Tiersegnung in Vilshofen

Am Fest des heiligen Leonhard Pferde aber auch andere Tiere zu segnen, ist alte Tradition in Vilshofen. Wird der Heilige in der Pfarrei doch stark verehrt, sie der Leonhardaltar in der Pfarrkirche und an der unter der Empore angebrachten Figur des heiligen Leonhard zu sehen ist.

Früher seien Tiere, so Pfarrer Gottfried Schubach bei der Segnung auf der Wiese vor dem ehemaligen Kindergarten, lebensnotwendiger, hoher Besitz gewesen. Heute sei uns beim Umgang mit Tieren ihre ihnen als Geschöpfe zukommende Würde, der Tierschutz und das Tierwohl wichtig, „denn es sind Lebewesen mit Schmerzempfinden, Gefühlen, Ängsten – sie sind einfach zu schützen“. Als fragwürdige Exzesse, so Pfarrer Schubach, seien Massentierhaltung und Tierexperimente für unsinnige Kosmetika zu sehen. Tiere seien würdig zu halten, das fordere die christliche Schöpfungsethik, unsinniges Leid sei unbedingt zu vermeiden. Für viele Menschen seien Tiere Begleiter und enge Freunde für das Leben: Hunde, Katzen, Kaninchen, Vögel, Fische, Amphibien „und dann auch die Pferde, die ja wirklich beeindruckend sind“. Allen, die Tiere haben, sei viel Freude daran zu wünschen und auch, dass im Umgang mit den Tieren keine Schäden oder Unfälle geschehen.

 

Die Segnung, so Pfarrer Gottfried Schubach abschließend, solle bewusst machen, „dass wir letztlich alles Gott verdanken und ihm verantwortlich sind“.