VIDEO: Feierlichkeiten zum Haus der Bayerischen Geschichte

Regensburg. Pünktlich zum 100-jährigen Bestehen des Freistaat Bayerns wurde diesen Samstag der Museumsbau des Hauses der Bayerischen Geschichte in Regensburg der Öffentlichkeit präsentiert. Vor 800 geladenen Gästen sprachen unter anderem der Architekt Stefan Traxler, der Direktor des Museums Dr. Richard Loibl, die Bürgermeisterin der Stadt Regensburg Gertrud Maltz-Schwarzfischer und der bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder über das künftige Museum am früheren Donaumarkt, direkt an der Donau gelegen. Unter den Gästen befanden sich auch Fürstin Gloria von Turn und Taxis, sowie Franz Herzog von Bayern.

 

Mittlerweile sind die Außenarbeiten an dem Gebäudekomplex abgeschlossen, die Gerüste und der Sichtschutz entfernt und der Blick auf das Gebäude ist möglich. Ein modernes Bauwerk ist es geworden, an das sich die Regensburger ab sofort gewöhnen und sich ihr Urteil bilden können. Modern ist es geworden und doch stecke viel Regensburger Geschichte in diesem grauen Bau, wie der Architekt Stefan Traxler, vom Büro Wörner Traxler Richter in Frankfurt bei der feierlichen Eröffnung darlegte.

Bild: (c) Haus der Bayerischen Geschichte

 

„Wir haben uns vor Planungsbeginn zunächst mit der Stadtarchitektur beschäftigt und dann versucht, die historische Altstadt und den Bau best möglichst zu vereinen. Wir wollten hier einen sozialen Ort schaffen, wo vorher ein Unort war. Auch die Ministerin für Wissenschaft und Kunst Professorin Dr. Marion Kiechle ist begeistert von dem „modernen Gebäude, das sich sehr gut in die historische Altstadt einfügt.“ Das Haus der Bayerischen Geschichte soll vor allem eines sein: Eine Hommage an den Freistaat Bayern und „eine Verneigung vor der Stadt Regensburg“, wie Museumsdirektor Loibl sagte.

Ministerpräsident Dr. Markus Söder sieht in dem neuen Regensburger Publikumsmagneten mehr als nur ein Museumsgebäude. „Es wird eine spannende Zeitreise durch ein Museum, das aus Bayern für Bayern ist..“ Viele Exponate der künftigen Ausstellung wurden von Bürgern zur Verfügung gestellt, worauf das Haus sehr stolz ist. Mittlerweile ist es für Söder bei öffentlichen Terminen Standard, die bayerische Lebensweise und die tiefe Verbundenheit zur bayerischen Heimat zum Kernthema seiner Reden machen. Und so war es ihm auch in Regensburg wichtig, die bayerische Identität, die er festmacht zu betonen. „In Bayern herrscht einfach ein anderes Lebensgefühl. Bei uns wagt man den Blick in die Zukunft und bleibt gleichzeitig den Traditionen und der Heimat verbunden.“ Söder bezeichnet das Museum als „Ausrufezeichen unserer Kultur“ und setzt auf das Besondere, das jeden Bayern ausmache und worauf man stolz sein solle.

Derzeit lässt sich das aber noch nicht ganz feststellen. Die Innenbauarbeiten sollen Ende diesen Jahres abgeschlossen sein. Bei der Eröffnung waren lediglich die Eingangshalle, der große Veranstaltungsraum sowie das 360° Panorama zugänglich.

Bild: (c) Haus der Bayerischen Geschichte


Im Mai 2019 soll das Museum dann endlich seine Pforten öffnen. Auf 2.500 Quadratmetern werden die Museumsbesucher dann eine Dauerausstellung und auf weiteren 1.000 Quadratmetern Sonderausstellungen begehen können. Einen besonderen Stellenwert wird dabei das 360°-Panorama haben, das durch 2.000 Jahre bayerische Geschichte führen wird. In einem 30-minütigen Panoramafilm, in dem Moderator Christoph Süß und Kabarettist Christian Springer mitwirkten, werden verschiedene Epochen virtuell erlebbar gemacht.

Begleitet wurde der Festakt mit einem bunten Rahmenprogramm - er war Teil des Festwochenendes in Regensburg, bei dem neben dem Bunten Wochenende auf dem Grieser Spitz auch die Steinerne Brücke wieder offiziell eröffnet wurde. Vor dem Museumsgebäude bot der Bayerische Rundfunk ein Bühnenprogramm mit Musik und Unterhaltung. Zudem gab es einige Essensstände. Leider war Petrus alldem nicht immer wohlgesonnen und ließ mit einem heftigen Regenschauer zumindest zeitweise das geplante Programm ins Wasser fallen.