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VIDEO: Aprilscherz: Keine U-Bahn für Amberg

VIDEO: Aprilscherz: Keine U-Bahn für Amberg

3 Minuten Lesezeit (557 Worte)

(Karte: GoogleMaps) Amberg. Leider nur ein lustiger Einfall von Doris und Alex Wagner aus Kümmersbruck, einen viele Jahre alten Aprilscherz um die Amberger U-Bahn wieder aufleben zu lassen. OB Michael Cerny löst ihn hier im Video persönlich auf. Den ursprünglichen Scherz lassen wir unten angefügt.

 

DAS SCHRIEBEN WIR AM OSTERSONNTAG, 1. APRIL: Amberg. "Alle reden vom Feinstaub, wir tun was dagegen", sagt OB Michael Cerny. Dank der hohen Schlüsselzuweisungen der letzten Jahre sieht sich die Stadt Amberg nun in der Lage, ein zentrales Projekt aus dem Investitionsprogramm anzugreifen. Entstehen soll eine ringförmige U-Bahnlinie in der kreisfreien Stadt. Dabei sollen vor allem Wohn- und Gewerbegebiete, Freizeit- und Sportanlagen sowie Sehenswürdigkeiten der ehemaligen Garnisonsstadt miteinander verbunden werden.

 

Aktuellen Medienberichten zufolge strömen täglich über 17.000 Berufspendler nach Amberg, viele davon mit dem Auto. Staus an den großen Kreuzungen, wie z.B. vor dem Kreisverkehr oder auf dem Kaiser-Wilhelm-Ring sollen aber bald der Vergangenheit angehören.
Das Projekt „U1“  ist dazu geeignet, sowohl den eigenstädtischen Verkehr als auch einen Großteil der Pendlerbewegungen aufzufangen.

Laut Cerny profitiert Amberg davon, dass die Stadt sämtliche historischen Bodendenkmäler bereits gefunden hat, das letzte wird derzeit an der Spitalkirche untersucht. Daher sei es ein Leichtes, eine Röhre unterirdisch zu verlegen, etwa im Vergleich mit Regensburg, wo eine enorme "unterirdische Unordnung" eine Verkehrslösung via U-Bahn deutlich erschwere. Dort wird wohl eine Straßenbahn das Maß aller Dinge sein. Wie uns OB Cerny mitteilte, sie dies in Amberg aufgrund der engen Straßen und Gassen wohl keine Alternative zur U-Bahn.


Derzeit werden Machbarkeitsstudien sowie Gutachten zur Bodenbeschaffenheit und Tragfähigkeit erstellt, wie u.a. die Dauerbaustelle in der Oberen Nabburger Straße zeigt. Auch am Bahnhofsvorplatz mussten schon zwei Bäume weichen, dort soll wohl ein behindertengerechter Fahrstuhl zum U-Bahnhof gebaut werden. Größere Schwierigkeiten werden allerdings höchstens bei der Untertunnelung der Vils erwartet, jedoch prüfen Experten aus Berlin bereits die Statik. Dort gab es wegen des sumpfigen Bodens und den Wassermengen der Spree weitaus größere Herausforderungen zu meistern, als dies in Amberg befürchtet werden kann.

Unser April-Scherz Video:


Um die Anschaffungs- sowie die Betriebskosten möglichst gering zu halten, sollen wohl ausgediente U-Bahntriebwagen aus München beschafft werden. Ministerpräsident Markus Söder habe ihm bei seinem Besuch im Amberger Cineplex dazu Unterstützung signalisiert. Diese könnten nach dem Nürnberger Vorbild so umgebaut werden, dass ein automatischer Zugbetrieb ohne Lokführer möglich ist. Apropos Nürnberg: Ein Anschluss über Hersbruck an das großstädtische Netz dürfte wohl keine Zukunftsmusik bleiben. 


Sämtliche U-Bahnhöfe werden einen barrierefreien Zugang zu den Triebwagen bieten und in einigen soll es nach dem Willen der Amberger  Park- und Werbegemeinschaft auch kleinere Läden geben. Ab dem 01.04.2019 werden die Bauarbeiten öffentlich ausgeschrieben, und ab dann wird es vermutlich auch einen Designwettbewerb geben, bei dem alle Amberger ihren persönlichen Entwurf für das Design der Triebwagen einreichen können. Ein Triebwagen soll dann auf den Gewinnernamen getauft werden.

Voraussichtliche Haltestellen der U-Bahnlinie U1:
- Bahnhof
- Mosacher Weg
- Gewerbegebiet an der Franzosenäckern (Abzweig zum Betriebswerk und Zugang zum Pendlerparkplatz)
- Gerresheimer Straße
- Siemens
- Hockermühlbad
- Kennedystraße
- Gailoher Hauptstraße
- Von-Scheffel-Straße / Lessingstraße
- Schulzentrum Fuggerstraße
- Eglsee
- Fleurystraße
- Marktplatz

In einem zweiten Baulos sollen dann die umliegenden Ortschaften und Gemeinden an das U-Bahnnetz angeschlossen werden. Noch nicht beschlossen ist dagegen, ob die Bahn dabei weiterhin unterirdisch fährt oder aus Kostengründen an die Oberfläche kommt.
Der Spatenstich für den ersten Bauabschnitt soll am Montag, 01.04.2020 am Bahnhofsvorplatz erfolgen.

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