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Teilzeitausbildungen in der Pflege

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Cham/Schwandorf. Aufgrund des demographischen Wandels wird es für Unternehmen immer herausfordernder, ausreichend Nachwuchskräfte zu gewinnen. Eine gute Möglichkeit neue Bewerbergruppen zu erreichen, stellen Teilzeitausbildungen dar. Dies zeigt eine Initiative der Agentur für Arbeit Schwandorf im Pflegebereich.

Der Bedarf an Pflegekräften im Agenturbezirk Schwandorf ist in den vergangenen Jahren immer stärker gestiegen. Waren 2013 noch knapp 6.700 Personen im Pflegebereich beschäftigt, waren es 2019 bereits 7.920 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte und somit rund 18,3 Prozent mehr.


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Längst kann der Bedarf der Pflegereinrichtungen laut Agentur nicht mehr allein durch klassische Bewerberinnen und Bewerber gedeckt werden, die sich auf eine Stellenanzeige in der Region melden. Das zeige die Entwicklung der offenen Stellen in den vergangenen Jahren. Gab es im Februar 2011 noch 85 offene Stellen, waren es im Februar 2020 bereits 222 unbesetzte Stellen.

Um dringend benötigte Pflegekräfte zu gewinnen, hat die Agentur für Arbeit gemeinsam mit den Pflegeeinrichtungen verschiedene Initiativen gestartet. Ein wichtiger Baustein, um Engpässen zu begegnen, ist die Personalrekrutierung im Ausland. Allein im vergangenen Jahr beteiligten sich rund zwei Dutzend Spanierinnen und Spanier auf Einladung der Agentur für Arbeit Schwandorf an einem Speed-Dating in der mittleren Oberpfalz. Von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern unterschrieb ein Drittel letztlich einen Arbeitsvertrag.

Einen weiteren Baustein stellt die Gewinnung von neuen Bewerbergruppen im Inland dar. „Die Menschen werden immer älter und die Nachfrage nach Pflegeplätzen steigt dementsprechend. Dieser Bedarf kann nur mit ausreichend Personal bewältigt werden", berichtet Markus Nitsch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schwandorf.

Der Arbeitgeber-Service Cham hat sich des Themas intensiv angenommen und überlegt, wo es noch potenzielle Bewerberinnen und Bewerber für Stellen im Pflegebereich geben könnte. Dabei ist die Idee entstanden, eine Teilzeitausbildung auf die Beine zu stellen. So wurden die Frauen und Männer angesprochen, für die aufgrund von familiären Pflichten derzeit keine Vollzeitstelle infrage kommt.

Mit dem Kreisverband Cham des Bayerischen Roten Kreuzes, in dessen Trägerschaft sich mehrere Pflegeeinrichtungen befinden, fand sich einer der Partner für das Vorhaben. Wieso das BRK sofort hinter der Idee stand, erklärt Kreisgeschäftsführer Manfred Aschenbrenner: „Es reicht heute nicht mehr, in der Altenpflege nur über Flexibilität zu reden. Man muss das auch pragmatisch umsetzen. Und dazu brauchen wir sektorenübergreifende Netzwerke."

Der Erfolg gibt ihm recht. Insgesamt zwölf Personen lassen sich im Rahmen des Teilzeitangebots zu Fachkräften für den Pflegebereich ausbilden. Davon profitieren die Bewohner der Einrichtungen und deren Familien.

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