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Weinberg_Fhrung Führerin Renate Möllmann erzählte den Gästen im Weinberg viel zur praktischen Arbeit des Winzers und vom Förderverein, der den Weinberg ehrenamtlich hegt und pflegt. Bild: © Gerlinde Fink

Traum-Wetter bescherte Run auf Baierweinmuseum in Bach

2 Minuten Lesezeit (437 Worte)

Regensburg. Herrliches Wetter begleitete das letzte Wochenende der Regionaltage im Landkreis und so war es auch nicht verwunderlich, dass zur Führung mit dem Titel „Herbstlicher Genuss aus dem regionalen Weinberg" im Baierweinmuseum viele Interessierte kamen. Renate Möllmann, eine von sechs ehrenamtlichen Führerinnen, freute sich, dass die letzte Führung des Jahres durch Weinberg und Museum so gut angenommen wurde.

Wie kommt so ein kleines Weinmuseum nach Bayern? Renate Möllmann wusste zu erzählen, dass die Römer den Wein nach Bayern brachten und der Weinbau seit dem dritten Jahrhundert hier nachweisbar ist. Das veränderte Klima und die Beschwernisse, die das Leben als Winzer mit sich bringt, verdrängte dieses Kulturgut hier im Laufe der Zeit und so verfiel auch das alte Biethaus (Presshaus), das noch aus der Zeit der Gotik stammt. Dieser historische Schatz sollte dann abgebaut und in Neusath-Perschen wieder errichtet werden. Als dies die „Bacher" mitbekamen, regte sich Protest. Man gründete einen Förderverein und errichtete 1998 das Baierwein-Museum mit historischem Biethaus, das saniert und hergerichtet wurde.

Das Museum und insbesondere der regionale Wein gewann immer mehr Freunde. Das Baierweinmuseum ist in der Tat ein kleines Spezialmuseum, das den Weinbau in Altbayern dokumentiert. Früher bildeten die Donauhänge an den Ausläufern des Bayerischen Waldes geschlossen Weinhänge von Weltenburg bis nach Deggendorf und es gab acht Biethäuser, wusste Renate Möllmann. Heute sind davon etwa zwanzig Kilometer „Weinstraße" von Winzer bis Tiefenthal übrig geblieben und mittendrin das Baierweinmuseum mit dem hier noch einzig erhaltenen Biethaus mit historischer Baumpresse aus dem Jahre 1615. Renate Möllmann führte die Besucher auf eine historische Zeitreise durch den Weinbau in Bayern und gemeinsam besichtigte man das historische Biethaus und den Neubau, in dem auch viele Werkzeuge wie Traubenmühle oder Spindelpresse zu sehen sind.

Darüber hinaus ging es auch in den vom Förderverein selbst bewirtschafteten Weinhang mit 850 Reben. Im Weinberg, der als Weinlehrpfad angelegt ist und ganzjährig besichtigt werden kann, werden insbesondere regionale Rebsorten wie Müller-Thurgau, Silvaner, Kerner und Weißer Elbling angebaut. Hierzulande spricht man auch von „Oberdorfer", „Uhudler" oder „Hierländer", wie der weiße Elbling auch genannt wird.

Der selbst gekelterte Wein wird hier nur bei Führungen und beim traditionellen Federweißenfest Ende September ausgeschenkt. Das entfiel heuer coronabedingt, aber Federweißen hätte man sowieso noch nicht anbieten können, denn die Weinlese begann erst tags zuvor aufgrund der kalten Witterung. Der Weinberg wird von freiwilligen Helfern bewirtschaftet. Bei der Weinlese sind Helfer immer willkommen. Das Baierweinmuseum hat nun seine Pforten geschlossen und kann erst wieder von Mai bis September kommenden Jahres sonntags von 13 bis 16 Uhr besucht werden, wobei jeden 1. Sonntag im Monat um 12.15 Uhr eine Führung stattfindet. Der Lehrpfad und das Gelände hingegen sind ganzjährig geöffnet.

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