbier anzufertigen. Zu den Klängen der Spielleut von Ammenberg genossen viele der Gäste, die den ganzen Sonntag über den Biergarten gut füllten, am historischen Eck einen gestachelten Weizenbock.

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Was die Toten übers Hüttenwerk erzählten

An 700 Jahre Hüttenwerksgeschichte erinnerten die Schauspieler des Festspielvereins „Ring der Eisenzeit“ bei einem Balladenabend am Freitag auf der Seewinkl-Bühne. Der Oberverweser ließ die 100 Zuschauer eintauchen in die finstere Zeit des Mittelalters. In eine Zeit der Säufer, Mörder, Österreicher, Brucker und Oberlandler. Die „toten“ Protagonisten riefen Denkweisen, Ereignisse und Charaktere längst vergangener Tage in Erinnerung. Den Bauernschreck Hofseß, den Werwolf und den Brauknecht, den die Wasserfrau einst holte.

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Räuber und Geister bei Eisenzeit-Festspielen

Von den beiden Komtessen ist nur eine echt – und auch der Räuberhauptmann ist nicht das, was er zu sein vorgibt... Was aber echt ist, ist der Spaß, der die Besucher beim Gastspiel des Landestheaters Oberpfalz (LTO) im Rahmen der Eisenzeit-Festspiele am Samstag, 2. Juli, um 20 Uhr auf dem Gelände im Seewinkl erwartet. Den bescherte das LTO erst am vergangenen Wochenende mit dem "Wirtshaus im Spessart" auch einem ausverkauften Haus beim Gastspiel im Kloster Speinshart, wo die Truppe Begeisterung auslöste. Bereits am 1. Juli sorgen die "Grusligen Hammerschmiedsgselln" beim musikalischen Balladenabend für gute Laune in der Festspielarena am Hammersee.

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Riesen-Theaterleistung beim "kleinen Muck"

Große Theaterleistung zeigt sich oft in der Kunst der Improvisation. Es ist  ab und an schon vorgekommen, dass ein neuer Darsteller von jetzt auf gleich eingebunden werden musste. Dass ein Ensemble aber das ganze Theater verlässt, um seinem Publikum im schattigen Rasen dahinter das Stück fertig zu spielen, das dürfte ein nahezu einmaliger Vorgang sein. Die jungen Darsteller vom "Kleinen Muck", mit dem am Freitagvormittag die Eisenzeit-Festspiele in Bodenwöhr eröffnet wurden, haben unter der Regie von Ingrid Schieder da ein kleines Stück Theatergeschichte geschrieben. Mit Bravour, wie man anfügen muss.

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Palmen und Kuppeldächer am Hammersee

Palmen sprießen am Hammersee, von der Ferne grüßen die blauen Kuppeln vom Palast des Sultans - was ist denn hier los? Die Antwort gibt´s bei den Eisenzeit-Festspielen am Samstag um 16 Uhr und bei den Schülervorstellungen auf der Freilichtbühne am Hammersee. Seit Tagen bauen viele fleißige Helfer das Festspiel-Gelände im Seewinkl auf, Regisseurin Ingrid Schieder verpasst den meist sehr jungen Darstellern noch den letzten Schliff. Wer derzeit über den Zaun linst, bekommt eine Vorstellung von der Mühe und liebevollen Vorbereitung, mit denen die Eisenzeitler der Premiere in der Schülervorstellung am Freitag entgegen fiebern.

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16. Januar 2022
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