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Unfälle im Schneetreiben: Sulzbach-Rosenberger Polizei im Dauereinsatz

4 Minuten Lesezeit (876 Worte)
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Sulzbach-Rosenberg. Der Schneefall am Dienstagnachmittag überforderte wieder etliche Autofahrer, und so hieß es für die Beamten der Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg mit allen verfügbaren Kräften raus aus dem Sulzbacher Schloss und rein ins Winterwunderland.


Beginnend um 14.30 Uhr ging es Schlag auf Schlag. Zu dieser Zeit kam es auf der B85 zum ersten Verkehrsunfall, als ein 25-jähriger Fahrer eines Audi aus Amberg kommend die B85 an der ersten Ausfahrt Sulzbach-Rosenberg verlassen wollte. Aufgrund der den Witterungsverhältnissen nicht angepassten Geschwindigkeit geriet er ins Schleudern, drehte sich um 180 Grad und stieß frontal in einen nachfolgenden Sattelschlepper. Hierbei wurde der Unfallverursacher leicht verletzt, der Sachschaden an beiden Fahrzeugen betrug ca. 11.000€. Der stark beschädigte Pkw des Unfallverursachers war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden.

Zur selben Zeit verlor ein 20-jähriger BMW Fahrer, der ebenfalls die B85 in Auerbach befuhr, kurz nach der Ortschaft Kleinfalz die Kontrolle über sein Fahrzeug. Er streifte zunächst die rechte Leitplanke, schleuderte quer über die Fahrbahn und prallte anschließend gegen die linke Leitplanke und kam zum Stehen. Durch den glücklichen Umstand, dass zu diesem Zeitpunkt kein Fahrzeug im Gegenverkehr unterwegs war, wurde kein anderer Verkehrsteilnehmer gefährdet. Der junge Mann blieb unverletzt, der Schaden beträgt in diesem Fall ca. 3500€.

Kurz darauf geriet gegen 14.40 Uhr auf der A6, in etwa auf Höhe der Ortschaft Illschwang, ein 34-jähriger Sulzbach-Rosenberger mit seinem Opel beim Überholen eines LKW ins Schleudern und stieß gegen die Mittelleitplanke. Am Fahrzeug entstand hierbei Sachschaden in Höhe von ca. 2000€, der Fahrer blieb unverletzt.

Ebenfalls gegen 14.40 Uhr befuhr ein 84-jähriger Mann aus Mittelfranken die Gemeindeverbindungsstraße Altensee - Reichertsfeld im Bereich Illschwang. Auf abschüssiger Straße geriet er ins Rutschen und stieß zunächst gegen ein Ortshinweisschild und durchbrach anschließend den Elektrozaun einer Pferdekoppel. Hierbei wurden weder der Fahrer noch Tiere verletzt, da sich diese aufgrund des Wetters glücklicherweise im warmen Stall befanden. Der Sachschaden beziffert sich auf ca. 2500€.

Fast zeitgleich kam  in Hahnbach eine 31-Jährige auf schneebedeckter Fahrbahn ins Rutschen und konnte ihren Pkw an der Einmündung Gartenstraße/Frohnbergstraße nicht mehr rechtzeitig zum Stehen bringen. Sie stieß in die rechte Seite eines bevorrechtigten Fahrzeugs, das durch eine 48-jährige Frau gesteuert wurde. Beide Frauen blieben unverletzt, der Sachschaden beträgt in diesem Fall ca. 13.000€.

Um 15.30 Uhr befuhr der Fahrer eines Linienbusses die B14 in Richtung Sulzbach-Rosenberg. Etwa auf Höhe der Ortschaft Weigendorf, an der Steigung bei der Abzweigung nach Högen, war ein LKW aufgrund rutschiger Fahrbahnverhältnisse liegengeblieben und blockierte die rechte Fahrspur. Als der 34-jährige Busfahrer versuchte, an dem stehenden LKW vorbeizufahren, übersah er einen entgegenkommenden Ford Transit. Der 46-jährige Fahrer des Transporters konnte dem Bus nicht mehr ausweichen und es kam zu Zusammenstoß. Beide Fahrer erlitten bei dem Zusammenprall leichte Verletzungen und mussten sich in Behandlung begeben, die Unfallstelle wurde durch die Feuerwehren Weigendorf und Hartmannshof abgesichert.

Am Bus entstand im Frontbereich Schaden in Höhe von ca. 4000€, der Ford wurde ebenfalls im Frontbereich stark beschädigt und war nicht mehr fahrbereit. Hier beträgt der Schaden ca. 3500€, das Fahrzeug hatte nur noch Schrottwert. Die im Bus befindlichen 8 Fahrgäste hatten Glück im Unglück. Sie kamen mit dem Schrecken davon und blieben bei dem Zusammenstoß unverletzt.

Um 15.40 Uhr befuhr eine 19-Jährige mit ihrem Pkw die Etzelwanger Straße in Neukirchen bei S-R. Aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit kam sie ins Rutschen und kollidierte mit dem PKW eines 75-jährigen Neukircheners, der ordnungsgemäß von der Bahnhofstraße eingebogen und auf seiner Straßenseite unterwegs war. Beide Fahrer wurden hierbei nicht verletzt, der entstandene Schaden beläuft sich auf ca. 6000€.

Um 15.45 Uhr kam es in der Nürnberger Straße noch zu einem Auffahrunfall, als eine 56-jährige PKW-Lenkerin aus Sulzbach-Rosenberg den vorausfahrenden Skoda eines 31-jährigen Sulzbach-Rosenbergers, der an einer roten Ampel anhalten musste, übersah. Auch aufgrund der Witterung konnte sie ihren PKW nicht mehr rechtzeitig zum Stehen bringen und fuhr auf den bereits stehenden Wagen auf. Hierbei wurde niemand verletzt, an den Fahrzeugen entstand Sachschaden in Höhe von ca. 600€.

Die Anordnung des Zeichens 206 „Halt. Vorfahrt gewähren" nahm ein 18-jähriger Fahrzeuglenker, der gegen 15.50 Uhr in Schwend nach eigenen Angaben „langsam" unterwegs war, nicht sehr wörtlich.

Dieses „langsam" war für den unerfahrenen Fahrer vermutlich immer noch zu schnell und er geriet mit seinem BMW ins Schleudern und verlor die Kontrolle über den Wagen. An der Einmündung Riedelhofer Straße / Hauptstraße stieß er mit dem Heck gegen das Verkehrsschild.

Der junge Mann blieb unverletzt, am Schild entstand dadurch Schaden in Höhe von ca. 200€, am Fahrzeug in Höhe von 700€.

Gg. 17.20 Uhr wurde schießlich ein rumänischer LKW Fahrer nach seinen Angaben durch sein Navigationssystem fehlgeleitet. Auf seiner Irrfahrt fuhr er in die enge Straße Hammerphilippsburg in Sulzbach-Rosenberg ein.

Dass die Einfahrt in diese Straße für sein Fahrzeug weder zulässig noch geeignet und zudem noch eine Sackgasse war, hatte er bei der Wegsuche schlichtweg übersehen.

Aus genannten Gründen musste der Berufskraftfahrer mit seinem Lastzug rückwärtsfahren, was bei den vorliegenden Witterungsverhältnissen mit einem Sattelzug durchaus eine Herausforderung darstellt.

Hierbei striff er zunächst eine Mauer und anschließend ironischerweise das Verkehrszeichen, das die Beschränkung auf Fahrzeuge mit Breite bis 2m und Gewicht bis maximal 3,5 t vorschreibt.

Damit nicht genug, rutschte der Sattelzug des Pechvogels bei der weiteren Rückwärtsfahrt in den Graben und musste durch eine Spezialfirma geborgen werden.

Personen wurden bei der Aktion nicht verletzt, der reine Sachschaden beziffert sich auf ca. 1000€.

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