Thanheimer feierten rundum gelungene Kirwa

Thanheimer feierten rundum gelungene Kirwa

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Bei hochsommerlichen Temperaturen feierten die Thanheimer ihre Kirwa – und der Bär war los. Hinter dem vor dem Gasthaus „Zur Dorfschmiede“ aufgebauten Festzelt steht seit Samstag der Kirwabaum.

Peter Schart hatte die 25 Meter hohe Fischte spendiert, Josef und Stefan Rothut, diese teilweise geschält, geringelt, das Wappen und „Thanheim 2016“ eingeschnitzt. Die Kirwamoidln drei Kränze gebunden und wie den Gipfel mit weiß-blauen Bändern geschmückt. Herzen mit den Namen der zehn Kirwapaare zieren den untersten Kranz.

Armschmalz war gefragt, als an die 28 kräftige Mannsbilder den Baum mit Goißn in knapp eineinhalb Stunden in die Senkrechte brachten. Jürgen Hofmeister gab lautstark die Kommandos. „Pack’ mas a,“ „Hau ruck“ und „Nu an Schub.“ Die Zuschauer beobachteten und kommentierten die schweißtreibende Arbeit. Dann wurde der Baum noch verkeilt und endlich gab es die ersten Seideln Naabecker Kirwabier für die verschwitzten Mannsbilder.

Am Abend war die Bar unter den Klängen von DJ Maik geöffnet. Höhepunkt der dreitägigen Thanheimer Kirchweih ist jedoch der Festgottesdienst zu Ehren des Namenspatrons in der Bartholomäus-Kirche am Sonntagvormittag. Anschließend war Frühschoppen im Festzelt angesagt. Bayerische Schmankerln wurden zum Mittagessen in der „Dorfschmiede“ und im Festzelt serviert. Gegen 15 Uhr rollte dann der Bulldog mit dem festlich geschmückten Ladewagen an, mit dem die Kirwaburschen ihre Moidln eingeholt hatten.

Die Sternpolka, den Siebenschritt, den Gretl-Boarisch, einen Zwiefachen und natürlich einen Walzer zeigten die zehn Paare, „Du, er und i“ spielten dazu auf. Dazwischen hörte man, dass die Thanheimer die schönsten Kirwamoidln, auch die schönsten Kirwaburschen haben. Aber auch „Jessas, hom mir an Durscht“ riefen in den kurzen Tanzpausen bei tropischen Temperaturen die Paare und tranken kräftig aus ihren Krügen. Dann brachten drei Kirwaburschen das Publikum mit Gstanzln zum Lachen, denn sie frozzelten über die Ensdorfer: „D’ Ensdorfer Kirwaburschen hom ja nix im Hirn. Oder stell’n se de so blöd, dass ihre Moidl nird blamiern?“. Und auch die Wolfsbacher bekamen ihr Fett ab, denn „Am Sunntoch dan in Wolschba d’ Leit fromm bet’n. Als Dank homs an da Kirwa heier g’habt ihra Lättn“. Und die Zuschauer hörten auch und amüsierten sich über „Die Ensdorfer Kirwaleid, dey san doch a Witz: Dey stelln ihran Bam auf – und des ohne Spitz“.

Dann wurde es spannend: Bei einem Walzer wurde der Blumenstrauß von Paar zu Paar weitergereicht, das Oberkirwapaar 2016 ausgetanzt. Jessica Meierhofer und Tim Maak heißen die Glücklichen. „Du, er und i“ spielten weiter im Festzelt auf. Am Abend übernahmen „d’ Stoderer und Er“ das musikalische Kommando. Am Kirchweihmontag aber wurde nach Frühschoppen mit Weißwurstfrühstück der Kirwabär durchs Dorf getrieben. Am Abend feilten dann die „Schnarrndorfer Musikanten“ noch einmal so richtig auf und gegen 22 Uhr wurden der Kirwabaum und viele Sachpreise verlost.

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