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Vortragsabend zur Bevölkerung der Herrschaft Falkenstein im 18. Jahrhundert

Vortragsabend zur Bevölkerung der Herrschaft Falkenstein im 18. Jahrhundert

2 Minuten Lesezeit (315 Worte)

Burg Falkenstein. Der Markt Falkenstein lädt zusammen mit dem Förderverein Museum auf Burg Falkenstein Jagd und Wild e.V. und dem Kultur- und Heimatverein Falkensteiner Vorwald e.V. zu einem interessanten orts- und regionalgeschichtlichen Abendvortrag ein.

Am Freitag, 20. Oktober 2017 berichtet die Historikerin Dr. Manuela Daschner ab 19 Uhr im Rittersaal der Burg Falkenstein über Ergebnisse ihrer Forschungen zur Bevölkerung der Herrschaft Falkenstein im 18. Jahrhundert. Der Eintritt ist frei.

Wenn man von der ländlichen Bevölkerung des 18. Jahrhunderts spricht, kommt den meisten die bäuerliche Familie in den Sinn, die ihren Hof und ihre Felder bewirtschaftet und sich um das Vieh im Stall kümmert. Das ist aber nur ein Idealbild, denn diese Bauernfamilien stellten nur einen kleinen Teil der ländlichen Bevölkerung dar: Es gab große und mittlere Bauern und Knechte, Mägde und Dienstboten, die bei ihnen arbeiteten. Andere Bauern hatten nur kleine Hofstellen, die kaum zum Überleben reichten. Eine große Anzahl an Meistern, Lehrlingen und Gesellen lebte von ihren handwerklichen Tätigkeiten; Taglöhner und Inwohner waren auf zahlungskräftige Arbeitgeber angewiesen. Dazwischen gab es welche, die als fahrende Händler oder Schausteller unterwegs waren und sich auf ihre Art und Weise einen Lebensunterhalt suchten. Und natürlich gab es die „High Society“, die sich aus Vertretern der kirchlichen und weltlichen Obrigkeiten zusammensetzte. Alles in allem war die ländliche Gesellschaft wesentlich vielschichtiger aufgebaut, als man auf den ersten Blick vermuten würde.

Die Historikerin Dr. Manuela Daschner hat sich im Rahmen ihrer Doktorarbeit eingehend mit der ländlichen Bevölkerung des 18. Jahrhunderts rund um Falkenstein beschäftigt. Sie untersuchte die Geschichten und die Lebensumstände der über 400 Familien, die damals zur Herrschaft Falkenstein gehörten.

Ihre Dissertation wurde 2016 mit dem Kulturpreis des Bezirks Oberpfalz ausgezeichnet. Bei ihrem Vortrag gibt Daschner einen Einblick in ihre Forschungsergebnisse und berichtet von den vielfältigen Lebensformen in und um Falkenstein: von der Oblatenbäckerin bis zum Sockenstricker, von der Pflegersgattin bis zum Tuchdrucker und von der Taglöhnerin bis zum Bauernkönig.

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