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Tegernheim: Kratzer und Hakenkreuze im Lack

2 Minuten Lesezeit (424 Worte)

Tegernheim. "Dummheit lässt grüßen", empört sich Andrea Loher. Hintergrund zu dem Satz ist ein Unbekannter, der am Wochenende 15 Autos in Tegernheim zerkratzt hat. Teilweise sind einfache Kratzer in den Fahrzeugen zu sehen, auf mindestens einem jedoch sind zwei Hakenkreuze eingeritzt.

Gerald Wittmer wohnt seit 27 Jahren in einer der zwei betroffenen Straßen, aber so etwas hat er bisher noch nicht erlebt. Er hat seine eigene These zu dem Vandalismus: "ich nehme an, das sind benachteiligte Leute, die irgendeinen Hass oder Neid auf Leute haben, die besser gestellt sind". 

Andrea Loher hingegen hat eine andere Meinung zu dem unbekannten Täter: "Ich denke gar nichts, da wird gar nichts drin vorgehen in dem Kopf, denn das ist einfach nur dumm, mutwillig, aus Langeweile". Was genau dahinter steckt ist aktuell unklar, denn derjenige, der den Lack der 15 Fahrzeuge zerkratzte, ist noch nicht gefasst. Die Polizei bittet dringend um Zeugenhinweise.

Tipps und Trends für Sie

Der Schaden, für den einen kleiner, für den anderen größer. "Das ist doch ein riesen Schaden, es ist nicht nur ein Auto, es sind ja 15 Autos betroffen", erzählt Loher. Ihr Auto parkte zum Tatzeitpunkt an der Straße, dort steht es jetzt auch noch. Sie ist vorsichtig geworden, achtet nun darauf, wer sich in der Straße rumtreibt, denn in der Sackgasse kennt eigentlich jeder jeden. So ähnlich sieht es auch Gerald Wittmer: "Wenn man irgendjemanden sieht, der nicht von der Nachbarschaft ist, dann schaut man genauer hin".

Doch ob das genügt weiß keiner. Wittmer hat sich in diesem Zusammenhang schon überlegt, ob er eine Videoüberwachung auf seinem Grundstück anschaffen soll, um seinen dort geparkten Wagen in Sicherheit zu wissen. Doch dabei ist Vorsicht geboten, wie der Tegernheimer weiß. "Muss man natürlich aufpassen, dass die nicht in den öffentlichen Raum rein geht". 

Doch die Tat bei den Nachbarn ist schon passiert und so kann sich Gerald Wittmer lediglich schützen, wenn der Täter noch einmal vorbei kommt und dann auch Privatgrundstücke betritt. Auf die Frage, was er demjenigen gerne sagen würde, hat Wittmer prompt eine Antwort: "er sollte sich in die Lage derer versetzen, die geschädigt worden sind. Da würde er sich wahrscheinlich auch ziemlich ärgern."

Andrea Loher hingegen hat noch einen Rat für den Unbekannten: "Zerstör nicht das Eigentum von anderen". Denn wer den Schaden nun begleichen muss, steht für sie noch nicht fest. Sie will zwar den Schaden bei der Versicherung melden, aber große Hoffnungen auf eine Ausgleichszahlung für die Reparatur macht sie sich nicht. "Ohne Vollkasko wird da wahrscheinlich nicht viel raus kommen". Wenn das alles nichts hilft, will sie Strafantrag bei der Polizei stellen.


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