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Tschechische und bayerische Kriminalbeamte gemeinsam in „Unterwelt“ und Drachenhöhle

Tschechische und bayerische Kriminalbeamte gemeinsam in „Unterwelt“ und Drachenhöhle

3 Minuten Lesezeit (625 Worte)

Auf Einladung des Kommissariats 10 (K 10) der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg besuchte am Mittwoch, den 04.05.2016, eine Delegation der Polizei des Regionalsachgebietes Domazlice mit ihrem Leiter, Herrn Oberst Martinec sowie seinem Vertreter, Herrn Oberst Houska, das K 10 in Furth im Wald. Mit den tschechischen Gästen wurde neben der offiziellen Besprechung auch ein kleines Programm zum Kennenlernen der Stadt Furth im Wald, dem Dienstort des K 10, absolviert. 

 

Nachdem sich die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen der Kripo Domazlice und hier insbesondere mit der Abteilung zur Bekämpfung der „Allgemeinen Kriminalität“ und dem K 10 in den letzten Jahren hervorragend entwickelt hat, so dass ein nahezu freundschaftliches Verhältnis entstanden ist, wollte man seitens der Mitarbeiter des  Kommissariats 10 diese sehr erfreuliche und keinesfalls selbstverständliche Entwicklung im Rahmen einer offiziellen Einladung nach Furth im Wald würdigen und vertiefen. 

Neben dem offiziellen Teil hatte man auch ein kleines Besuchsprogramm zusammengestellt, mit dem man den tschechischen Gästen den Dienstort Furth i. W. näher bringen wollte. Nach einem kurzen Stehempfang in den Räumlichkeiten des K 10, folgte ein Besuch der „Unterwelt von Furth im Wald“ . Besichtigt wurden die unter dem nahezu gesamten Stadtgebiet befindlichen mehrere Kilometer langen Felsengänge aus dem späten Mittelalter. Sie wurden in den Gneis geschlagen und dienten und dienen als Verstecke, Lagerräumlichkeiten, Bierkeller, Luftschutzkeller, Lebensraum für Fledermäuse und natürlich auch als „Rückzugsort für allerlei Geister und Gespenster“. Die vom Veranstalter Uli Stöckerl selbst geleitete und mit vielen begleitenden Informationen zur Entstehung und Erhaltung der Felsengänge interessant gestaltete Führung fand großes Interesse bei allen Besuchern. 

Der Einladung zu einem kleinen Imbiss folgte ein offizieller Teil, in dem der Leiter des Kommissariats 10, Erster Kriminalhauptkommissar Hermann Pongratz besonderen Dank an den Behördenleiter des polizeilichen Regionalsachgebietes Domazlice, Herrn Oberst Martinec richtete. Er wird als Weichensteller für die offene und konstruktive Zusammenarbeit über die Landesgrenze hinweg gesehen. Gerne erinnerte sich EKHK Pongratz an gemeinsame Einsätze mit bayerischen und tschechischen Polizeibeamten. 

Bedauerlicherweise konnte die Leiterin der Kriminalpolizeiabteilung „Allgemeine Kriminalität“, Frau Oberleutnant Svajnerova krankheitsbedingt nicht teilnehmen, so dass EKHK Pongratz bat, ihr seinen herzlichen Dank zu übermitteln. Sie und ihre Mitarbeiter sind es, die in der alltäglichen Zusammenarbeit sowie in den regelmäßigen monatlichen Besprechungen in Domazlice und Furth im Wald für die gute grenzüberschreitende Beziehung verantwortlich zeichnen. 

Oberst Martinec brachte abschließend seine Freude über die Einladung zum Ausdruck. Auch er zeigte sich sehr zufrieden mit der Art und Weise der Zusammenarbeit mit dem K 10 der KPI Regensburg. 

In den Schlussworten war man sich auf beiden Seiten einig, sich weiterhin an der einfachen Weisheit des chinesischen Philosophen Konfuzius zu orientieren, der einmal gesagt haben soll: „Behandle jeden so, wie du gerne selber behandelt werden möchtest!“ Dieses von beiden Seiten vorgelebte Motto wird als einfaches Erfolgsgeheimnis der wirklich vorbildlichen und wünschenswerten Art und Weise der nachbarschaftlichen und grenzüberschreitenden Zusammenarbeit gesehen. Einigkeit bestand auch darüber, dass in dieser Zusammenarbeit die Grenzen nur noch auf dem Papier bestehen. 

Für den Nachmittag stand der Besuch der Drachenhöhle auf dem Programm. Der Erste Bürgermeister der Stadt Furth i. W., Herr Sandro Bauer, stellte auf Anfrage für die Führung „Bewegter Drache“ einen Extratermin für das K 10 bereit und erklärte sich zudem spontan bereit, die Führung selbst zu moderieren. 

Nach der Führung durch die Drachenhöhe, die viel Geschichtliches im Zusammenhang mit dem ältesten deutschen Volksschauspiel, dem Further Drachenstich, zu bieten hat, folgte die Vorführung des Drachen in Bewegung. 

Nach einem gemeinsamen Foto vor dem Further Drachen war man sich einig, einen hochinteressanten gemeinsamen Tag erlebt und das Ziel sich noch ein Stück näher zu kommen, erreicht zu haben. 

EKHK Pongratz dankte Herrn Ersten Bürgermeister Bauer für seinen hochinteressanten Vortrag mit einem Geschenk. 

Zu danken war auch der Übersetzerin, Frau Vera Dietl, vom Gemeinsamen Zentrum in Schwandorf, sie meisterte die Übersetzung der beiden Führungen und der Besprechung im Alleingang.

 

 


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