VIDEO: Christ und Macher: Söder persönlich

VIDEO: Christ und Macher: Söder persönlich

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Amberg. Kino der anderen Art gab es am Donnerstag Abend im Cineplex in Amberg. Kein Film wurde den Gästen gezeigt, sondern der neue Ministerpräsident Markus Söder kam leibhaftig und erzählte aus seinem politischen und privaten Leben.

„Söder persönlich" nennt der neue Ministerpräsident diese Vorstellungsreihe, bei der er sich der bayerischen Bevölkerung vorstellen will. Im bis auf den letzten Platz besetzten Kinosaal im Cineplex warteten die Besucher gespannt auf den Auftritt von Söder.

Bei diesem Termin durfte Oberbürgermeister Michael Cerny und Kreisvorsitzender Stefan Ott nicht fehlen. Der Ministerpräsident wurde von den beiden im Foyer empfangen.

Der Münchner Moderator Ralf Exel führte durch das Live-Interview vor einer großen Kinoleinwand. Söder erläuterte gleich zu Anfang die Aufstellung des neuen und am Mittwoch vereidigten Kabinetts. „Ich habe die Abwägung getroffen auch nach besten Wissen und Gewissen fürs Land“. Teamarbeit sei für ihn das Wichtigste und alle hätten das gleiche Ziel.

Die Oberpfalz gehört laut Söder zu den wichtigsten Bezirken Bayerns. Albert Füracker, gebürtiger Neumarkter, übernahm das bedeutende Amt des bayerischen Finanzministers.

Söder, selbst 51-jähriger Franke, erzählte, dass er seine Grundschulzeit recht ordentlich abgeschlossen hat. Schwierigkeiten hatte er in der 8. Klasse, da sein Interesse für die Politik in den Vordergrund rückte. Durch die Motivation des Vaters schaffte Söder das Abitur ordentlich.

Mit 16 Jahren wurde der Strauß-Anhänger Mitglied in der CSU und legte somit den Grundstein für seine politische Laufbahn. Im Jahr 1994 wurde er Mitglied des bayerischen Landtags. Bis 2003 gehörte Söder der Jungen Union an. Unter seinem Mentor Edmund Stoiber wurde er 2003 Generalsekretär. Im Kabinett Beckstein wurde er 2007 als Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten vereidigt. Nach der Landtagswahl 2008 war er zuständig für Umwelt und Gesundheit. Das bayerische Finanzministerium war ab 2011 sein Aufgabengebiet, das im Jahr 2013 durch das Heimatministerium erweitert wurde. Den Höhepunkt seiner politischen Laufbahn erreichte Markus Söder am 16. März 2018, als er zum neuen und jüngsten Ministerpräsidenten Bayerns gewählt wurde.

Glaube hat für den vierfachen Vater eine sehr große Bedeutung. Als Kind eines katholischen Vaters und einer evangelischen Mutter lernte Söder von klein auf beide Konfessionen kennen. Einen Schwerpunkt im Amt des Ministerpräsidenten sieht er darin, die palliative Medizin und Hospize zu unterstützen. „Jeder hat verdient, dass auf den letzten Metern, auf den er gehen muss, den gleichen Respekt und die gleiche Würde bekommt, wie er sich sein ganzes Leben erarbeitet hat“ so Söder. Der gläubige Christ richtete sich in einem ehemaligen Tresorraum im Heimatministerium eine kleine Kapelle ein. Diese nannte er „Tresor des Lichts“ und bot für ihn nach langen Arbeitstagen einen Ort des Rückzugs. In der Staatskanzlei ist er momentan noch auf der Suche nach so einem Raum, in dem er Kraft tanken kann.

Der Landesvater ist bekennender 1.FC Nürnberg Fan, außerdem spielt er gerne Tennis und er mag beides: Star Trek und Star Wars.

Die Zukunft der Tradition Bayerns sieht der Ministerpräsident sehr positiv. „Bayern ist ein tiefes Lebensgefühl, Dirndl und Digital, Tablet und Tracht, alles geht“ so Söder.

Söder präsentierte sich als offener und humorvoller Mensch den Gästen. Nach knapp zwei Stunden wurde die Gesprächsrunde durch den Moderator Ralf Exel beendet. Im Anschluss gab Söder Ostbayern HD-Reporter Fabian Borkner ein kurzes Interview.


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