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Ostbayernring_Landschaft-Mnchberg1 Bild: © TenneT

TenneT: Bau des neuen Ostbayernrings

5 Minuten Lesezeit (1081 Worte)

Redwitz/Mechlenreuth. Vergangenen Monat hat der Bayreuther Netzbetreiber TenneT einen ergänzenden Antrag auf vorzeitigen Baubeginn für den geplanten Ersatzneubau Ostbayernring im Abschnitt zwischen Redwitz und Mechlenreuth bei der Regierung von Oberfranken gestellt. Für diesen Antrag hat TenneT nun einen positiven Bescheid von der zuständigen Behörde erhalten.

Redwitz/Mechlenreuth. Vergangenen Monat hat der Bayreuther Netzbetreiber TenneT einen ergänzenden Antrag auf vorzeitigen Baubeginn für den geplanten Ersatzneubau Ostbayernring im Abschnitt zwischen Redwitz und Mechlenreuth bei der Regierung von Oberfranken gestellt. Für diesen Antrag hat TenneT nun einen positiven Bescheid von der zuständigen Behörde erhalten. Der Antrag hat weitere 29 der insgesamt 130 geplanten Masten umfasst. Ab Mitte August können nun an 24 der ausgewählten 29 Maststandorte erste Baumaßnahmen beginnen. Die Ausweitung der beantragten Maste war notwendig, um die Arbeiten am neuen Ostbayernring bis zu einem Schaltungsfenster im europäischen Verbundnetz im Sommer 2022 ausreichend vorbereiten zu können. Ein weiterer Antrag auf vorzeitigen Baubeginn ist nicht geplant. TenneT erwartet den Planfeststellungbeschluss für den Planungsabschnitt zwischen Redwitz und Mechlenreuth weiterhin im Spätsommer 2021.

Zulassung des ergänzenden Antrags auf vorzeitigen Baubeginn: Positiver Bescheid ermöglicht weitere Bauarbeiten im Abschnitt zwischen Redwitz und Mechlenreuth

Im vergangenen Monat hat TenneT darüber informiert, dass das Unternehmen einen ergänzenden Antrag auf vorzeitigen Baubeginn nach §44c des Energiewirtschaftsgesetztes (EnWG) bei der Regierung von Oberfranken gestellt hat. Als zuständige Behörde hat die Regierung den gestellten Antrag in den vergangenen Wochen eingehend geprüft. Nun liegt eine Entscheidung hierzu vor: Die Regierung von Oberfranken gibt dem Antrag der TenneT erneut statt. Sie hat dem Bayreuther Netzbetreiber für weitere 24 Maststandorte einen positiven Bescheid nach §44c des Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) ausgestellt.

Durch ihre Entscheidung hat die verfahrensführende Behörde TenneT zum zweiten Mal eine positive Prognose hinsichtlich der Genehmigungsfähigkeit des neuen Ostbayernrings für das laufende Planfeststellungsverfahren im Abschnitt zwischen Redwitz und Mechlenreuth ausgestellt. Darüber hinaus ermöglicht die Regierung von Oberfranken durch die Zulassung des ergänzenden Antrages, dass TenneT mit den notwendigen Arbeiten an den nun festgelegten Maststandorten beginnen kann. Insgesamt hat die zuständige Behörde nun 66 Maststandorte im Rahmen des vorzeitigen Baubeginns genehmigt. Mit dem Bau der übrigen geplanten Masten im Abschnitt zwischen Redwitz und Mechlenreuth wird TenneT unmittelbar nach Erhalt des Planfeststellungsbeschluss im Spätsommer beginnen. Die insgesamt 66 beantragten und genehmigten Masten im Zuge des vorzeitigen Baubeginns sind ausreichend, um bis dahin einen kontinuierlichen Baufortschritt zu gewährleisten.

Hintergrund zum ergänzenden Antrag auf vorzeitigen Baubeginn

Um die notwendigen Arbeiten am neuen Ostbayernring bis zur Abschaltung der Bestandsleitung im europäischen Verbundnetz ausreichend vorantreiben zu können, waren mehr als die bisher beantragten 22 Masten erforderlich. Die bereits genehmigte Anzahl war nicht ausreichend, um einen kontinuierlichen Bauablauf bis zum erwarteten Planfeststellungsbeschluss im September zu gewährleisten. Dieser ist aber zwingend notwendig, damit die Arbeiten am neuen Ostbayernring bis zum vordefinierten Schaltungsfenster im Sommer 2022 vor der Abschaltung des Kernkraftwerks Isar II ausreichend vorangeschritten sind.

TenneT wird nun an weiteren 24 Maststandorten mit der Einrichtung der Mastbaustellen, der Herstellung von Arbeitsflächen und Zuwegungen sowie ersten Baumaßnahmen beginnen. Alle Arbeiten, die im Rahmen des vorzeitigen Baubeginns stattfinden, sind reversibel. Falls TenneT im laufenden Planfeststellungsverfahren keine Genehmigung für das geplante Projekt im Abschnitt zwischen Redwitz und Mechlenreuth erhält, muss der Ausgangszustand infolgedessen an den nun genehmigten Maststandorten wiederhergestellt werden.

Konkrete Maststandorte des ergänzenden Antrags auf vorzeitigen Baubeginn

Aufgrund der Dringlichkeit den Bau des neuen Ostbayernrings bis zum Schaltungsfenster im kommenden Jahr ausreichend vorzubereiten, wird TenneT bereits Mitte August 2021 mit den Arbeiten an den nun zugelassenen Maststandorten beginnen. Dabei handelt es sich um die Masten 14, 15, 23, 25, 26 und 30 im Gebiet der Stadt Burgkunstadt, im Landkreis Kronach um die Masten 18 und 19 auf dem Gebiet des Markt Küps, im Landkreis Kulmbach um den Mast 33 auf dem Gebiet des Markt Mainleus, die Masten 47 und 51 auf dem Gebiet der Stadt Kulmbach, den Mast 55 auf dem Gebiet der Stadt Stadtsteinach, den Mast 71 auf dem Gebiet der Gemeinde Guttenberg und die Masten 84, 85 und 90 im Gebiet des Markt Marktleugast, sowie im Landkreis Hof um die Masten 94, 107, 110, 114, 120, 124, 110A und 111A auf dem Gebiet der Stadt Münchberg.

Die Arbeiten im Abschnitt zwischen Redwitz und Mechlenreuth setzt TenneT zusammen mit mehreren erfahrenen Leitungsbauunternehmen um. Der Planungsabschnitt wurde hierzu in drei sogenannte „Baulose" unterteilt. Für das Baulos 1 (Mast 1 – Mast 55) ist die Firma "Cteam Consulting & Anlagenbau" zuständig, für das Baulos 2 (Mast 56 – Mast 108) die "Eiffage Energie Systemes" und für das Baulos 3 (Mast 109 – Mast 124) die "SPIE SAG". Darüber hinaus wird der Bau im Zuge der ökologischen, der archäologischen und der bodenkundlichen Baubegleitung durch weitere erfahrene Partner begleitet.

Online-Informationsangebot: Digitales Infoforum ist online verfügbar

Die nun betroffenen Eigentümerinnen und Eigentümer hat TenneT über den positiven Bescheid der Regierung informiert. Dabei wurden den Betroffenen die Ansprechpartner von TenneT und der ausführenden Bauunternehmen in den jeweiligen Baulosen des Abschnitts zwischen Redwitz und Mechlenreuth mitgeteilt.

TenneT und seine Partnerunternehmen werden die Eigentümer noch einmal rechtzeitig vor Beginn der ersten Baumaßnahmen auf deren Grundstücken informieren. Zudem wird das Gespräch mit den Eigentümerinnen und Eigentümer für weitere Abstimmungen mit Blick auf den individuellen Bauablauf gesucht.

Damit sich die Betroffenen, aber auch alle Anwohnerinnen und Anwohner im Abschnitt zwischen Redwitz und Mechlenreuth ausführlich über die anstehende Bauphase informieren können, hat TenneT ein "Digitales Infoforum" entwickelt. Darüber hinaus können sich Interessierte auf dieser Plattform auch zu allen weiteren Themen rund um den neuen Ostbayernring informieren. Das digitale Infoforum ist unter folgendem Link erreichbar:

https://infomarkt.tennet.eu/ostbayernring

Darüber hinaus informiert TenneT wie auch in den vergangenen Jahren regelmäßig über die Projektwebsite des Ostbayernrings und den Projektblog. TenneT wird auch den anstehenden Bauprozess über die etablierten Formate begleiten, um der Öffentlichkeit und den betroffenen Eigentümerinnen und Eigentümern einen Einblick in den Bau des neuen Ostbayernrings zu gewähren.

Stand des Genehmigungsverfahrens: Abschnitt "Redwitz – Mechlenreuth"

Im Abschnitt C (Redwitz – Mechlenreuth) hat TenneT seine überarbeiteten Planungsunterlagen Ende des vergangenen Jahres bei der Regierung von Oberfranken eingereicht. Die Regierung hat diese im Anschluss daran Anfang Februar 2021 veröffentlicht und eine erneute Öffentlichkeitsbeteiligung durchgeführt. Diese ist seit dem 31. März 2021 beendet. TenneT liegen daher alle Stellungnahmen aus dem Genehmigungsverfahren vor. Den Planfeststellungsbeschluss für den Abschnitt C erwartet TenneT für den Sommer 2021. Mit dem Planfeststellungsbeschluss hat TenneT dann das Baurecht im gesamten Leitungsabschnitt. Der Neubau wird voraussichtlich bis zum Herbst des Folgejahres abgeschlossen sein. Der Rückbau der Bestandstrasse erfolgt im Anschluss daran. Dieser soll im Herbst 2023 beendet sein.

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