PM_Sitzweil_RT-1 Die Oberlinger Musikanten eröffneten die Volksmusik-Sitzweil. Bild: © Markus Bauer

Regensburg. Fester Programmpunkt bei den Regionaltagen des Landkreises Regensburg ist die Volksmusik-Sitzweil unter dem Motto „Frisch aufgspuit und gsunga". Diesmal machte die traditionelle Veranstaltung, für die federführend Kreisvolksmusikpfleger Tobias Lehner verantwortlich war, im Landgasthof Schnaus in Oberpfraundorf Station.

Aus mehreren Regionen des Landkreises hatte Lehner wieder Musikanten und Sänger eingeladen, die ihre Stücke per Blas- und Saiteninstrument sowie mit ihrer Stimme zum Besten gaben. Mit einem herzlichen „Griaß Gott" hieß der Kreisvolksmusikpfleger die Gäste im gut gefüllten Schnaus-Saal willkommen. Er übermittelte auch die Grüße von Landrätin Tanja Schweiger und von Maria Politzka, Leiterin des Sachgebietes Wirtschaft, Regionalentwicklung und Tourismus im Landratsamt, bei der die Fäden für die Regionaltage zusammenlaufen und die auch unter den Gästen war. „Es ist Tradition, bei den Regionaltagen auch an die Ohrwaschln zu denken", stellte Lehner nach dem Vortrag eines Begrüßungsgedichtes verschmitzt fest. Außerdem zeigte er sich erfreut darüber, dass nun Ausgehen, Essen und Trinken im Wirtshaus und natürlich das Ratschen wieder möglich sind.

In sechs Programmblöcken, je drei vor und nach der Pause, brachten die vier Gruppen ihre Musik- und Gesangsstückln zu Gehör. Dazwischen trug Lehner Geschichten und Gedichte zu den Themen Erntedank, Essen und Trinken sowie Reklame vor – mal nachdenklich, meist aber heiter. Ebenso stellte er die Ensembles vor und klärte dabei über die bisweilen nicht alltäglichen Namen auf.

So tragen die „Oberlinger Musikanten" den Hausnamen der Oma des Kapellenleiters und Gründers Sigi Feldmeier. Die Musiker kommen aus den Gemeinden Beratzhausen, Laaber und Nittendorf. Die „Staad-Lustig'n" – drei Damen mit zwei Harfen und einer Bassgeige – sind in Regenstauf zu Hause, aber weit über die Gemeindegrenzen und die Oberpfalz hinaus bekannt und aktiv. Den Gesangspart vertraten „Sie und de Zwoa" aus Regenstauf und Hainsacker, die Dame instrumental (Zither) begleitend und natürlich auch mit den zwei Männern dreistimmig singend. Sozusagen ein Heimspiel hatten der 17-jährige Sebastian Schneider und sein Musiklehrer Adrian Hatton, die zusammen zünftig mit ihren Steirischen Harmonikas aufspielten und das Publikum zum Mitklatschen animierten.

Doch es gab natürlich auch besinnliche und ruhige Stücke, wenn es etwa um den Wald, ums „Waidlerherz" oder den Herbstbeginn ging. Jedenfalls waren alle musikalischen Stile und Richtungen – Marsch, Walzer, Boarischer, Polka - vertreten, darunter auch der „Wirt vo Stoa", die Pretuler-Polka und der „Riederinger Musikantenmarsch" als Schluss des offiziellen Programms.

Auch danach gab es noch – vor allem von den Instrumentalgruppen – einige Kostproben, worüber sich die Gäste freuten und kräftig Applaus spendeten.


Für die leiseren Töne verantwortlich waren „Die Staad-Lustig’n“.         Bild: © Markus Bauer
Die vokale Seite vertraten „Sie und die Zwoa“.         Bild: © Markus Bauer
Kreisvolksmusikpfleger und Moderator Tobias Lehner beim Vortrag der Geschichten und Gedichte.       Bild: © Markus Bauer