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Teure Neubauten bei niedrigen Zinsen

Teure Neubauten bei niedrigen Zinsen

4 Minuten Lesezeit (778 Worte)

Wohnen in Deutschland ist teuer. Nicht nur die Mieten und die Immobilienpreise in den Großstädten steigen, auch in den Speckgürteln der Metropolen ziehen die Preise spürbar an. Dass dabei auch die Baupreise in den vergangenen Jahren stark gestiegen sind, wird oft übersehen. Nicht nur die Grundstücke, auch Handwerksleistungen und Baumaterialien sind in den letzten zehn Jahren spürbar teurer geworden.


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Der Bau eines Hauses ist eine kostspielige Angelegenheit und Bauherren-Familien gehen immer ein großes finanzielles Risiko ein. Dennoch wird viel zu selten die Frage nach der Verarbeitungsqualität des neu gebauten Eigenheimes gestellt. Viel zu oft verlassen sich Bauherren nach Erfahrung des Vereins zur Qualitäts-Controlle am Bau e.V. (VQC) auf die Versprechen des Bauunternehmens und überschätzen dabei zudem die eigenen Fähigkeiten, Fehler in der Bauausführung zu erkennen. Wenn Bauherren versäumen, den Neubau durch eine unabhängige begleitende Qualitätskontrolle absichern zu lassen, gehen sie laut VQC ein unnötiges großes Risiko ein.

100.000 neue Ein- und Zweifamilienhäuser pro Jahr in Deutschland


Für die meisten Bauherren-Familien ist der Bau eines Einfamilienhauses ein großes Lebenswerk und eine entscheidende Investition des Lebens. Etwa 100.000 Ein- und Zweifamilienhäuser werden Jahr für Jahr in Deutschland gebaut, zu durchaus unterschiedlichen Preisen. Je nach Ausstattung, Ausbaugrad, Anbieter und Bauart werden dabei im günstigsten Fall 1.500 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche fällig. „Nach oben sind dabei fast keine Grenzen gesetzt“, weiß VQC-Vorsitzender Udo Schumacher-Ritz zu berichten.

Selbst im günstigen Fall kostet ein Einfamilienhaus nach Erfahrung des VQC etwa 250.000 Euro, hinzu kommen Kosten für Grundstück, Nebenkosten wie Notar und Grundsteuer sowie die Gartenanlage. „Für die von uns begutachteten Häuser inklusive Grundstück zahlen Bauherren nur sehr selten deutlich unter 500.000 Euro, für Häuser in Top-Lagen kann es auch mal das Doppelte sein, so Schumacher-Ritz weiter. Und da sind die Finanzierungskosten noch nicht einmal eingerechnet.

Auffallend ist nach Erfahrung des VQC, dass besonders seit Beginn der Niedrigzinsphase vor etwa sieben Jahren die Bau- und Grundstückskosten massiv gestiegen sind und damit der Vorteil des „billigen Geldes“ nahezu ausgeglichen wurde. Umso bemerkenswerter ist, dass zahlreiche Bauherren bei diesen Summen die Qualitätssicherung ihres Objektes nicht im Fokus haben. Ein Fehler, der für Bauherren teuer werden kann.


Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser/ Hausbau nur mit einem unabhängigen Sachverständigen


„Die Verarbeitung der Baumaterialien muss heutzutage nach dem ‚Null-Fehler-Prinzip‘ erfolgen, sagt VQC-Vorsitzender Udo Schumacher-Ritz weiter. Bereits kleine Nachlässigkeiten bei der Bauausführung können in der Folge gravierende Schäden nach sich ziehen und Bauherren finanziell schwer belasten. Mängel, die in den letzten Jahrzehnten meist folgenlos blieben, können heute die Freude am neuen Eigenheim spürbar vermiesen. Der Grund dafür: Die umweltpolitischen und damit auch technologischen Ansprüche der Häuser sind derzeit ungleich höher und andere als noch vor etwa 20 Jahren.

„Alleine die Tatsache, dass die Häuserhülle heute nahezu luftdicht sein muss, um der strengen Energieeinsparverordnung (EnEV) entsprechen zu können, verändert vieles. Ein Beispiel: Kleine Leckagen bei Rohr- oder Kabeldurchführungen haben zur Folge, dass es wegen eines unkontrollierten Wärmeverlustes zu Kondenswasserbildung und damit in der Folge zu Schimmelbildung kommen könne. Das spielte zu Zeiten, als Energiekosten nur eine untergeordnete Rolle gespielt haben und demzufolge das Haus keine luftdichte Hülle sein musste, keine Rolle.

„Diese kleinen aber folgenreichen Verarbeitungsmängel können nur erkannt und behoben werden, wenn sie auch zum richtigen Zeitpunkt erkannt werden“, weiß Schumacher-Ritz weiter zu berichten. Dank der Erfahrung aus mehr als 20.000 kontrollierten Ein-und Zweifamilienhäusern wissen die Sachverständigen des VQC ganz genau, zu welchem Zeitpunkt sie zu einer Kontrolle des neuen Eigenheims kommen müssen.

Die Kontrollen laufen dann nach dem bewährten VQC-Kontroll-Mechanismus ab. Eventuelle Mängel werden protokolliert und mit dem Bauleiter ausführlich besprochen. „Dieser muss in der Folge nachweisen, dass diese auch behoben wurden“, so Schumacher-Ritz weiter. Dank dieses bewährten VQC-Prüfsystems hat der Bauherr in der Folge die Gewissheit, dass sein neues Eigenheim dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Das sorgt nicht nur für ein gutes Gefühl, sondern steigert den Wert der Immobilie nachhaltig.


Baustellenbesuche machen den Hausbau zur sicheren Sache


In der Regel kommen VQC-Sachverständige drei bis vier Mal auf die Baustelle, bei Bedarf auch öfter. Verschieden Kontroll-Phasen sind auf Grund der Erfahrung des VQC besonders wichtig. Prüfung des Fundamentes sowie des Kellers, Prüfung des offenen Rohbaus, des geschlossenen Rohbaus sowie kurz vor der Fertigstellung sind fester Bestandteil des VQC-Prüfkonzeptes. Damit werden alle „kritischen“ Phasen des Hausbaus begleitet und nach Abschluss des Prüfprozesse kann eine verlässliche Aussage über die Qualität des neuen Eigenheims getroffen werden.

Die Kosten für eine Qualitäts-Kontrolle durch einen VQC-Sachverständigen sind dabei überschaubar. „In der Regel liegen wir unter einem Prozent der Baukosten. Diese Kosten für mehr Qualität, Sicherheit und Nachhaltigkeit sind mehr als gut investiert und sollten auf jeden Fall einkalkuliert werden. Um auf Nummer sicher zu gehen, ist die Beauftragung eines unabhängigen Sachverständigen nahezu alternativlos“, so der VQC.

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