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ver.di: Immer mehr Arme, immer mehr Millionäre

ver.di: Immer mehr Arme, immer mehr Millionäre

2 Minuten Lesezeit (377 Worte)

 

Bei der Ehrung langjähriger Mitglieder der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di in der Alten Kaserne in Amberg betonte Irene Salberg: „Ihr habt durch Solidarität und gewerkschaftliche Kraft Erfolge erzielen können, dafür danken wir euch. Nichts wurde Arbeitnehmer von Unternehmern oder Politik geschenkt. Alles musste erkämpft, ja erstreikt werden". In einem Rückblick auf die Jahre, in denen die Jubilare der Gewerkschaft beitraten, betonte Irene Salberg, dass nur eine starke Gewerkschaftsbewegung Demokratie und Wohlstand garantiere.

„Wir kämpften gegen Atomwaffen auf unserem Boden, viele von uns gegen die WAA in Wackersdorf und immer wieder für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen,“ blickte sie zurück. Ob sechswöchige Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Achtstundentag, sechs Wochen Urlaub, Weihnachtsgeld, Lohn- und Gehaltserhöhungen, vermögenswirksame Leistungen: „Alles musste erkämpft, oftmals erstreikt werden“. Was aber, fasste sie zusammen, stelle sich nun das reiche Deutschland dar? Es sei eine Schande, wie Pflegekräfte bezahlt, ja „ausgezuzelt“ würden. Leistungsverdichtung und Arbeitshetze herrsche in den Betrieben, Angst vor Arbeitsplatzverlust und Hartz IV gehe um. Sie kritisierte „Wir sind sowohl die Nummer eins in Europa beim Zuwachs von prekärer Arbeit, als beim Zuwachs der Zahl von Millionären.“

Der Unterschied zwischen Arm und Reich in Deutschland sei alarmierend, 1,6 Millionen Kinder unter 16 Jahren seien von Armut betroffen. Ortsvorsitzenden Peter Seidel hatte bei seinen einführenden Worten aufgefordert „die Flüchtlinge, von denen 80 Prozent unter 35 Jahre alt sind, als Chance zu betrachten. Denn bei unserer alternden Gesellschaft werden Arbeitskräfte bald Mangelware sein“. Irene Salberg fügte an „Diejenigen, welche gegen den Zuzug der Flüchtlinge lautstark protestieren, sollen einige Wochen in diesen Ländern leben“. Ihr Dank für Solidarität und gewerkschaftliches Engagement, fasste Irene Salberg zusammen, gelte den Jubilarinnen und Jubilaren.

 

Mit Urkunde, Ehrennadel und Präsent ehrte sie gemeinsam mit Ortsvorsitzenden Peter Seidel und Gewerkschaftssekretär Georg Luber für 60 Jahre Gewerkschaftsmitgliedschaft Franz Kamm. Marold Meyer, Michael Söllner und Hans-Dieter Stretz. Auf 50-jährige Mitgliedschaft können Andreas Blödt, Richard Fruth, Alfred Kürzinger, Reinhold Kummer, Gerhard Matzke, Johanna Übler und Reinhard Walter, auf 40-jährige Mitgliedschaft Franz Baldauf, Helmut Feuchtwurzer, Berta Kraus, Emil Leitl, Erich Lobenhofer, Franz Pfab, Gabriele Rösl, Anton Stromm, Manfred Weiß und Dieter Woldert zurückblicken.

Seit 25 Jahren gehören Gerald Dagner, Emma Demelt, Robert Gradl, Marion Königer, Richard Peter, Mandy Römer, Sigrid Scheler und Stephan Schmidt der Gewerkschaft an. Verhinderten Jubilaren, so Ortsvorsitzender Peter Seidel, werde Urkunde und Ehrennadel nachgereicht.

 

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